Google: Android Marshmallow nimmt an Fahrt auf

(Bild: Google)

Die Verbreitung von Android Marshmallow nimmt deutlich zu, wie aus den Zahlen von Google hervorgeht, die erstmals für 2017 veröffentlicht wurde. Gemessen wurden die Zugriffe auf den Google-Play-Store Anfang des neuen Jahres.

Der Statistik nach kommt die im August 2016 veröffentlichte Android-Version 7.0 Nougat nur auf 0,7 Prozent der Zugriffe. Das ist eine leichte Steigerung gegenüber dem Vormonat, doch insgesamt gesehen natürlich eine herbe Enttäuschung. Allerdings darf nicht vergessen werden, dass die meisten Smartphone-Hersteller den Nutzern die neueste Android-Version vorenthalten.

Deutlich zulegen konnte hingegen die Vorgängervariante Android 6.0 Marshmallow, die im Oktober 2015 erschienen ist. Sie erzielt einen Anteil von 29,6 Prozent, was einem Wachstum gegenüber dem Vormonat von mehr als 3 Prozent entspricht.

Marshmallow und Nougat sind die einzigen Android-Versionen, die ihren Anteil im Vergleich zum Vormonat steigern konnten. Android 5.x Lollipop ist zwar mit einem Anteil von 33,4 Prozent die am meisten verbreitete Android-Version, verzeichnet aber einen Verlust um 0,6 Prozent. Android 4.1.x – 4.3 Jelly Bean und Android 4.4 Kitkat verlieren 1,2 und 1,4 Prozent, erreichen aber mit 11,6 und 22,6 zweistellige Ergebnisse. Android 2.2 Froyo ist aus der Statistik herausgefallen und auch die Versionen 2.3.x Gingerbread und 4.0 Ice Cream Sandwich kommen mit einem Minus von 0,2 und 0,1 auf ein gerade noch einstelliges Ergebnis.

Beim Zugriff auf ZDNet.de sieht die Android-Verteilung naturgemäß anders aus. Android 7.x Nougat und Android 6.x Marshmallow erreichen zusammen fast 70 Prozent, wobei der Löwenanteil mit knapp 63 Prozent auf Marshmallow entfällt. Lollipop erzielt fast 18 Prozent, während Android 4.4 Kitkat nur 8,43 Prozent erreicht. Android Jelly Bean kommt noch auf fast drei Prozent. Alle anderen Android-Versionen spielen beim Zugriff auf ZDNet.de mit weniger als 0,5 Prozent keine große Rolle mehr.

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Die Statistik zur Verteilung der Android-Versionen sagt allerdings nichts darüber aus, welcher Sicherheitspatchlevel auf den jeweiligen Geräten installiert ist. Noch immer tun sich die Hersteller bei der Integration der monatlichen Sicherheitspatches schwer. Bis auf Blackberry, Google und Samsung, die immerhin die aktuellen Top-Geräte mit sicherheitsrelevanten Aktualisierungen versorgen, sieht es bei den anderen Herstellern nicht so gut aus. Das hat zur Folge, dass Millionen Android-Geräte weiterhin von Schwachstellen wie Stagefright, Quadrooter und anderen Lücken betroffen sind, die Google längst geschlossen hat.

Mit Apps wie Quadrooter Scanner und Stagefright Detector können Anwender ihre Android-Geräte auf die größten Schwachstellen überprüfen.

Sofern ihr Smartphone unterstützt wird, können Anwender allerdings auf die beliebte Custom Rom CyanogenMod respektive dessen Nachfolger LineageOS ausweichen, um aktuelle Sicherheitspatches zu erhalten.

Mit Material von Kai Schmerer, ZDNet.de

http://www.zdnet.de/88285936/android-statistik-marshmallow-legt-deutlich-zu/

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