Suche nach Exoplaneten: Riesenteleskop bekommt Update

Bild: NASA/Hubble

2016 machte die Entdeckung des Exoplaneten Proxima b im Sternensystem Proxima Centauri Schlagzeilen. Nun wollen Wissenschaftler den unter Umständen erdähnlichen Planeten näher untersuchen. Dafür erhält das Very Large Telescope (VLT) nun ein Upgrade.

Wissenschaftler des European Southern Observatory (ESO) hatten im August 2016 mittels der Radialgeschwindigkeitsmethode den Exoplaneten im Sternensystem Proxima Centauri entdeckt. Mit 4,2 Lichtjahren Entfernung ist Proxima b der bisher am nächsten an der Erde gelegene Exoplanent.

Gibt es Leben auf Proxima b?

Wissenschaftler schätzen die Masse von Proxima b auf 1,2 bis 3 Erdmassen – sie halten den Exoplaneten – da er innerhalb der habitablen Zone seines Muttersterns liegt –, für erdähnlich. Der Stern Proxima Centauri besitzt etwa die dreifache scheinbare Größe der Sonne, ist aber ein roter Zwergstern und damit weniger heiß und lichtstark. Weltraumforscher wollen Proxima b nun weiter untersuchen und klären, wie seine Oberflächeneigenschaften beschaffen sind.

Auch der Frage, ob Proxima b potentielles Leben beherbergen könnte, wollen die Wissenschaftler des VLT nun auf den Grund gehen, weshalb das chilenische Riesenteleskop, das eigentlich ein Teleskop-Komplex aus mehreren zusammengeschalteten Teleskopen ist, nun ein technisches Upgrade bekommt.

Weltraum-Visionär Yuri Milner plant Reise zu Alpha Centauri

Wie die ESO nun bekannt gab, plant sie dazu eine Kooperation mit den Breakthrough Initiatives des Milliardärs und Unternehmers Yuri Milner. Gegenstand der technologischen Verbesserungen sollen dabei vor allem die Infrarot Spektrometer und das VISIR mid-infrared instrument des VLT sein.

Für Milner liegt die Bedeutung der Arbeit am Very Large Telescope vor allem in der Vorbereitung seiner – gemeinsam mit dem Physiker Stephen Hawking – vorgestellten Breakthrough Starshot-Mission. Diese sieht vor, winzige Raumschiffe in das nächstgelegene Sternsystem Alpha Centauri zu schicken.

Bevor eine solche Mission allerdings starten kann, wollen die Weltraumforscher klären, was für potentielle Gegebenheiten sie auf Centauri b erwarten. Die Breakthrough Initiatives finanzieren dabei einen „großen Anteil“ der technischen Neuerungen am VLT. Dazu zählen verbesserte Sensoren, Kalibratoren und ein sogenannter Coronagraph, der helfen soll, das Sonnenlicht von Alpha Centauri auszublenden. Dieser soll auch ermöglichen weitere potentielle Planeten im dem Sonnensystem aufzufinden.

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Tags :Quellen:MotherboardVia:ESO

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