CES: OPCOM Farm GrowBox – Der Gemüsegarten fürs Wohnzimmer

(Bild: Übergizmo)

Nicht jeder hat das Glück, einen Garten sein eigen zu nennen. Und selbst wenn, ist es relativ aufwändig und mühsam sich um einen Gemüsegarten zu kümmern. Die Firma OPCOM Farm hat uns auf der CES 2017 einen kompakten Indoor Garten gezeigt, der den Gemüseanbau einfach und effektiv machen soll.

OPCOM Farm GrowBox auf der CES 2017

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OPCOM Farm GrowBox
(Bild: Übergizmo)

So funktioniert die GrowBox

GrowBox: Der kompakte Mini-Garten für drinnen

Um mit dem Anbau eures Gemüses zu beginnen, baut ihr zunächst die rund 100 x 70 x 60 Zentimeter große GrowBox zusammen. Sie besteht größtenteils aus dem Rahmengestänge für die LED-Lampen sowie dem künstlichen „Ackerboden“, der etwas an ein riesiges Backblech für Mini-Muffins erinnert. Darunter befindet sich die Pumpanlage für das Wasser und die weitere Technik, die den Anbau größtenteils automatisiert.

(Bild: Übergizmo)

Die LEDs versorgen die Pflanzen mit künstlichem Sonnenlicht (Bild: Übergizmo)

Der Aufbau soll recht einfach und schnell erfolgen und dann kann es mit dem Einpflanzen auch schon losgehen. Ihr befüllt das Gerät mit rund 16 Litern Wasser sowie einer mitgelieferten Nährlösung. Die Pflanzensamen kommen entweder im Starterkit von OPCOM in Form von Kapseln oder ihr nutzt eure eigene Saat. Eingepflanzt werden sie in einen Schwamm, der dann in die Kuhlen auf dem Ackerboden kommt.

Automatisierte Beleuchtung und Wasserzufuhr

Nach einer Keimphase von einer Woche übernimmt die GrowBox dann die Arbeit. Ihr müsst lediglich noch Wasser nachfüllen und den pH-Wert des Wassers prüfen sowie die Lampenhöhe anpassen, wenn die Pflanzen größer werden. Die Beleuchtung und Bewässerung läuft dafür automatisiert ab und nach ein paar Wochen erntet ihr die Früchte beziehungsweise das Gemüse eurer Arbeit.

(Bild: Übergizmo)

Die Pflanzen wachsen auf diesem „Ackerboden“ (Bild: Übergizmo)

Anbauen könnt ihr neben einer Vielzahl von Salatsorten auch alle möglichen Kräuter, Paprika, Cherry-Tomaten, Gurken, Kohl, aber auch Erdbeeren oder Bohnen. Da ihr mit der GrowBox Hydrokulturen anbaut, habt ihr ein paar Vorteile gegenüber dem Anbau in der Erde: Das Wachstum der Pflanzen läuft reguliert ab, es gibt also keine Dürreperioden oder zu wenig Licht. Zudem müsst ihr euch nicht um Schädlinge und Insekten kümmern, die sich in der Erde einnisten. Ackerboden oder Gartenerde stellen im Grunde nur die Nährstoffe bereit, die bei der GrowBox über die Wasserpumpe geliefert werden.

Die Vorteile von Hydrokulturen

Somit spart ihr euch Pestizide, die ihr dann auch nicht mit der Pflanze mitessen müsst. Ein weiterer Vorteil ist übrigens die Wachstumsdauer. Die soll laut OPCOM Farm nämlich um 25 Prozent kürzer ausfallen, als auf die traditionelle Art. Aus diesem Grund werden Hydrokulturen auch bereits in Japan verwendet, wo erstens Ackerland rar ist und zweitens das Bevölkerungswachstum eine echte Herausforderung für die Lebensmittelproduktion darstellt.

(Bild: Übergizmo)

Die Bedienung erfolgt über dieses minimalistische Panel (Bild: Übergizmo)

Die GrowBox ist bei OPCOM Farm für rund 500 Dollar erhältlich und bietet Platz für bis zu 50 Pflanzen gleichzeitig. Wem das noch nicht reicht, legt nochmal 100 Dollar drauf und bekommt dafür die GrowWall für 75 Pflanzen, die in dem Gehäuse an der Wand wachsen.

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