Uber CEO gibt Trump einen Korb

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Travis Kalanick, CEO des Taxi-Dienstleisters Uber verlässt das Tech-Beraterteam von Donald Trump. Grund dafür: die Migrationspolitik der neuen US-Regierung. Die stehe im klaren Widerspruch zu den Überzeugungen seines Unternehmens.

Uber war im Rahmen der verschärften Migrationsgesetze des neuen US-Präsidenten scharf in die Kritik geraten. Über 200.000 User hatten ihren Account gelöscht, nachdem dem Unternehmen vorgeworfen wurde, die spontanen Flughafenproteste zu unterlaufen. Uber hatte weiter Kunden von und zum zu dem Zeitpunkt blockierten Flughafen-Terminal transportiert, obwohl die New Yorker Taxi-Unternehmen zum Streik aufegrufen hatten.

Uber drohte ein PR-Desaster. Kalanick hatte darauf ein Gespräch mit Donald Trump gesucht, das die Exekutivbeschlüsse des Präsidenten zur Einschränkung muslimischer Einwanderer zum Gegenstand hatte.

Wie verhält sich das Silicon Valley in Zukunft gegenüber Trump?

In einer Nachricht an die Uber-Mitarbeiter, die der New York Times zugespielt wurde, erklärt Kalanick nun seinen Austritt aus dem Beraterteam, bestehend aus Silicon-Valley-Größen. „Es gibt viele Wege für eine gerechte Veränderung in Migrationsfragen, für die wir in Zukunft eintreten werden“, schrieb der CEO in seiner E-Mail an die Mitarbeiter des Unternehmens, „aber weiter in dem Rat zu bleiben, würde dem im Wege stehen.“

Der Austritt Kalanicks zeigt symptomatisch die Schwierigkeiten des Umgangs der US-Tech-Branche mit der neuen US-Administration. Viele CEOs hatten in letzter Zeit versucht, einen Weg der Kooperation mit der neuen Regierung zu beschreiten. Dazu zählt auch Elon Musk, Gründer des Weltraumunternehmens SpaceX, der aktuell mit Tunnelbauarbeiten für sein neues Transportsystem in Los Angeles befasst ist.

Auch bei anderen Unternehmen der Tech-Branche regt sich Widerstand gegenüber den Postionen der neuen Regierung. Schließlich sind viele ihrer Vertreter selbst Einwanderer, die in der Vergangenheit von einer offenen Migrationspolitik profitiert haben. Bei Google haben Mitarbeiter ihren Protest offen kund getan. Unmut regt sich auch in den Firmenzentralen von Facebook und vor allem bei Twitter.

Mitarbeiter des Kurznachrichtendienstes beschwerten sich, dass Donald Trump zu sehr von Twitter profitiere, ohne hinter den Werten des Unternehmens zu stehen.

Tags :Quellen:WiredVia:The New York Times
  1. Dürfte nur purer Opportunismus zum Zweck sein…
    Wer Nichts wird, wird oft Taxifahrer oder Uber- Fahrer.
    Und die muss Uber noch wenige Jahre bei Laune halten.
    Aber nur bis selbstfahrende Autos auf dem Markt sind.
    Dann werden Alle Uber- Fahrer und Taxi- Fahrer entsorgt…

  2. Uber hat noch einen zweiten sehr wichtigen Grund gegen Trump Politik zu sein:
    „Amerika first Politik“, könnte sich gegen die selbstfahrende Autos richten, um die bald überflüssigen und nutzlosen „Taxifahrer-Jobs“ zu protektionieren.
    Ubers Endziel, ist es aber mit selbstfahrenden Autos Geld zu verdienen. Den mit menschlichen Fahrer ist es viel teurer, und die meckern ständig und versuchen vor Gerichten noch mehr auszupressen.

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