Divest! Irland entscheidet gegen fossile Brennstoffe

(Bild: Wikipedia) divest

Das Unterhaus des irischen Parlaments verabschiedete ein Gesetz, wonach dem Staat Investitionen in fossile Brennstoffe verboten werden.

Unter „Divest“ versteht man die Aufforderung, Investitionen in fossile Energieträger aus ökologischen und wirtschaftlichen Gründen zurückzuziehen. Genau das wird wohl in Irland geschehen. Die „Fossil Fuel Divestment Bill 2016“ besagt, dass der acht Milliarden Euro schwere irische Staatsfonds ISIF weder direkte noch indirekte Investitionen in fossile Energieträger tätigen darf.

Das ist sozusagen das Gegenteil dessen, was Donald Trump anstrebt, wenn er fossile Brennstoffe gar zum Kern der us-amerikanischen Energieversorgung machen will. Die ökologischen Nachteile einer solchen Politik sind hinlänglich bekannt, doch auch aus wirtschaftlicher Perspektive sind fossile Brennstoffe aufgrund der Gefahr einer sogenannten „Öl-Blase“ keine sichere Anlage.

Großer Erfolg für die Divest-Bewegung

Das Parlament in Irland hat sich nun für ein Divestment bezüglich fossiler Brennstoffe ausgesprochen, nur noch der Finanzausschuss muss zustimmen. Dann wäre der ISIF dazu verpflichtet, sämtliche Investitionen in fossile Brennstoffe binnen fünf Jahren zu beenden, also auch keine Anteile von entsprechenden Firmen zu kaufen.

Bislang ging noch kein Staatsfonds so weit, wenngleich das irische Verbot Alternativen auf Kohlenwasserstoff-Basis, etwa Biodiesel, ausklammert. Norwegen beschloss vor rund zwei Jahren zwar ebenfalls ein Divestment für seinen Staatsfonds – übrigens den weltweit größten -, allerdings nur bezüglich Unternehmen, deren Einnahmen zu mindestens 30 Prozent aus Geschäften mit Kohle stammen.

Tags :Via:enorm-magazin.deBildquelle :Wikipedia

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