Jaybird Freedom: Der Bluetooth In-Ear-Kopfhörer im Test

(Bild: Übergizmo)

Jaybird hat sich auf eins spezialisiert: In-Ear-Kopfhörer für Sportler. Mit gerade einmal zwei aktuellen Modellen im Portfolio hat die Firma aus Salt Lake City mit dem Freedom eine besonders kompakte Variante entwickelt. Wir haben getestet, wie gut der Sound aus den sechs Millimeter kleinen Treibern klingt.

Jaybird Freedom Review

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Jaybird Freedom
(Bild: Übergizmo)

 PRO

 CON

 (Bild: Übergizmo)Klarer und sauberer Klang…  (Bild: Übergizmo)… der mit 200 Euro seinen Preis hat
 (Bild: Übergizmo)Sehr kompakt und leicht  (Bild: Übergizmo)Steuereinheit zieht rechten Kopfhörer bei schlechtem Sitz manchmal heraus
 (Bild: Übergizmo)Gute Verarbeitungsqualität
 (Bild: Übergizmo)Klangprofil kann mit MySound App angepasst und auf Kopfhörer gespeichert werden
 (Bild: Übergizmo)Ladegerät als mobiler Akku mit vier Stunden Power nutzbar

Jaybird Freedom: Leicht und unglaublich klein

Nicht erst seit der Ankündigung des iPhone 7 haben Bluetooth-Kopfhörer ihren Siegeszug angetreten und nehmen weiter Fahrt auf. Immer mehr Hersteller bringen sowohl kabellose Over-Ears als auch In-Ears heraus. Die sind klanglich nicht mehr weit von ihren kabelgebundenen Geschwistern weg. Wer auch im Fitnessstudio oder beim Joggen nicht auf seine Musik verzichten will, möchte da vor allem zwei Dinge: Leichte Kopfhörer und möglichst keinen Kabelsalat.

(Bild: Übergizmo)

Die Kopfhörer des Jaybird Freedom mit und ohne Flügel und Stöpsel. (Bild: Übergizmo)

Diese Anforderungen erfüllt der Jaybird Freedom wie ein Boss. Das einzige Kabel befindet als Verbindung zwischen den beiden Kopfhörern, die zusammen lediglich 16 Gramm auf die Waage bringen. Den Großteil davon macht die Steuerung auf der rechten Seite aus, die auch den Akku enthält. Durch die Verlagerung des Akkus von den Kopfhörern in die Remote konnte Jaybird den Freedom wirklich verdammt klein bauen. Vor allem ohne die Ohrstöpsel wirken die Kopfhörer im Vergleich zu anderen In-Ears geradezu winzig.

Zubehör für jedes Ohr

Der Nachteil ist natürlich, dass die Fernbedienung etwas größer und schwerer ist als bei der Konkurrenz. Sie ist damit auch fast der einzige Minuspunkt beim Jaybird Freedom: Bei viel Bewegung neigt der Kopfhörer gerne mal dazu, aus dem Ohr zu rutschen, da er auf der rechten gerne rausgezogen wird. Abhilfe schaffen da die Ohrstöpsel und Flügel, die Jaybird seinen Kopfhörern in verschiedenen Größen beilegt.

(Bild: Übergizmo)

Flügel, Comply- und Silikon-Stöpsel gibt es in mehreren Größen (Bild: Übergizmo)

Zudem kann man den Freedom auch mit dem Kabel über das Ohr tragen und mit einer kleinen Klammer hinten am T-Shirt befestigen. Vor allem mit den Schaumstoff-Stöpseln ist der Halt deutlich besser. Hygienischer sind natürlich eher die Silikonstöpsel, die aber loser im Ohr sitzen.

Von diesem kleineren Manko abgesehen, macht der Jaybird Freedom aber alles richtig. Der Akku liegt bei etwas vier Stunden und ihr erweitert ihn über das anklemmbare Ladegerät um weitere vier. Praktisch ist, dass ihr das Ladegerät mitnehmen könnt, welches etwas größer ist als die Steuereinheit.

Mobiles Ladegerät und Multi-Point-Technik

Damit ladet ihr den Freedom auch ohne Steckdose noch einmal komplett auf und könnt während dieser Ladephase auch normal Musik hören. Sich dann sportlich zu betätigen ist dann aber definitiv nicht mehr sinnvoll, da der In-Ear dann noch schwerer wird. Schön ist dagegen, dass der Akkustand beim Einschalten angesagt wird, ebenso und wenn der Freedom fast leer ist.

(Bild: Übergizmo)

Das ansteckbare, mobile Ladegerät des Jaybird Freedom (Bild: Übergizmo)

Per Bluetooth 4.1 verbunden, bringt der Jaybird Freedom direkt ein Feature mit, dass man nicht mehr missen möchte, wenn man es einmal „erlebt“ hat: Multi-Point. Ihr habt damit die Möglichkeit den Kopfhörer mit zwei Geräten gleichzeitig zu koppeln. So empfangt ihr beispielsweise die Musik von eurem Computer und Telefonanrufe und Benachrichtigungen von eurem Smartphone. Ein Headset ist natürlich integriert und ihr nehmt den Anruf über einen Druck auf die Play-Taste an. Da reicht es auch, wenn ihr euch in einem Radius von zehn Metern vom Smartphone befindet, denn so hoch ist die Reichweite des Jaybird Freedom etwa.

Die unzähligen Klangwelten des Jaybird Freedom

Das Wichtigste bei Kopfhörern ist aber der Sound und da macht der Jaybird Freedom eine ausgezeichnete Figur. Der Klang ist sehr sauber, was bei anderen In-Ears oft nicht der Fall ist und vor allem die Mitteltöne oft in einem „Sumpf“ untergehen. Und basstechnisch hat Jaybird auch nicht übertrieben, so dass ein ausgewogener und klarer Klang bleibt, den man für rund 200 Euro auch erwarten darf.

(Bild: Übergizmo)

Das Klangprofil könnt ihr in der App sehr einfach ändern (Bild: Übergizmo)

Da der eine oder andere aber gerne mehr Bass auf den Ohren hat (schließlich sind Beats Kopfhörer nicht umsonst so beliebt) liefert der Jaybird Freedom etwas mit, was man getrost als Killer-Feature bezeichnen kann: Über Jaybirds MySound-App koppelt ihr eure Kopfhörer einmalig und könnt hier on the fly Höhen, Tiefen und Mitteltöne anpassen. Sprich: Während eure Musik läuft schiebt ihr ein paar Punkte hin und her und ändert den Klang.

Jaybirds MySound App

Hier kann man viel rumexperimentieren und den Klang dann auf sein eigenes Ohr anpassen. Und das dank Profilen auch für verschiedene Musikgenres. Wenn man beispielsweise Deadmau5 gerne basslastiger, Jackson And His Computer Band aber mit mehr Mitten hören will, kann man die passend angelegten Profile einfach wechseln.

Das Soundprofil wird zudem auf dem Treiber des Jaybird Freedom gespeichert, so dass ihr das letzte ausgewählte immer mit dabei habt. Auch wenn ihr die Kopfhörer mit anderen Geräten koppelt. Ihr seid also lediglich zum Ändern des Klangs auf die App angewiesen und müsst diese auch nicht als Musikplayer nutzen. Wer keine Lust zu Fummeln hat, kann aus einer Vielzahl von vorgefertigten Profilen auswählen und andersrum seins der Community zur Verfügung stellen.

Fazit

(Bild: Übergizmo)

Mit 200 Euro ist der Jaybird Freedom in der oberen Preisklasse für In-Ears angesiedelt, dafür bekommt ihr aber auch jede Menge fürs Geld. Die Kopfhörer sind sehr gut verbaut, können mit Jaybirds Stöpseln und Flügeln auf jedes Ohr angepasst werden und liefern für die Geräteklasse ausgezeichneten Klang. Sie tragen sich dank der kleinen Bauweise auch über längere Zeit sehr angenehm und sind – wichtig für Sportler – schweißabweisend.

Das absolute Schmankerl ist die MySound-App, mit der ihr den Klang jederzeit auf eure Bedürfnisse und Musik abstimmen könnt. Im Grunde kauft ihr nicht einen Kopfhörer, sondern nahezu unendlich viele. Bis zu einem gewissen Grad, den der pure Klang des Jaybird Freedom hergibt, natürlich. Wer also ordentlich klingende, verbaute und technisch ausgefeilte In-Ears sucht, macht mit den Kauf des Jaybird Freedom alles richtig.

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