Geheimnisdiebstahl: Tesla verklagt ehemaligen Top-Manager

Tesla-Händler in Walnut Creek (Bild Tesla)

Der Elektroauto-Hersteller Tesla hat am gestrigen Donnerstag Klage gegen einen ehemaligen Top-Manager seines Fahrassistenten-Projekts "Autopilot" eingereicht. Die Anklageschrift des Konzerns zählt insgesamt sechst Beschuldigungen. Unter anderem habe Sterling Anderson sich des Datendiebstahl schuldig gemacht und mehrere Mitarbeiter Teslas zugunsten eines konkurrierenden Unternehmens abgeworben.

Tesla Model 3

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(Foto: Tesla)

Das Unternehmen von Elon Musk wirft Anderson vor, zur Zeit seiner Anstellung bei Tesla „mehrere Hundert Gigabytes an vertraulichen Informationen gestohlen“ zu haben. Zweck des Diebstahls sei es gewesen, mit den Daten ein eigenes Unternehmen zu gründen. Dabei handelt es sich um das Start-up für selbstfahrende Autos, Aurora Innovations, das Anderson zusammen mit, Chris Urmson, dem ehemaligen Chefentwickler von Googles autonomen Fahrzeugen, ins Leben gerufen hat. Auch Urmson steht in Kalifornien vor Gericht.

Anderson soll mit Urmson schon am neuen Projekt gearbeitet, als er noch bei Tesla beschäftigt war, heißt es weiter in der Anklageschrieft. Zudem hätten die beiden vom Elektroauto-Konzern gezielt Mitarbeiter abgeworben, um sie für Aurora Innovations zu gewinnen. Nachdem mehrere hochrangige Angestellte gekündigt hatten, wurde auch Anderson im Dezember letzten Jahres entlassen.

Wer hat Recht, Tesla oder die Angeklagten?

Beide Angeklagten bestreiten die Vorwürfe. „Teslas haltlose Klage zeugt von Paranoia und krankhafter Angst vor Wettbewerb“, teilte Aurora Innovations dem Internetmagazin Jalopnik in einem Statement mit. Der „Missbrauch der Rechtsordnung“ sei „Rufmord“ und der „böswillige Versuch, einen „Mitstreiter zu unterdrücken“. Aurora Innovations freue sich darauf, die Anschuldigung zu widerlegen und ein erfolgreiches Geschäft um autonome Fahrzeuge aufzubauen.

Wie das Wirtschaftsmagazin Bloomberg gestern meldet, will Tesla vor Gericht erwirken, dass Aurora Innovations bis zu einem Jahr nach der Entlassung von Anderson keine ehemaligen Angestellten von Tesla einstellt. Außerdem soll dem Star-up verboten werden, Teslas Informationen rund um selbstfahrende Autos zu verwenden. Wie der Anklageschrift ferner zu entnehmen ist, fordert der Konzern Entschädigungen in monetärer und nicht-monetärer Form.

Tags :Quellen:JalopnikBloomberg

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