booq Shock Pro mit CamShell: Der flexible Fotorucksack im Test

(Bild: Übergizmo)

Kameraequipment ist nicht billig und wer Hobby- oder Profi-Fotograf ist, möchte seine Ausrüstung auch unterwegs gut geschützt dabei haben. Der südkalifornische Taschenhersteller booq hat mit dem Shock Pro einen flexiblen Premium-Rucksack entwickelt. Der kann sowohl Fotorucksack als auch Backpack mit riesigem Stauraum sein. Wie gut der Hybrid ist, haben wir getestet.

booq Shock Pro mit CamShell Review

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booq Shock Pro mit CamShell
(Bild: booq)

 PRO

 CON

 (Bild: Übergizmo)Sehr gut verarbeitet mit robustem und wasserabweisendem Material  (Bild: Übergizmo)Könnte für einige zu teuer sein
 (Bild: Übergizmo)Sinnvolle Fächer und Seitentaschen
 (Bild: Übergizmo)Durchdachtes Design im Innenraum
 (Bild: Übergizmo)Mit Plüsch ausgekleidetes Latopfach
 (Bild: Übergizmo)Herausnehmbares CamShell-Modul macht den Shock Pro flexibel
(Bild: Übergizmo)Kann dank Terralinq registriert und bei Verlust an Besitzer geschickt werden

booq Shock Pro Produktvideo

booq Shock Pro: Der Allround-Rucksack

Kamerarucksäcke gibt es viele, bei den meisten geht man jedoch einen Kompromiss ein: Entweder fasst die Tasche gefühlt 20 Objektive, vier Bodies und Akkus, hat aber dann keinen Platz für Persönliches. Oder sie sieht „funktionell“ aus und das Auge isst nur noch bei den geschossenen Fotos mit und nicht auf dem Weg zur Location.

Booq versucht bei seinen Taschen ansprechendes Design mit durchdachten Features zu kombinieren und das ist auch mit dem Shock Pro gelungen. Der Rucksack ist in schwarz erhältlich und aus Ballistic-Nylon gefertigt. Das Material ist dadurch sehr robust und leicht steif, so dass es nicht wie bei gewöhnlichen Taschen zusammenfällt. Die Außenhülle ist wasserabweisend und auch der Reisverschluss beim Laptopfach hinten ist gummiert, um das Eindringen von Wasser zu verhindern.

(Foto booq)

Hinter der Rückenpolsterung befindet sich ein ausgekleidetes Laptopfach (Bild: booq)

Das Fach selbst fasst bis zu 16,4 Zoll große Notebooks, ist ausreichend gepolstert und mit einem weichen Material ausgelegt, das Kratzer verhindert. Schön ist, dass das Fach getrennt vom Hauptfach ist. So muss man sich nicht am Equipment vorbei fummeln, wenn man sein Notebook rausfischen will. Zusätzlich hat der Shock Pro noch ein zweites Fach direkt hinter dem bequemen Rückenpolster. Das Fach kann über einen seitlichen Reißverschluss geöffnet werden und bietet nochmal separat Platz für Magazine oder einen DIN-A4-großen Notizblock.

Jede Menge clevere Fächer

Überhaupt trägt sich der Shock Pro sehr bequem und die Rückenpolsterung scheint mit einer Art Memory Foam gefüllt zu sein, der den Laptop von der Wirbelsäule fern hält. Für optimalen Halt sorgt die verstellbare Schnalle, die den Shock Pro vor allem auf dem Fahrrad oder im Gelände am Körper hält. Besonders mit viel Gewicht im Rucksack sorgt der zusätzliche Halt für deutlich mehr Tragekomfort.

Das durchdachte Design setzt sich auch im Hauptfach fort, bei dem booq eine Reihe kleinerer Fächer untergebracht hat, zwei davon mit Reißverschluss unter gummiertem Kunstoff. Das scheint wasserdicht zu sein, ausprobiert haben wir es aber nicht. Ansonsten gibt es noch Fächer für ein Tablet, Smartphone und seitliche Innennetze für Kabel, Ladegeräte und was man sonst so alles beim Shooting braucht.

(Bild: booq)

Der geräumige Innenraum des booq Shock Pro hat viele Fächer (Bild: booq)

Eine Besonderheit hat der geräumige Innenraum außerdem: Es bietet nochmals per Reißverschluss abgetrennten Platz, den booq als wasserdichtes Trockenfach angibt. Dieses öffnet ihr nicht vom Hauptfach aus, sondern von außen, so dass auch hier wieder das Rumwühlen entfällt. Das Trockenfach ist seitlich verstärkt und kann durch das CamShell-Modul für 50 Euro erweitert werden.

Das CamShell-Modul für Kameraequipment

Das wird über das Hauptfach in den Trockenraum geschoben und mit dem Reißverschluss geschlossen, wodurch der Platz im Innenraum natürlich kleiner wird. Dafür habt ihr ein gut verstärktes Fach für eure DSLR-Kamera, inklusive mehreren Objektiven, Akkus und Kabel. Da auch die zu öffnende Außenklappe auf der Vorderseite verstärkt ist, bleibt sämtliches Equipment gut geschützt. Selbst bei ruppigerem Umgang im Gelände hatten wir keine Probleme. Die Fächer könnt ihr so über Trennwände mit Klett verstellen, dass eure Ausrüstung bombenfest sitzt.

(Bild: booq)

Das herausnehmbare CamShell-Modul (Bild: booq)

Und weil das alles noch nicht reicht, hat der Shock Pro noch eine kleine Tasche auf der Vorderseite und zwei an den Seiten. Die rechte bietet Platz für eine Wasserflasche und kann dank dem vernähten Netz auch geöffnet bleiben, ohne dass die Buddel rausfällt. Auf der linken Seite könnt ihr in zahlreichen kleineren Fächern SD-Karten, USB-Sticks sowie Kabel und einen Schlüssel mit einem Clip unterbringen.

Premiumrucksack mit Terralinq

An sinnvollen Fächern spart der Shock Pro also wahrlich nicht und man merkt auch, dass jedes einen Zweck hat. Was bei einigen anderen Rucksäcken oft nicht der Fall ist und zwar 30 Fächer bieten, die aber alle mit ähnlicher Größe, ohne Polsterung oder alle in einem riesigen Fach. Das macht booq anders und das darf man in der Premiumklasse ruhig erwarten. Die spiegelt sich auch im Preis wieder, denn der Shock Pro kostet 195 Euro. Das ist für diesen Fotorucksack-Hybriden aber nicht unbezahlbar teuer, angesichts der guten Verarbeitung und der cleveren Features.

(Bild: booq)

Das Seitenfach bietet Platz für allerlei Krimskrams (Bild: booq)

Davon gibt es wie bei allen booq-Modellen übrigens noch eins: Terralinq. Jede booq-Tasche ist mit einer einzigartigen Nummer versehen, die beim Shock Pro auf der Oberseite des Rückenpolsters befestigt ist. Registriert ihr diese Nummer über die Webseite, kann sie wieder an euch verschickt werden, sollte jemand eure verlorene Tasche wiederfinden. Ein simpler, aber effektiver Service.

Fazit

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Wer wert auf sein Equipment legt und viel damit unterwegs ist findet mit dem Shock Pro einen echten Allrounder. Er bietet viel Stauraum, gepolsterte und teils wasserdichte Fächer, ist wasserabweisend und aus robusten Material. Das herausnehmbare Kamerafach CamShell muss leider separat erworben werden. Dafür bietet es dann aber Flexibilität, falls ihr den Shock Pro mal nicht mit eurer Kamera befüllen wollt.

Für 195 plus 50 Euro für die CamShell mag er für den einen oder anderen teuer wirken, aber das Geld ist dank dem langlebigen Material und den Polsterungen wirklich gut angelegt. Es heißt ja immer, dass Qualität ihren Preis hat und auf lange Sicht ist der Shock Pro eine gute Investition, an der ihr lange Freude haben werdet.

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