LG Gram: Das angeblich leichteste 14-Zoll-Notebook im Hands-On

(Bild: Übergizmo) lg gram

Das LG Gram 14Z970 wiegt weniger als ein Kilogramm und soll mit einer Akkuladung einen Tag lang arbeiten! Kaum zu glauben. Und wohl auch nicht wahr. Ob das Fliegengewicht ansonsten mit Abstrichen bei der technischen Ausstattung erkauft wurde, lest ihr hier.

LG Gram 14 Zoll

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LG Gram 14Z970
(Bild: Übergizmo)

Unser Hands-On-Video zum LG Gram (14 Zoll):

966 Gramm wiegt das LG Gram, wer bietet weniger? Dass das Notebook das laut Hersteller leichteste seiner Klasse ist, dürfte auch einem kleinen Trick geschuldet sein. So gibt es viele Notebooks mit 13 oder 15 Zoll Bildschirmdiagonale, zum Teil auch 13,3-Zöller, die über 100 Gramm leichter sind als das LG Gram 14. Bei 14 Zoll scheint die Konkurrenz aber einfach quantitativ geringer zu sein und der Fliegengewichtstitel deshalb einfacher zu erreichen.

Ein wenig zu sehr übertrieben hat LG beim Akku. Mit 60 Watt ist der zwar tatsächlich gut bestückt, doch die angebliche Laufzeit von 21 bis 24 Stunden scheint zu gut um wahr zu sein. LG gestand mittlerweile ein, dass das Gerät unter Verwendung einer neueren Benchmark (MobileMark14) nur noch 17 Stunden lief.

Doch auch diese Angabe wird man unter wirklich normalen Bedingungen sicher drastisch kürzen müssen, was in späteren Tests bewiesen werden kann. Zu Prüfen gilt es in dem Kontext auch die Angabe, dass der Akku nach 20 Minuten Ladezeit für weitere drei Stunden ohne Stromnetz auskommt.

Touchscreen im LG Gram (14 Zoll)

Eine lange Akkulaufzeit geht manchmal mit einer geringeren Bildschirmauflösung einher. Auch das ist beim Gram 14 aber nicht der Fall. Das verspiegelte IPS-Panel löst auf 14 Zoll Diagonale in FullHD (1.920 mal 1.080 Pixel) auf und ist touch-sensitiv. Ihr könnt das LG Gram also auch mit Touchgesten steuern. Hübsch sind auch die dünnen Bildschirmränder.

(Bild: Übergizmo)

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Als Prozessor kann beim LG Gram in der 13-, 14- und 15-Zoll-Variante zwischen einem neuen Intel Kaby Lake i7, i5 oder i3 gewählt werden. Der SSD-Speicher soll bis zu 512 GByte betragen und der Arbeitsspeicher maximal 16 GByte.

Integrierte Kamera mit Froschperspektive

Peripherie-Geräte können über zwei USB 3.0, USB Type-C oder HDMI angeschlossen werden. Laut Microsoft wird die 15-Zoll-Version auch einen Thunderbolt-3- sowie einen zusätzlichen USB 2.0-Anschluss besitzen. Drahtlose Kommunikation kann zum Beispiel über WLAN 802.11 ac erfolgen.

(Bild: Übergizmo)

Kamera im Scharnier. Platzsparend, aber für Selfies unvorteilhaft? (Bild: Übergizmo)

Laut Microsoft soll auch ein Fingerabdruckscanner im Notebook Platz gefunden haben, die Tastatur kommt außerdem mit Hintergrundbeleuchtung. Etwas ungewöhnlich: In der Mitte des Scharniers befindet sich die HD-Kamera für Videotelefonate. Dadurch kann der Rand über dem Display, wo die Kameras normalerweise sitzen, sehr klein gehalten und wohl auch Gewicht gespart werden. Allerdings dürfte die Kameraperspektive von unten so einige Nasen unvorteilhaft zur Geltung bringen.

Lies auch: 14-Zöller von Lenovo im Hands-On

Wirklich Abstriche scheint man in technischer Hinsicht beim LG Gram 14 aufgrund des geringen Gewichts zunächst nicht machen zu müssen – auch wenn sich hinsichtlich der Langlebigkeit oder Robustheit noch keine Angaben machen lassen. Das Gehäuse besteht aber zumindest aus Plastik – nicht etwa aus stärkeren Materialien, die weniger anfällig für Brüche und dergleichen sind. Das muss man dem Gram sicherlich ankreiden.

(Bild: Übergizmo)

(Bild: Übergizmo)

Beim internen Speicher hat LG mit „nur“ einem halben Terabyte ebenfalls etwas gespart. Via MicroSD-Slot sollte sich der Speicher aber durchaus großzügig erweitern lassen. Am spannendsten wird nach Marktstart sicher ein Test der Akkulaufzeit sein. Doch eben jene Angabe zum Marktstart blieb der Hersteller bislang schuldig. Auch in welchen Regionen außerhalb Südkoreas das Notebook vertrieben wird, ist noch nicht bekannt. Mehr Details gibt´s hingegen zum Preis: in LG´s Heimat Korea soll das Gram 14 angeblich 1.420.000 Won kosten, also umgerechnet rund 1.120 Euro.

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  1. Die aktuelle Konkurrenz bietet eine SSD-Ausstattung von 128 GByte bis 1 TByte. Ein halbes Terabyte finde ich durchaus angemessen und keinesfalls „gespart“.

    1. Deswegen das „nur“ ;) Es gibt halt eben auch noch Laptops mit noch mehr Speicher, ein halbes Terabyte ist aber meiner Ansicht nach auch völlig ausreichend. Es gibt ja genügend Cloud-Speicher und externe Festplatten mittlerweile.

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