Test: Teufel Mute BT – Der neue leise Laute

teufel mute bt aufmacher

Die Teufel Mute BT Over-Ear-Kopfhörer treten dank Bluetooth und aktiver Geräuschunterdrückung (Active Noise Cancelling = ANC) gegen deutlich teurere Exemplare von Bose und Sennheiser an. Ob die Teufel Mute BT mithalten können, zeigt dieser Test.

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Teufel Mute BT

 PRO

 CON

 (Bild: Übergizmo)Guter ausgewogener Klang  (Bild: Übergizmo)Verarbeitung nicht perfekt
 (Bild: Übergizmo)Gutes Noice Cancelling …  (Bild: Übergizmo)… wenn auch nicht so gut vom Marktführer
 (Bild: Übergizmo)Sehr gutes Preisleistungsverhältnis  (Bild: Übergizmo)Tasten fühlen sich alle gleich an

Teufel Mute BT – Viel Feature pro Euro

Die Teufel Mute BT (hier gehts zum Online-Shop) kosten 200 Euro. Das klingt erstmal ziemlich viel für einen Kopfhörer. Allerdings kosten Over-Ear-Kopfhörer mit Bluetooth und ANC teilweise deutlich mehr. So zahlt man zum Beispiel für den Bose QC35 (zum Test), der von vielen als ANC-Primus betrachtet wird, derzeit 310 Euro. Die Sennheiser PXC 550 (zum Test) und die Sony MDR-1000X reißen mit etwa 400 Euro sogar ein noch tieferes Loch in den Geldbeutel. Klar gibt es auch Kopfhörer mit vergleichbaren Features unter 200 Euro. Aber Teufel wäre nicht Teufel, wenn sie sich in Bezug auf die Gesamtqualität nach oben orientieren würden.

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Optik & Verarbeitung

Ähnlich wie die Bose QC35 bestehen die Teufel Mute BT überwiegend aus Kunststoff. Auf den dunklen Ohrmuscheln prangt groß in grau das Teufel-Logo. Bei Bewegung knarzen die Teufel Mute BT leicht, was beim Tragen jedoch nicht stört. Teufel verzichtet auf farbliche Akzente. Die Form finden wir etwas gewollt. Es mischen sich viele unterschiedliche Ansätze, es fehlt eine klare Designsprache. Dadurch wirken die Teufel Mute BT etwas überladen und unnötig wuchtig. Etwas mehr Mut zum Minimalismus hätten den Mute BT sehr gut getan.

Der Bügel geht nicht direkt von der Ohrmuscheln nach oben, sondern hebt sich zunächst etwas seitlich ab, was die ohnehin schon großen Kopfhörer nochmal etwas massiver wirken lässt. Mir persönlich gefallen sie auf meinem ohnehin schon großen Kopf deswegen nicht so gut wie zum Beispiel die Sennheiser PXC 550. Aber das ist klar Geschmackssache und muss jeder potenzielle Käufer vor dem Spiegel selbst entscheiden.

Der Bügel lässt sich für den Transport etwas einfahren und die Ohrenteile um 90 Grad um die eigene Achse drehen. Einen Klappmechanismus hat Teufel hier nicht verbaut, weswegen die Kopfhörer stets recht sperrig sind.

Dafür legt Teufel ein Hard-Case bei, welches zu den Besten seiner Art gehört. Seine Form passt sich perfekt den Teufel Mute BT an und schützt sie optimal. In der Tasche befindet sich auch noch Platz für das mitgelieferte Micro-USB-Ladekabel, den Klinke-zu-Klinke-Adapter und den Flugzeugadapter.

Die Ohrenteile sind von weichem Formposter gerahmt und tendenziell etwas enger als die der Konkurrenz. Meine Ohren passten gerade so hinein. Der Anpressdruck ist recht hoch, weswegen ich beim ersten Aufsetzen Bedenken hatte, dass die Teufel Mute BT schnell unangenehm werden. Dem ist aber nicht so. Erst nach etwa vier Stunden nonstop auf meinem Kopf meldeten sich meine Lauscher, dass sie eine Pause bräuchten.

Active Noice Cancelling – ANC

Bose gilt als das Unternehmen, welches die aktive Geräuschunterdrückung am effektivsten in seine Kopfhörer verbaut. Sogar so effektiv, dass einige Nutzer bei Bose von einem Gefühl des Unterdrucks sprechen. Trotzdem darf man auch beim Bose-ANC keine Wunder erwarten. Gefiltert werden überwiegend tiefe Frequenzen, die gerade bei Flügen oder im Zug / S-Bahn besonders nerven. Genau diese tiefen Frequenzen filtern auch die Teufel Mute BT Kopfhörer zuverlässig heraus, was sie zu sehr guten Reisebegleitern macht.

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Sobald es etwas hochfrequenter wird, zeigen sich die Bose QC35, aber auch die Sennheiser PXC 550, deutlich effizienter. Wer also seine plapperten Sitznachbarn verstummen lassen möchte, könnte mit den Konkurrenzprodukten besser bedient sein. Dafür versteht man die Flugbegleiter auch mit den Teufel Mute BT auf dem Kopf noch gut.

Akku

Ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber den meisten Konkurrenten stellt der wechselbare Varta-Akku dar. Sollte die Akkukapazität (3,7V 660mAh 5,5Wh) nach einigen Jahren nachlassen, kann der Akku selbst nachgekauft und gewechselt werden.

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Teufel selbst gibt die Akkulaufzeit bei mittlerer Lautstärke, Bluetooth und ANC mit 28 Stunden an. Gefühlt könnte diese Laufzeit erreicht werden, 20 Stunden sind es aber auf jeden Fall. Wird dank des mitgelieferten Kabels auf Bluetooth verzichtet oder die aktive Geräuschunterdrückung abgeschaltet, sollte sich die Akkulaufzeit verdoppeln. Sind beide Funktionen abgeschaltet benötigen die Teufel Mute BT überhaupt keinen Strom.

Bedienung

Alle Bedienelemente befinden sich an der linken Ohrmuschel. Dabei fühlen sich beim Ertasten alle gleich an – sogar die Abdeckung der Micro-USB-Buchse könnte beim reinen Erfühlen eine Taste darstellen. Das hat Teufel nicht gut gelöst. Andere Oberflächenstrukturen wie Riffelungen hätten klar geholfen.

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Zum Glück merkt man sich dennoch nach kurzer Zeit, wo sich die jeweiligen Knöpfe befinden und trifft sie nach einiger Übung zuverlässig. Neben Laut/Leise lässt sich hier auch Pausieren oder einen Song nach vorne, bzw. zurück springen.

Klang

Bezüglich des Klangs müssen sich die Teufel Mute BT nicht vor ihren teureren Kollegen verstecken. Die 40 mm Speaker klingen ausgewogen, wobei der Fokus leicht auf den mittleren Frequenzen liegt. Dadurch wirkt der Sound offen und einladend. Ganz Teufel untypisch liegt diesmal kein besonderes Augenmerk auf den Bässen. Gerade der ausgewogene Klang macht die Teufel Mute BT zu echten musikalischen Allroundern.

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Die Teufel Mute BT können dank integriertem Mikrofon auch als Freisprecheinrichtung genutzt werden. Im Test war das Gegenüber klar und deutlich verständlich und auch wir selbst wurden sehr gut verstanden.

Teufel Mute BT Fazit

Die Teufel Mute BT sind gut. Ganz besonders wenn man ihren vergleichbar günstigen Preis von 200 Euro bedenkt. Dennoch gibt es kaum eine Kategorie, in denen sie die großen, deutlich teureren Konkurrenten abhängen. Sie sehen nicht ganz so gut aus, sind nicht ganz so perfekt verarbeitet, sitzen nicht ganz so bequem und lassen sich umständlicher bedienen. Dafür bieten sie einen guten Klang, eine gute aktive Geräuschunterdrückung und eine hervorragende Akkulaufzeit mit Wechselakku.

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Wer 200 Euro für einen Over-Ear Kopfhörer mit Bluetooth und ANC ausgeben will, der sollte unbedingt den Teufel Mute BT eine Chance geben. Wer hingegen 300 Euro investieren kann, greift vielleicht lieber zu den Bose QC35, die den Teufel Mute BT in quasi allen Punkten eine Nasenlänge voraus sind.

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  1. Danke für den Test. Ich habe mir damals die Sony MDR-ZX770BN gegönnt und bin soweit sehr zufrieden. Sie sind auch noch etwas günstiger. Vielleicht also eine Alternative, falls jemand unter 150 Euro für vergleichbare Bluetooth-Kopfhörer davon kommen will.

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