Fake News ist Anglizismus des Jahres

Anglizismus des Jahres

Fake News sind spätestens seit der US-Präsidentschaftswahl im vergangenen Jahr nicht mehr aus unserem allgemeinen Sprachgebrauch wegzudenken. Der Begriff hat die öffentliche Debatte so sehr geprägt, dass die unabhängige Initiative "Anglizismus des Jahres" ihn zum Anglizismus des Jahres gewählt hat.

Laut der Initiative wurde der Begriff bereits im 19. Jahrhundert verwendet, um bewusste Falschmeldungen in Zeitungen zu bezeichnen. In unseren Alltag verankert wird er jedoch durch die zunehmende Rolle von sozialen Medien. Hier werden „erfundene Nachrichten“ immer häufiger verbreitet – entweder um Menschen auf bestimmte Webseiten zu locken, sie zu unterhalten oder zu manipulieren. Eine politische Konnotation bekommt der Begriff spätestens im November 2016 im Zusammenhang mit der US-Präsidentschaftswahl. Angeblich haben fake news Donald Trump zum Sieg verholfen.

Die Initiative begründet ihre Entscheidung neben der „überwältigenden und anhaltenden öffentlichen Präsenz“ des Begriffs auch mit der Tatsache, dass er „eine Lücke im deutschen Wortschatz füllt.“ Deutsche Begriffe zur Bezeichnung des von fake news abgedeckten Sachverhalts, etwa „Falschmeldung“, würden der Wirklichkeit nicht gerecht werden. „Anders als falsch (oder das englische false) bezeichnet das Adjektiv fake bewusste, in Täuschungsabsicht hergestellte Nachbildungen von Dingen“. Das mögliche Begriffs-Pendant „gefälscht“, komme zwar der Bedeutung nahe, so die Initiative, „eignet sich jedoch nicht zur Bildung von Komposita.“

Das Internet prägt auch die deutsche Sprache

Auf Platz zwei der Anglizismus-Wahl landet „Darknet“. Der Begriff gelangt der Mitte des vergangenen Jahres durch den Amoklauf in München ins Bewusstsein der Öffentlichkeit und in den allgemeinen Sprachgebrauch. Der Attentäter hatte sich die Waffen im Darknet besorgt, einem geschlossenen, schwer zugänglichen Netzwerk im Internet. Auf Platz drei schaffte es „Hate Speech“, eine Bezeichnung sozialer Phänomene wie Volksverhetzung und Diskriminierung. Auf Rang vier landet im Jahr des Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union der Begriff „Brexit“.

Die Initiative „Anglizismus des Jahres“ wählt seit 2010 alljährlich ein englisches Wort, das es in den deutschen Sprachgebrauch geschafft hat. Gewürdigt sollen damit Begriffe die „einen positiven Beitrag des Englischen zur Entwicklung des deutschen Wortschatzes“ leisten. Bisherige Anglizismen des Jahres waren „leaken“, „Shitstorm“, „Crowdfunding“, „Blackfacing“ und „Refugees Welcome“. Dieses Jahr wurde die Wahl zum ersten Mal in Zusammenarbeit mit der Arbeitsstelle „Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache“ der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften durchgeführt.

Tags :Quellen:Anglizismen des Jahres
  1. Fake- News stammen aus USA von CIA. USA soll sich also nicht so aufregen. Den USA Dienste wie CIA haben schon seit Jahrzehnten mit Falschinformationen ganze fremde Regierungen gestürzt und Massen manipuliert. Wer in Glashaus sitzt soll nicht mit Steinen werfen.

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