IT-Industrie protestiert gegen Donald Trumps Einreiseverbot

Apple Shop an der Upper West Side, New York City (Bild: Apple)

Gegen das von US-Präsident Donald Trump verhängte und sofort in Kraft getretene Einreiseverbot gegen Flüchtlinge und Bürger aus sieben muslimischen Ländern regt sich auch in der IT-Branche zunehmender Widerstand. Zu den Empörten der umstrittenen Entscheidung gehören unter anderem Google-Chef Sundar Pichai, der Mitbegründer des Internet-Giganten, Sergey Brin, Apple-Chef Tim Cook und Facebook-CEO Mark Zuckerberg.

Die Führungskräfte in der IT-Wirtschaft betonen nicht nur den Umstand, dass viele von ihnen selbst einen Migrationshintergrund haben. Sie heben auch hervor, dass der Erfolg ihrer Unternehmen wesentlich auf der Leistung zahlreicher Einwanderer in ihren Firmen beruhe.

Tim Cook schreibt in einem Memo an seine Mitarbeiter, dass Apple das Dekret der US-Regierung für falsch halte. „Apple würde ohne Einwanderung nicht existieren, geschweige denn gedeihen und erfinderisch sein, wie wir es sind“, so der Unternehmer in dem von der Internetseite The Verge veröffentlichten Schreiben. Er betonte, dass einige Mitarbeiter von der Verordnung direkt betroffen seien und dass Apple alles tun werde, „um sie zu unterstützen“.

Wie schon mehrere Male seit Trumps Bestreben, US-Präsident zu werden, hebt Cook erneut hervor, dass Apple ein „offenes“ Unternehmen sei. „Offen für jeden, egal woher sie kommen, welche Sprache sie sprechen, wen sie lieben oder an wen sie glauben.“ Diversität mache das Team von Apple „stark“.

Auch Twitter-Chef Jack Dorsey verweist auf den Beitrag von Immigranten für die Vereinigten Staaten. Die Anordnungen des US-Präsidenten seien erschütternd, schreibt er auf seiner Messenger-Plattform. „Wir profitieren davon, was Flüchtlinge und Immigranten für die USA leisten, so der Unternehmer in seinem kurzen Post.

Mark-Zuckerberg-Bill-GatesMark Zuckerberg und Sergey Brin verweisen auf ihre ausländischen Wurzeln. Der Facebook-Chef teilte auf seiner Plattform mit, dass seine Vorfahren aus Deutschland, Österreich und Polen stammen. Die Eltern seiner Frau Priscilla seien Flüchtlinge aus China und Vietnam. „Die Vereinigten Staaten sind eine Nation aus Einwanderern und darauf sollten wir stolz sein“, so Zuckerberg. Auch Brin betonte, dass er ein Geflüchteter sei. Seine Familie emigrierte 1979 in die USA, weil sie als Juden in der damaligen UdSSR Anfeindungen ausgesetzt war.

New Yorker Gericht stimmt für Betroffene

Donald Trump hat am Freitag per Dekret verfügt, dass Flüchtlinge und Bürger aus dem Irak, dem Iran, dem Jemen, Libyen, Somalia, dem Sudan und Syrien für 90 Tage nicht in die USA einreisen dürfen. Aufgrund des Verbots wurden mehrere Betroffene an US-Flughäfen festgehalten, darunter auch Menschen, die im Besitz einer Green Card und einer Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis sind. Mittlerweile hat ein Gericht in New York verfügt, das festgehaltene Flüchtlinge einreisen dürfen, sofern sie eine gültige Green Card oder ein Visum vorweisen können.

Tags :Quellen:Facebook Twitter The VergeVia:Mashable
  1. Ist nur purer Egoismus und Profitgeilheit der USA Firmen. Die haben Angst wegen weniger potentiellen Kunden. Den viele Fremde kaufen / klauen z.B. möglichst teure Smartphones um dazuzugehören. Einige beschaffen auch iPhones um diese in die Heimat zu versenden / schmuggeln, weil die dort teurer sind.

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