HTC U Ultra & Play: Zweites Display, KI und Glas-Chassis

(Bild: HTC)

Auf einem Event Mitte Januar zeigte HTC zwei neue High-End-Smartphones namens U Play und U Ultra. Vor allem das Glasgehäuse, die Displayzeile über dem Frontbildschirm sowie die Künstliche Intelligenz machen neugierig.

Neue Reihe, neues Glück? Mit dem U Play und U Ultra beginnt HTC eine neue Smartphone-Serie. Beim Gehäuse setzt man stark auf Glas – eine moderne und schöne, aber gleichzeitig aufgrund der Bruchgefahr gefährliche Lösung.

Außergewöhnlich ist das Glasgehäuse wegen einer speziellen Fertigungstechnologie, bei der Glas unter hohem Druck und großer Hitze dreidimensional gebogen wird. Im resultierenden „Liquid Surface“ lagern letztlich verschiedene Mineralien, die einen Tiefeneindruck erzeugen. Lichtreflexionen sollen die Rückseite wie eine Flüssigkeit erscheinen lassen. Die Geräte werden in Schwarz, Weiß, Rosa oder Blau angeboten. Zunächst zum HTC U Ultra:

Zweites Display an der Front des U Ultra

Mit 5,7 Zoll ist das vorderseitige Display des U Ultra ohnehin sehr groß, die Auflösung mit 2.560 mal 1.440 Pixel sehr hoch. Dennoch gibt es bei dem Smartphone noch ein besonderes Display-Feature. Über dem Bildschirm befindet sich nämlich eine Zeile, bestehend aus Frontkamera und 2,05 Zoll-Display.

Darauf sollen eingehende Benachrichtigungen angezeigt werden, um das große Display durch selbige nicht zu beeinflussen. Außerdem wurden vier Mikrofone in der Front verbaut. Sie sollen permanent empfangsbereit sein und der Stimmerkennung dienen. Der Grund: das Smartphone soll sich optional via Stimmerkennung entsperren lassen. Alternativ geht das Entsperren auch mit der virtuellen, KI-gesteuerten Assistenz oder dem Fingerabdrucksensor.

HTC U-Smartphones ohne Kopfhöreranschluss

Apple musste für die fehlende Kopfhörerbuchse beim iPhone 7 viel Kritik einstecken. HTC gibt dem US-amerikanischen Konzern nun recht und integriert den gängigen Audioanschluss im U Ultra und U Play nicht. Trotzdem liegen kabelgebundene Ohrhörer im Lieferumfang, die sich in den USB-C-Anschluss stecken lassen.

Ganz hat man sich dem Vorgehen Apples, mit offenen Anschlüssen zu geizen, aber noch nicht angeschlossen, so wird sich der interne Speicher des U Ultra und U Play via MicroSD-Karte um bis zu 2 TByte erweitern lassen.

Auch die technischen Daten der Kameras lesen sich vielversprechend. Rückseitig integrierte der Hersteller einen 12 Megapixel Ultrapixel Sensor mit lichtstarker f/1.8-Blende sowie Laser- und Phasenvergleich-Autofokus, LED-Blitz und optischem Bildstabilisator.

An der Frontkamera können Bilder mit 16 Megapixel geschossen, bzw. bei schlechten Lichtverhältnissen der entsprechende Modus gewählt und mit 4 Megapixel UltraPixel geknipst werden.

U Ultra: Es wird teuer

Als Prozessor kommt ein Qualcomm Snapdragon 821 zum Einsatz. Der Arbeitsspeicher beträgt 4 GByte RAM. Bezüglich der Akkukapazität gibt HTC 3.000 mAh an, außerdem unterstützt der Stromspeicher die Quick Charge 3.0 Technologie.

Wie für HTC üblich verfügen die Smartphones auch über BoomSound-Lautsprecher. Der Datenverbindung dienen WLAN 802.11ac, Bluetooth, GPS und LTE Cat.12. Kabelgebunden können Daten via USB Typ-C-Anschluss mit USB 3.0 Geschwindigkeit  übertragen werden. Außerdem sind die Smartphones Dual-SIM-fähig.

Ab Ende Februar soll das U Ultra in zwei Varianten international erhältlich sein. Mit 64 GByte internen Speicher für 749 Euro (UVP) sowie mit 128 GByte Speicher und besonders widerstandsfähigem Saphir-Glas an der Front für 849 Euro (UVP).

Runder Kamera-Akzent, kein zweites Display: Das U Play

Mit 449 Euro wird das kleinere U Play, das ab Anfang März erhältlich sein soll, deutlich günstiger. Das macht sich auch in der Ausstattung bemerkbar. So misst das Display nur noch 5,2 Zoll in der Diagonale, löst außerdem mit FullHD (1.920 mal 1.080) auf – was aber vollkommen genügt. Der Arbeitsspeicher wurde auf 3 GByte reduziert, als Prozessor kommt die Helio P10 Achtkern-CPU von Mediatek zum Einsatz. Der interne Speicher wird mit 32 GByte angegeben, kann aber ebenfalls via MicroSD erweitert werden.

Anstelle von vier Mikrofonen sind es beim U Play noch zwei. Der Akku ist mit 2.500 mAh relativ knapp bemessen. Wie lange die Geräte tatsächlich laufen, werden erste Tests nach Marktstart zeigen. Theoretisch langsamer als beim U Ultra wird überdies die Datenübertragung via LTE oder USB sein, so ist das U Play mit LTE Cat.6 und USB-Typ-C mit USB 2.0-Geschwindigkeit ausgestattet.

(Bild: HTC)

HTC U Play (Bild: HTC)

Zwar ist die Frontkamera identisch mit der des U Ultra. Rückseitig kommt hingegen eine klassische 16-Megapixel-Einheit mit f/2.0-Blende zum Einsatz, begleitet von LED-Blitz, optischem Bildstabilisator und Phasenvergleich-Autofokus.

Unverändert bleiben außerdem der Fingerabdrucksensor, Bluetooth, GPS und WLAN. Sichtbare Änderungen gibt es neben dem fehlenden zweiten Display an der Front auch rückseitig, wo die Kameraeinheit in einem runden, hervorstehenden Auge sitzt. Beim U Ultra verbarg sich der Sensor noch in einem abgerundeten „Viereck“.

Neues Android in der U-Serie

In beiden Smartphones wird ab Werk Android 7.0 mitsamt der Sense-Oberfläche von HTC vorinstalliert sein. Der sogenannte Sense Companion soll als künstlich intelligente Assistenz die Gewohnheiten der Nutzenden kennen lernen und kontextbezogene Erinnerungen sowie Empfehlungen aussprechen. Wie hilfreich und/oder schlau die KI tatsächlich ist, wird sich ebenfalls zeigen.

Tags :Via:notebookinfo.deBildquelle :(Bild: HTC)

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