Logitech Pop im Test – Einfach. Mächtig. Teuer.

logitech pop aufmacher

Logitech Pop ist ein simpler Schalter, der dennoch dank breiter Smart-Home-Unterstützung und cleverer App für viele zur unverzichtbaren Steuereinheit werden könnte. Wie üblich im Smart-Home-Bereich ist Logitech Pop jedoch ein teures Vergnügen. Wir haben den Logitech Pop Schalter im Test.

Logitech Pop Schlater

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 PRO

 CON

(Bild: Übergizmo)(Bild: Übergizmo)Genial einfach in Nutzung und Programmierung (Bild: Übergizmo) Keine schnelle Regelung der Dimmung oder der Lautstärke möglich
 (Bild: Übergizmo)Tolle Haptik  (Bild: Übergizmo)Sehr teuer
Fünf Jahre Batterielaufzeit(Bild: Übergizmo)  

Ein simpler Schalter, um seine gesamte Smart-Home-Umgebung zu steuern? Klingt zu gut, um wahr zu sein. Doch tatsächlich schafft es Logitech Pop meine zuweilen komplexe Smart-Home-Umgebung deutlich zu vereinfachen. Die wichtigsten Komponenten sind bei mir Philips Hue Leuchten und Sonos Boxen.

Zu den weiteren mit Logitech Pop kompatiblen Lichtlösungen gehören Insteon, LIFX und Lutron. Außerdem können noch WeMo-Steckdosen und das smarte Schloss von August Connect damit gesteuert werden. Hier kommen noch Plattformen wie SmartThings, IFTTT (= unendliche Möglichkeiten) und Logitech Harmony dazu und runden das Paket ab.

Logitech Pop im Wohn zimmer. Weiß regelt das Licht, rot die Musik.

Logitech Pop im Wohnzimmer. Weiß regelt das Licht, rot die Musik.

In meinem Set-Up befinden sich zwei Pop-Schalter an der Wand im Wohnzimmer und einer am Schrank in der Küche. Im Wohnzimmer regelt einer meine fünf Philips Hue Leuchtmittel, der andere steuert über Sonos die Musik. Der Pop-Schalter in der Küche übernimmt ähnliche Aufgaben und löst dort ein unangenehmes Problem: Der eigentliche Schalter für die Deckenlampe befindet sich schwer erreichbar hinter der Tür. Richtig doof, wenn man im Dunkeln den Schalter sucht.

Logitech Pop mit Dreifachbelegung

Auch wenn Pop nur ein simpler Taster ist, lässt er sich mit drei Aktionen belegen: Klick, Doppelklick und lange gedrückt halten. Auf diese Art regelt der Pop-Lichtschalter im Wohnzimmer die drei Lichtstimmungen „hell“, „gedimmt“ und „bunt“.

links: Meine Geräte; mitte: Meine Schalter; rechts: Unterstützte Plattformen

links: Meine Geräte; mitte: Meine Schalter; rechts: Unterstützte Plattformen

Schön wäre gewesen, wenn der Pop noch mehr Interaktionen als den simplen Knopfdruck erlaubt. Denkbar wäre zum Beispiel eine berührungsempfindliche Oberfläche über die man stufenlos die Lichthelligkeit oder die Lautstärke regeln könnte. Dann hätte man aber wohl keine fünf Jahre Laufzeit mit zwei wechselbaren CR 2032 Batterien versprechen können.

Logitech Pop aufgeschraubt.

Logitech Pop aufgeschraubt.

Auch hätte die verführerische Einfachheit des Pop-Schalters verloren gehen können. Immerhin kann dank Pop nun auch meine Schwiegermutter das Licht steuern, die vorher manchmal verzweifelt von Lampe zu Lampe eilte, um sie einzeln auszuschalten oder vom Netz zu nehmen.

Am Logitech Pop lenkt nichts von seiner eigentlichen Funktion ab. Sieht man den Pop, will man ihn drücken. Dank seiner leicht gummierten Oberfläche und dem sanften taktilen und akustischen Feedback beim Drücken, löst der Pop bei mir ein seltsames Gefühl der Befriedigung aus. Grrrrr… Genau so muss ein Taster aussehen und sich anfühlen!

Software? Ausnahmsweise gut!

Das Herzstück von Smart-Home-Lösungen ist immer die Software. Oft genug trieb mich unlogische Nutzerführung und übertriebene Komplexität nahe an den Wahnsinn (wie bei Devolo Home Control). Logitech Pop funktioniert erfrischend einfach. Mit dem Starter-Paket kommen zwei weiße Taster und eine Bridge, die in eine normale Wandsteckdose gesteckt wird. Die Einrichtung erfolgt über die Pop-App. Dort einfach nach neuen Schaltern suchen und den gewünschten Schalter betätigen. Danach können Smart-Home-Geräte automatisch oder manuell hinzugefügt werden.

Das Set-Up meines Lichtschalters im Wohnzimmer. Einmal drücken: hell, zweimal drücken: gedimmt, lange gedrückt halten: bunt.

Das Set-Up meines Lichtschalters im Wohnzimmer. Einmal drücken: hell, zweimal drücken: gedimmt, lange gedrückt halten: bunt.

Über einfaches und selbsterklärendes Drag & Drop zieht man nun die Geräte auf einen Pop Home Switch. Je nach Smart-Home-Gerät werden Zusatzfunktionen angezeigt, bei Sonos kann zum Beispiel die Lautstärke festgelegt werden. Für zusätzliche Funktionen bietet die Pop-App einen erweiterten Modus, hier kann zum Beispiel zum nächsten Song geskippt werden. Die Einrichtung ist trotz einer gewissen Tiefe schnell abgeschlossen und auch später aufkommende Änderungswünsche schnell durchgeführt.

Ein dicker Minuspunkt am Logitech Pop ist sein hoher Preis. So kostet das Starter-Set mit zwei weißen Tastern und einer Pop Bridge stolze 129 Euro. Jeder zusätzliche Schalter in den Farben weiß, rot, grün und grau schlägt mit weiteren 39,99  Euro zu buche. Schon sehr heftig, wenn man bedenkt, dass die Hardware in der Produktion nicht sehr teuer sein kann. Auf der anderen Seite: Wer Smart-Home-Lösungen kauft, ist hohe Preise gewohnt.

Das graue Logitech Pop in meiner Küche.

Das graue Logitech Pop in meiner Küche.

Fazit Logitech Pop Schalter

Das Schöne am Pop Home Switch: Es funktioniert einfach. Noch dazu lassen sich komplexe Befehle auf einen simplen Tastendruck reduzieren. Wer kompatible Lichtlösungen und vor allem Sonos nutzt, für den könnte der Pop Home Switch zum Pflichtkauf werden.

(Bild: Übergizmo)

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  1. Wirklich sehr guter und umfangreicher Testbericht, danke dafür! Hört sich sehr überzeugend an und dass die software scheinbar rund läuft ist auch ein echter Pluspunkt. Muss mir die Anschaffung aber noch durch den Kopf gehen ist schon ein stolzer Preis der hier verlangt wird….

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