Sternenexplosion: Im Jahr 2022 könnte unser Nachthimmel anders aussehen

Bild: NASA

Ein Team von US-Forschern sagt für das Jahr 2022 die Verschmelzung eines Doppelsternsystems voraus. Einmal vollzogen, könnte die Vereinigung der beiden Sterne zu einer Explosion führen, die sogar mit dem bloßen Auge sichtbar wäre.

Larry Molnar, Professor am Calvin College sowie Wissenschaftler von der University of Wyoming und des Apache Point Observatory beobachten das Doppelsternsystem im Sternbild Cygnus bereits seit einigen Jahren. Nun wagen sie eine gewagte Prognose: Die beiden Sterne werden sich so nah kommen, dass es zu einer Verschmelzung und schließlich einer gigantischen Sternenexplosion kommen wird.

Diese beiden Sterne sind sich nah, sehr nah sogar

Larry Molnar und sein Team haben das Objekt KIC 9832227 bereits seit dem Jahr 2013 im Visier. Aufgrund der Helligkeitsschwankungen des Sterns herrschte in der wissenschaftlichen Gemeinschaft lange Uneinigkeit darüber, ob es sich bei KIC 9832227 um einen Doppelstern oder einen Pulsar handelte.

Molnars Team Team lieferte bald schon den Nachweis für die Doppelstern-Theorie, mehr noch: bei dem System handelte es sich sogar um sogenannte „contact binarys“, zwei Sterne, die sich so nahe sind, dass sie sich eine gemeinsame Atmosphäre teilen – ähnlich wie ein Paar Erdnüsse, das in der selben Schale steckt.

Die Umlaufzeiten des Doppelsterns verringern sich rapide

Nun deuten exakte Messung der Umlaufbahnzeiten darauf hin, dass sich die beiden Sterne in naher Zukunft vereinen werden. Indiz: die Umlaufzeiten verringern sich rapide. Molnars Team gibt für die Sternenexplosion das Jahr 2022 an, sie könne sich allerdings auch im Jahr darauf ereignen, so die abweichende Prognose. Modell für die Vorhersagen der US-Forscher ist die Explosion von V1309 Scorpii. Das Verhalten dieses Doppelsternsystems war bis es im Jahr 2008 zu einer Explosion, die eine sogenannte Rote Nova zur Folge hatte, ähnlich.

Behalten Larry Molnar und sein Forscherteam recht, wird im Jahr 2022 ein bisher von der Erde aus gesehen dunkler Fleck im Sternbild Schwan (Cygnus) hell erstrahlen. Die US-Forscher haben auch Hobby-Astronomen dazu aufgerufen, sich an der Orbitalzeitmessung von KIC 9832227 zu beteiligen. Mehr dazu könnt ihr hier erfahren.

Tags :Quellen:phys.org
  1. So mal aus dem Besserwissermodus heraus gedacht ist das ja eher so, dass die Voraussage ja nur bedeutet, dass wir die Vereinigung 2022 sehen werden. Passiert ist die Verschmelzung passend zur Entfernung dann wohl so um 422 rum. Quasi ein interessanter Blick auf eine Voraussage in die Vergangenheit.

    1. Korinthentechnisch ist das natürlich richtig ;) Sollte die Verschmelzung 2022 erfolgen, wird sie aufgrund der Entfernung vor etwa 1800 Jahren passiert sein. Wir haben leider immer das Problem, dass nichts schneller ist als das Licht :P

      1. Hi Jake,

        wollt nur mal kurz sagen das ich es richtig gut finde das in letzter Zeit mehr Feedback von Übergizmo in Form deiner Person kommt.

        Man hatte vorher öfter das Gefühl bei Fragen oder Anregungen in nen leeren Raum zu rufen. Nebenbei hält es auch noch die Trolle fern.

        Gefällt mir, weiter so :)

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