MacBook Pro: Akkulaufzeit nach Bugfix angeblich okay

MacBookPro 13" 2016 (Bild: Apple)

Die Akkulaufzeit des neuen MacBook Pro verärgerte manchen Nutzer, weil sie von den 10 Stunden von Apple deutlich abwich. Auch die Verbraucherschützer von Consumer Reports stellten das fest. Nun ist Apple dem Problem auf die Fersen gegangen.

Apple wurde fündig. Das Messverfahren von Consumer Reports hatte einen Bug in Safari freilegt, der zu erheblich höheren Stromverbräuchen führen konnte. In einer Beta von macOS soll das Problem schon behoben sein.

Die einflussreiche US-Testzeitschrift hat angekündigt, die Akkutests nach dem Einspielen dieser Software zu wiederholen. Sollten die Ergebnisse dann gleichmäßig gut ausfallen, kann das MacBook Pro doch noch wie in den Vorjahren die Empfehlung von Consumer Reports erhalten.

Bei dem inzwischen erkannten Softwarefehler handelt es sich laut Apple um einen „obskuren und periodisch auftretenden Bug“, der für häufiges Nachladen von Icons und dadurch für stark schwankende Ergebnisse sorgt, wenn der Cache von Apples Safari-Browser deaktiviert ist. Den Cache des jeweiligen nativen Browsers aber deaktivieren die Tester von Consumer Reports absichtlich bei den Notebooks aller Hersteller, um vergleichbare Ergebnisse zu erhalten.

Die stark schwankende Akkulaufzeit hatte dazu geführt, dass Consumer Reports anders als in früheren Jahren keine Empfehlung für das MacBook Pro 2016 abgab. Das sorgte für Aufsehen, da die von einer gemeinnützigen Verbraucherschutzorganisation veröffentlichte Publikation vielfach für Kaufentscheidungen relevant ist. Wie bei der deutschen Stiftung Warentest gelten Grundregeln wie die, keine Werbung anzunehmen und Produkte anonym im Einzelhandel zu erwerben.

Bei der Testprozedur werden zehn verschiedene Webseiten immer wieder geladen, bis die Batterie erschöpft ist. Damit soll eine alltägliche Nutzung in standardisierter Weise simuliert werden. Der Browser würde die Seiten mitsamt Abbildungen aber immer wieder einfach aus dem Cache wiederherstellen, statt sie stets erneut zu laden, wäre dieser nicht deaktiviert.

Apple hebt in einer Erklärung darauf ab, dass die Tester eine für Entwickler gedachte Option nutzten, um den Cache zu deaktiveren. „Das ist keine Einstellung, die von Kunden benutzt wird, und entspricht nicht der Nutzung in der realen Welt“, heißt es dazu. „Das ist das beste Pro-Notebook, das wir jemals gebaut haben. Wir respektieren Consumer Reports und sind froh, dass sie sich entschieden haben, ihre Feststellungen zum MacBook Pro noch einmal anzusehen.“

Lies auch: Consumer Report: Keine Empfehlung für neue MacBook Pros!

Nach einem wiederholten Test der Akkulaufzeiten will Consumer Reports sich erneut zu Ergebnissen äußern. Die Zeitschrift weist aber auch auf manchmal bemerkenswerte kurze Akkulaufzeiten hin, von denen Nutzer in Forumsbeiträgen berichteten und damit Diskussionen auch in den Tech-Medien auslösten: „Es ist unklar, ob Apples Bugfix für Safari die Batterielaufzeit bei diesen Nutzern ändern wird.“

Nach dem Marktstart des MacBook Pro 2016 klagten Nutzer auch über Grafikprobleme sowie falsche Angaben der verbleibenden Akkulaufzeit durch einen Softwarefehler. Letzteres behob Apple, indem es die Restlaufzeit einfach nicht mehr anzeigte.

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Tags :Quellen:Mit Material von Bernd Kling, ZDNet.de

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