„Da muss man hin!“ – Apple produziert iPhone 8 in Indien

iPhone 6S und iPhone 6S Plus

Der neue unternehmerische Vorstoß von Apple-Chef Tim Cook dürfte Donald Trump gar nicht gefallen. Der US-Präsident erwartet eigentlich, dass der Elektronik-Konzern seine Produktionsstätten in die USA verlegt. Dabei übte er auf Apple entweder Druck aus oder lockte das Unternehmen mit Steuerversprechen. Cook ließ sich davon nicht beeindrucken. Wie das Wirtschaftsmagazin Bloomberg heute berichtet, lässt er das iPhone 8 in Indien bauen.

iPhone 7 & iPhone 7 Plus

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iPhone 7 von unten

Während sich Trump ärgern dürfte, ist die Freude in Indien groß. Der IT-Minister des Bundesstaates Karnataka, Priyank Kharge, teilte gestern in einem Twitter-Eintrag mit, dass Apples Absichten, iPhones in Bengaluru, der Hauptstadt von Karnataka, zu bauen für Fortschritt in Indien sorgen werde. Wie Bloomberg unter Berufung des Ministers berichtet, werde die Produktion noch im April dieses Jahres in Angriff genommen. Apple-Verantwortliche hätten sich mit dem Minister diesen Monat getroffen und ihm für diesen Termin eine Zusage erteilt.

Von Apple liegt noch keine Stellungnahme zum Sachverhalt vor. Fest steht, dass die iPhones in den Fabriken des taiwanischen Herstellers Wistron gefertigt werden.

Cooks Entscheidung für Indien als neue Produktionsstätte ist dem wachsenden Absatzmarkt für Apple- und insbesondere für iPhone-Produkte in dem von 1,3 Milliarden Menschen bewohnten Land geschuldet. Dagegen sind die Verkaufszahlen in Ländern wie China und anderen großen Märkten rückläufig.

Tim Cook: An Indien kommt man nicht vorbei

Laut Bloomberg habe Apple im vergangenen Jahr 2,5 Millionen iPhones in Indien verkauft, was einem Marktanteil von zwei Prozent entspricht. Aktuell belegt Apple mit seinen iPhones Rang zehn der Smartphone-Verkäufer. Doch Cook und Apple blicken zuversichtlich in die Zukunft. Bis zum Jahr 2020, wenn in Indien jährlich schätzungsweise 750 Millionen Smartphones abgesetzt werden, sollen ein Großteil davon iPhone-Produkte sein. Auf lange Sicht sei die Produktionsverlagerung von iPhones nach Indien ein wichtiger Schritt, teilte Cook mit. Man werde die Investitionen in Zukunft ausweiten. Denn Indien sei ein Land, wo man hin müsse, so der Unternehmer.

Tags :Quellen:Bloomberg
  1. Unternehmens- Strategisch voll OK.
    Besonders wenn diese Produkte in Asien (z.B. China + Indien) immer mehr Kunden finden, die diese extreme Preise bezahlen können.
    Apple dürfte in China und in Indien bald wesentlich mehr iPhones verkaufen als in USA!
    Den immer mehr Neureiche Asiaten haben noch alten Hunger nach sich etwas Leisten zu können, und damit zu prahlen.

    Und in zwei bis vier Produktzyklen dürfte Roboterfertigung so gut optimiert sein, dass Produktion auch in USA erfolgen könnte, aber fast ohne Jobs für First Amerika.

    Auch wenn die Apple Produkte u.a. wegen zu vielen Restriktionen und Überteuerung mir unsympathisch sind, muss ich diese Managemententscheidung loben.

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