Facebook und Correctiv kämpfen in Deutschland gegen Fake News

(Bild: James Martin/CNET)

Facebook wird in diesem Jahr der Bundestagswahl in Deutschland konkrete Maßnahmen ergreifen gegen die Verbreitung von Fake News auf seiner Plattform. Dabei wird das Online-Netzwerk, wie angekündigt, mit Drittanbietern zusammenarbeiten, um das Problem zu lösen. Außerdem will Facebook Spammern die Möglichkeit nehmen, mit Fake News Geld zu verdienen.

Wie der Anbieter des weltweit größten Online-Netzwerkes am heutigen Sonntag mitteilte, wird das Rechenzentrum Correctiv hierzulande zu den externen Faktenprüfern gehören, die gemeldete Nachrichten untersuchen und sie gegebengalls als Fälschung kennzeichnen werden. Das Online-Netzwerk plant, „in Zukunft noch weitere Organisationen aus der Medienbranche als Partner gewinnen zu können.“

Bild: Facebook

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Die Prüfung der Nachrichten auf ihren Wahrheitsgehalt hin wird sich künftig in mehreren Stufen vollziehen. Dabei wird der Nutzer nicht von seiner Verantwortung entbunden. Erkennt dieser eine Meldung als gefälscht, wird er die Möglichkeit haben, diese als solche zu kennzeichnen. Daraufhin wird Facebook diesen Bericht „verwenden und nach weiteren Merkmalen Ausschau halten, die typisch für Falschmeldungen sind.“

Als nächstes werden die so gefilterten Nachrichten an die Fakten prüfenden Organisationen weitergeleitet. Wenn diese die Beiträge als gefälscht identifizieren, werden sie mit einem Warnhinweis, eventuell einem Link zu einer glaubwürdigen Seite sowie der Begründung für die Entscheidung versehen. Hinzu kommt, dass ein gekennzeichneter Beitrag weiter unten im Newsfeed erscheinen wird. Zwar werde es weiterhin möglich sein, die als unglaubwürdig eingestufte Meldung zu teilen, allerdings bleibe dabei der Warnhinweis erhalten.

Kein Geld für eine falsche Meldung

Facebook hat erneut angekündigt, die Einnahmequellen der Erzeuger von Falschnachrichten einzudämmen. Viele der vermeintlichen Autoren haben mit Fake News ein lukratives Wirtschaftsmodell entwickelt. Indem eine erfundene Nachricht von den Nutzern massenweise verbreitet wird, verdienten sie durch die angezeigte Werbung Geld. Dass soll sich mit der neuen Maßnahme ändern. Denn: „Sobald ein Beitrag mit einem Warnhinweis versehen wurde, kann er auch nicht mehr zu einer Werbeanzeige gemacht oder hervorgehoben werden.“

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