Diese smarte Taxi-Drohne fliegt noch 2017 autonom

(Bild: Ehang)

Die Drohne Hang 184 kann eigenständig Ziele anfliegen und eine Person transportieren. Klappt man die vier Rotorarme ein, passt das Fluggerät sogar auf einen PKW-Parkplatz.

Während Unternehmen wie Uber versuchen, selbstfahrende PKWs als Taxis einzusetzen, geht der chinesische Hersteller Ehang einen Schritt weiter. Besser gesagt, einen Sprung. In die Luft. Wo Staus und Ampeln keine Rolle spielen. Auf der CES in Las Vegas stellte Ehang den weltweit ersten Dronecopter vor: eine Drohne, so groß, dass ein Mensch hineinpasst.

Der sogenannte Hang 184 kann eine Person transportieren, einen zusätzlichen Piloten braucht es dazu nicht. Wer mit der Drohne fliegen möchte, bestellt sie per Smartphone und wählt sodann sein Ziel auf einem Tablet aus, den Rest leitet das automatisierte System des Hang 184 in die Wege. Falls Probleme auftreten sollten, will Ehang die Steuerung durch Mitarbeiter in eine Überwachungs-Headquarter übernehmen.

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Andere Notfall-Lösungen sind Fallschirme: an der Drohne sowie am Fluggast. Da die Taxi-Drohne mit 200 Kilogramm Eigengewicht und maximal 100 Kilogramm Personengewicht relativ leicht wird, könnte auch das einen möglichen Aufprall abmindern. Ohnehin sei die Drohne aber redundant konstruiert. Das heißt, wenn ein System ausfalle, so gebe es laut Ehange einen Ersatz, der die Tätigkeit übernimmt.

Allzu weit kommt man mit dem ungewöhnlichen Transportmittel bislang leider nicht. Maximal 16 Kilometer schafft die Hang 184, eine Akkuladung hält überdies nur 23 Minuten. Immerhin: die Höchstgeschwindigkeit liegt aktuell bei 100 km/h und bei einer maximalen Flughöhe von 3.500 Metern sind auch Hochhäuser kein Problem.

Mehr als ein Taxi: die Auto-Drohne im Rettungseinsatz?

Im urbanen Gebiet könnte sich die Hang 184 also zum Beispiel als günstige Alternative zum Rettungshelikopter eignen, wenn verletzte oder kranke Personen noch einsteigen können. Zudem schwebt dem Hersteller auch eine Luftverbindung von Inseln mit dem Festland vor.

Bis ein Dronecopter tatsächlich eingesetzt werden kann und darf, müssen noch  zahlreiche Tests folgen. Angeblich ist die Marktfreigabe aber noch für diese Jahr vorgesehen. Bei einem Preis zwischen 200.000 und 300.000 US-Dollar dürfte der Drohnenflug aber vorerst nicht jedem vorbehalten sein. Außerdem soll das Fluggerät zunächst in China verkauft werden. Dann sollen die USA, Neuseeland und einige europäische Länder folgen.

Tags :Via:trendsderzukunft.deBildquelle :(Bild: Ehang)
  1. Für den Export in Länder mit kleineren Bevölkungszahlen als China sollte es noch Rotorkäfige geben, zumindest als als optionales Zubehör ;-)

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