Fitbit Charge 2 Review: Der nahezu perfekte Fitnesstracker

(Bild: Übergizmo)

Mit dem Fitbit Charge 2 hat der Platzhirsch der Fitnessarmbandhersteller jetzt ein Update seines Trackers herausgebracht. Wir haben ein wenig für euch geschwitzt und getestet, ob der Charge 2 mit Herzfrequenzmesser den Kauf lohnt.

Fitbit Charge 2 Review

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Fitbit Charge 2
Notifications vom Smartphone können ebenfalls angezeigt werden (Bild: Übergizmo)

 PRO

 CON

 (Bild: Übergizmo)Zahlreiche Tracking-Funktionen  (Bild: Übergizmo)Nicht wasserdicht
 (Bild: Übergizmo)Genauer Herzfrequenzmesser  (Bild: Übergizmo)„Nur“ Connected GPS
 (Bild: Übergizmo)Gutes OLED-Display und einfache Bedienung
 (Bild: Übergizmo)Übersichtliche und motivierende App
 (Bild: Übergizmo)Angenehm zu tragendes und austauschbares Armband
 (Bild: Übergizmo)Geführte Atemübungen

Die Updates des Fitbit Charge 2

Der Charge 2 ist der Nachfolger der Charge HR und somit die dritte Version des Fitnessarmbands aus Fitbits „Active“-Reihe. Die richtet sich speziell an aktive Sportler, Jogger und Fahrradfahrer, die auch ohne Motivationstritte Sport treiben. Damit unterscheidet sich der Charge 2 nicht nur in der Vermarktung von der Fitbit Alta, sondern auch vom Formfaktor und von den Features her.

(Bild: Übergizmo)

Akkustand und andere Daten seht ihr sehr gut auf dem OLED-Display (Bild: Übergizmo)

Das Design des Charge 2 erinnert an die Alta, die man anderthalb Mal vergrößert hat. Sie hat aber zusätzlich einen Button an der linken Seite des Aluminium-Kunststoffgehäuses. Im Gegensatz zur Charge HR ist das OLED-Display etwa fünf Mal so groß und stellt Uhrzeit und Fitnessdaten auch bei starker Sonneneinstrahlung ausgezeichnet dar. Der Charge 2 ist dabei nicht zu riesig wie die Surge. Sie hat eben aber auch nicht mehr die Silikonarmbandbreite einer Alta. Im Grunde ist sie so breit wie ein Uhrarmband, nur eben flacher auf der Oberseite. Sie fühlt sich dank des weichen Silikons sehr angenehm an und nervt auch bei längerem Tragen nicht. Wer mehr Fashion will, kann die Bänder natürlich gegen andersfarbige oder Leder-Straps austauschen.

Auf der Unterseite messen zwei grüne LEDs die Herzfrequenz und zeichnen sie dank Fitibits eigener PurePulse genannten Technologie den ganzen Tag lang auf. Die Messung ist wirklich sehr genau und der Pulsschlag selbst kann auf dem Display abgelesen werden. Somit seht ihr immer euren Ruhepuls oder merkt beim Training, wann es Zeit wird eine Pause einzulegen. Dieses Feature brachte auch die Charge HR mit, die Alta jedoch nicht.

Mehr als bei der Alta, weniger als bei der Surge

(Bild: Übergizmo)

Zwei grüne LEDs messen eure Herzschlagfrequenz (Bild: Übergizmo)

Generell kann man den Charge 2 von den Features her als großen Bruder der Alta und als kleinen Bruder der Surge bezeichnen, die sich an Hochleistungssportler richtet. Der Charge 2 misst wie jeder gute Fitnesstracker heutzutage nicht nur Schritte. Sie errechnet auch verbrannte Kalorien und erkennt die ausgeübten Sportarten dank SmartTrack automatisch. Solange ihr euch mehr als ein paar Minuten bewegt. Hier ist von Fahrradfahren über Joggen und Yoga wieder alles dabei, nur Schwimmen nicht. Denn wie auch schon die Alta, ist auch der Charge 2 nicht wasserdicht, sondern lediglich wasser- und schweißabweisend.

Wer seine schwitzigen Aktivitäten genauer tracken will, hat die Möglichkeit sie manuell über das Display zu starten. Damit sind die Messungen dann noch etwas genauer als bei der automatischen Erkennung, die mein Körpergewichtstraining manchmal als Aerobic getrackt hat. Die Bedienung nehmt ihr über das Display und den Button an der Seite vor. Befindet ihr euch beispielsweise in der Anzeige für Notifications, klopft ihr euch mit dem Finger durch eure Weckuhrzeiten und Erinnerungsvibrationen. Mit dem Button schaltet ihr diese dann ein oder aus, wobei einige Funktionen einen längeren Druck erfordern.

Mit den geführten Atemübungen könnt ihr etwas relaxen (Bild: Übergizmo)

Mit den geführten Atemübungen könnt ihr etwas relaxen (Bild: Übergizmo)

Genau so startet ihr auch eure Sportaktivität, startet die Stoppuhr oder nutzt ein Feature, dass von der Apple Watch bekannt sein dürfte: Relax. Hier führt euch der Charge 2 mit Vibrationen durch Atemübungen, die zwei oder fünf Minuten lang dauern. Den kurzen oder längeren Vibrationen folgend atmet ihr hier tief ein und aus und sollt euch dabei für ein paar Minuten aus dem Alltagsstress ausklinken.

Wie gut das funktioniert, hängt natürlich auch vom eigenen Charakter und der Menge des zugeführten Koffeins ab. Wenn man sich aber darauf einlässt, die Augen schließt und dem Programm folgt, sorgt vor allem die fünf Minuten dauernde Variante für merkliche Entspannung. Ein sehr nettes Feature in unserer hektischen Welt. Die könnt ihr euch natürlich auch wieder zurück aufs Handgelenk holen und euch Nachrichten, Mails und Anrufe anzeigen lassen. Die Verbindung erfolgt dann über Bluetooth LE über euer Smartphone.

Sämtliche Daten in der Fitbit App

(Bild: Übergizmo)

Die Monatsanzeige über eure Aktivitäten (Bild: Übergizmo)

Die App ist wie bei allen Fitnessarmbändern auch bei der Charge die Schalt- und Analysezentrale. Hier stellt ihr euren Wecker ein und blendet bestimmte Anzeigen auf dem Charge 2 ein oder aus. Auch die Uhrdarstellung könnt ihr von klassisch analog zu digital mit Pulsanzeige ändern. Das Dashboard zeigt euch zudem euren sportlichen Fortschritt der vergangenen Monate an. Damit wisst ihr dann genau, ob ihr euer Programm auch durchgezogen habt. Oder die eine oder andere Woche zu viel Netflix gechillt habt. Die Daten lassen sich auf Wunsch den ganzen Tag über synchronisieren, wobei die App für Android generell nicht ganz so zuverlässig arbeitet wie die für iOS.

Die Ansicht hat mich persönlich sehr gut motiviert, mich auch an meinen Trainingsplan zu halten. Das Dashboard bietet eine Community-Funktion, bei der man Schritte und sportliche Aktivitäten mit seinen Freunden messen und ihnen Challenges schicken kann. Dafür gibts dann Punkte und bei dem Charge 2 exklusiv auch sogenannte Cardio Fitness Level Punkte.

(Bild: Übergizmo)

Eine Fahrrad-Einheit in der Übersicht (Bild: Übergizmo)

Das Feature erstellt mithilfe der Herzfrequenz ein individuelles Fitnesslevel und errechnet den optimalen Wert anhand des Maximalwertes an Sauerstoff, den unser Körper bei höchster Anstrengung verbraucht. Wer sich darauf einlässt, kann damit tatsächlich sein Training optimieren und wird mit entsprechenden Motivationspunkten belohnt.

Connected GPS und Schlaftracker

Darüber hinaus hat der Charge 2 noch Connected GPS, was heißt, dass ihr für die Aufzeichnung eurer Wegstrecken immer das Handy dabei haben müsst. Das ist etwas schade, da beispielsweise TomTom genau das Feature zum gleiche Preis in seinen Trackern  eingebaut hat. Bei Fitbit müsst ihr da schon zur deutlich teureren Surge greifen.

In den ruhigen Momenten misst der Charge 2 natürlich euren Schlaf, wie alle Armbänder mittlerweile. Geladen wird der Tracker über einen proprietären Stecker, der sich wie eine Klammer darum schließt und den Charge 2 bis zu fünf Tage Akkuladung verpasst. Bei viel sportlicher Aktivität etwas weniger, bei Faulpelzen natürlich mehr.

Fazit

(Bild: Übergizmo)

Der Fitbit Charge 2 ist für Leute gedacht, die einen aktiven Lebensstil führen, wie man so schön sagt. Dafür sprechen die zahlreichen Funktionen, der Herzfrequenzmesser, das Cardio Fitness Level-Feature sowie Connected GPS für die Aufzeichnung von gelaufenen und gefahrenen Strecken. Bei einem Preis von rund 160 Euro ist es da im Grunde ein No-Brainer ob ihr den Charge 2 oder die Fitbit Alta für 20 Euro weniger kauft.

Es sei denn, euch ist der Charge 2 doch eine Spur zu groß oder ihr treibt nur gelegentlich Sport und könnt auf die Mehr-Features verzichten. Alle anderen, die gerade ein optisch schlichtes Fitnessarmband suchen, können beim Charge 2 bedenkenlos zuschlagen. Sie ist gut verbaut, bringt viele Tracking-Funktionen mit und stellt alles anschaulich und durchdacht in der App dar.

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  1. Hi Jake!

    Grundsätzlich ein schöner Überblick über die Funktionen des Charge 2, aber anbei doch einige Anmerkungen.

    Die Charge 2 verfügt nicht über ein Edelstahlgehäuse, sondern eines aus Kunststoff.
    Ebensowenig hat die Charge 2 ein Touch-Display zur Bedienung. Die Bedienung erfolgt vielmehr mittels des Bewegungssensors, der ein Antippen des Gerätes als „Klick“ erkennt. Am besten lässt sich die Eingabe durch seitliches Antippen ausführen. Ich berühre bei meiner Charge 2 eigentlich nie das Display, um irgendwelche Eingaben zu machen.

    Du nennst das Connected GPS der Charge 2 einen Nachteil, für mich war genau das aber ein entscheidender Kaufgrund. Wer hier auf die Geräte von TomTom mit eingebautem GPS hinweist, sollte aber zumindest auch darauf hinweisen, dass dadurch die Akkulaufzeit extrem verkürzt wird. Meist lese ich etwas von 8 – 10 Stunden Akku-Laufzeit bei Aufzeichnung von GPS-Aktivitäten. Im Gegensatz dazu komme ich bei meiner Charge 2 mit einer Akkuladung und vielen aufgezeichneten GPS-Aktivitäten meist mindestens über 5 Tage und mehr.

    Natürlich ist es dann immer noch Geschmackssache, ob man denn sein Smartphone immer dabei haben will. Ich für meinen Teil habe es eigentlich immer dabei, für Notfälle und zum Musikhören.

    1. Aus Edelstahl sind natürlich nur die Scharniere, das Gehäuse ist glaube ich tatsächlich Aluminium. Das mit dem Touch ist wahr, auch wenn es einem wie ein Touch vorkommt, wenn man drauf rumgrabscht ;) Ich habe beides korrigiert.

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