Archos Saphir 50 im Test

archos_50saphir_aufmacher

Ein Smartphone für echte Abenteuer verspricht das Archos Saphir 50 zu sein. Es will raus in die Natur und sich dort bewähren. Ob es dort und auch im wärmeren Wohnzimmer überleben kann, haben wir getestet.

Archos Saphir 50

Bild 1 von 21

Archos Saphir 50 1

 PRO

 CON

 (Bild: Übergizmo)Sehr gute, sehr robuste Verarbeitung  (Bild: Übergizmo)Recht schwer und klobig
 (Bild: Übergizmo)Extrem starker Akku (5.000 mAh)  (Bild: Übergizmo)Buttons schwergängig  
 (Bild: Übergizmo)Ordentliche Kamera  (Bild: Übergizmo)Ziemlich langsam  
 (Bild: Übergizmo)Gute Performance für ein Outdoor-Handy  
 (Bild: Übergizmo)Wasserdicht und stoßfest  

 

Design und Handhabung

Das Archos Saphir 50 will vor allem eines sein: Ein Smartphone für draußen. Man sieht ihm dies auch im Design schon an, denn ein riesiger stabiler Bumper-Rahmen umgibt das Gerät. Es soll Stürze aus einem Meter problemlos wegstecken und auch das Glas ist dank Gorilla Glass 4 sehr gut geschützt. Das Gerät ist zwar durch den Schutzrahmen und den enorm großen Akku ziemlich dick, liegt aber doch  gut in der Hand. Es passt sogar in Hosentaschen und fällt nicht besonders auf. Als Outdoor-Bolide ist es natürlich recht schwer, das macht aber nichts, denn es wirkt dadurch sehr stabil. Alle Anschlüsse sind durch Gummilaschen verschlossen, so dass Wasser keine Chance hat, ins Gerät einzudringen. Einen winterlichen Rodelausflug hat es mit Bravour überstanden, der tiefe Schnee konnte dem Saphir 50 nichts anhaben. Die Anschlüsse beinhalten den 3.5 mm Klinkenanschluss, den Micro-USB-Anschluss, den Slot für die beiden Nano-SIM-Karten und die Micro-SD-Karte.

Dual-SIM plus Micro-SD-Slot
Dual-SIM plus Micro-SD-Slot

Die Handhabung ist nicht immer optimal. Die Lautstärkewippe und der An/Aus-Knopf auf der rechten Seite sind etwas schwergängig und man benötigt recht viel Kraft, um die Knöpfe effektiv zu drücken. Da das Gerät nicht über einen Homebutton oder einen Fingerabdrucksensor verfügt, muss es immer mittels An/Aus-Knopf aktiviert werden. Das ist ok, aber etwas unkomfortabel aufgrund des Druckpunktes. Ansonsten liegt das 5 Zoll große Gerät gut in der Hand.

Lieferumfang

Im Lieferumfang befinden sich neben dem Gerät an sich ein Netzteil, ein USB-Micro USB-Kabel und ein Headset, das gleichzeitig die Antenne für das FM Radio darstellt. Außerdem ist der SIM-Kartenschachtöffner und eine kurze Anleitung mit dabei. Das Gerät und Co. befinden sich in einer weißen recht großen Pappschachtel, auf die der Firmen- und Produktname sowie ein Bild des Geräts gedruckt sind.

Lieferumfang des Archos Saphir 50
Lieferumfang des Archos Saphir 50

Kamera

Das Archos Saphir 50 verfügt über eine 13 Megapixel starke Hauptkamera mit LED-Blitz und Autofokus sowie eine 5 Megapixel starke Selfie-Cam. Die Bilder, die die Kamera produziert, sehen ziemlich ordentlich aus. Normalerweise erwartet man von einem Outdoor-Baustellen-Handy nicht viel, das Archos konnte doch ganz gut überraschen. Insbesondere die Farben der fotografierten Graffiti kommen gut und natürlich rüber.Archos Saphir 50 Beispielbild 2Archos Saphir 50 Beispielbild 5

Die Aufnahmen bei Dämmerung kommen recht ordentlich daher. Allgemein sind die Bilder kein Vergleich zu Fotos, die z.B. mit dem Google Pixel oder dem Galaxy S7 aufgenommen wurden, aber sie sind dennoch ok. In der Tiefe zeigen sich ein paar Unschärfen und die Bilder bei schlechteren Lichtverhältnissen sind leicht verrauscht.Archos Saphir 50 Beispielbild 6Archos Saphir 50 Beispielbild 12

Akku

Kommen wir zum Prunkstück des Archos Saphir 50: Der Akku. Dieser ist unglaubliche 5.000 mAh stark und reicht im Alltag für mehrere Tage aus. Wir haben im Test durchaus versucht, ihn an einem Tag leer zu bekommen – mit normaler Nutzung, also Telefonie, Nachrichten schreiben, Spielen und ein paar Email-Accounts in Dauersync ist dies fast nicht möglich. Ist man auf einer Wanderung in abgelegeneren Gebiete und das Gerät muss oft nach Netz suchen, so ist die hohe Kapazität von großem Vorteil.

Software, Hardware und Leistung

Als Betriebssystem ist Android 6.0 vorinstalliert. Das User Interface ist Android-typisch gehalten, es gibt Widgets für die wichtigsten Apps und dann das Hauptmenü, in dem alle installierten Programme zu finden sind. Glücklicherweise ist nicht viel Bloatware auf dem fabrikneuen Gerät installiert. Mit an Bord sind natürlich die obligatorischen Google-Apps. Die Einrichtung des Archos Saphir 50 ist einfach und geht schnell. WLAN funktioniert nach dem Standard 802.11 b/g/n mit 2.4 GHz, andere Verbindungsstandards sind Bluetooth 4.0, LTE und GPS. Außerdem ist ein FM-Radio mit an Bord, für welches man die mitgelieferten Ohrstöpsel als Antenne benötigt. Für Wanderungen ist dies eine sehr nützliche Sache, da das Radio auch ohne Mobilfunkverbindung funktioniert. Ein Fingerabdrucksensor ist ebenso wie NFC nicht mit an Bord. Das ist schade, bei einem Outdoor-Gerät aber zu verschmerzen.

Allgemein ist das Smartphone ein wenig träge. Im Geekbench 4 Benchmark schneidet es eher mäßig ab, die große Power steckt nicht im System. Muss sie aber auch nicht. Das Gerät ist grundsolide und stabil. Es stürzte im Test nicht einmal ab und alle geforderten Aufgaben erledigte es. Manchmal etwas langsamer als nötig, aber immer im Rahmen der Zeit. Aufwendige Spiele mag es allerdings nicht besonders, die fangen an zu ruckeln und die Grafik verliert recht schnell an Wumms.

Bei Geekbench 4 schnitt das Archos Saphir 50 nicht besonders gut ab
Bei Geekbench 4 schnitt das Archos Saphir 50 nicht besonders gut ab

Im Inneren verbaut ist ein MediaTek Quadcore-Prozessor mit 1.5 GHz Takt. 2 GB RAM unterstützen den Prozessor und es kommen 16 GB interner Speicher zum Einsatz. Die GPU ist eine Mali-T720.

Display

Das 5 Zoll große IPS-Display löst in 1280 x 720 Pixel auf und zeigt die Inhalte gut an. Die Beleuchtungsoptionen sind gut austariert und das Gerät verfügt über eine sehr gute Blickwinkelstabilität. Auch bei direkter Sonneneinstrahlung ist das Display sehr gut ablesbar.

Fazit

Das Archos Saphir 50 ist ein echt guter Allrounder. Das Hauptaugenmerk liegt auf dem besonderen Schutz, den es umgibt. Es eignet sich für die Benutzung bei allen möglichen Abenteuern draußen, also Wanderungen, Klettern, aber auch auf Baustellen oder im Gartenbau. Auch tollpatschige Personen, die ihr Gerät einfach immer irgendwie ein bisschen fallen lassen oder in der Nähe ihres Kaffees aufbewahren (was bei manchen Menschen quasi automatisch zu Nässeschäden führt), können mit dem 230 Euro teuren Smartphone glücklich werden.

Es ist extrem ausdauernd, verfügt über eine ordentliche Kamera und funktioniert zuverlässig, wenn auch etwas träge. Wer ein superschnelles Designerhandy sucht, sollte sich weiter umsehen, wer aber ein stabiles, solides und gutes Mittelklasse-Gerät braucht, kann sich das Archos Saphir 50 gern einmal genauer anschauen.

(Bild: Übergizmo)

Tags :

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising