5G, Cloud und Video: Darauf will sich Huawei als Carrier konzentrieren

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Huawei lässt nicht nur Smartphones und Tablets produzieren, sondern tritt auch als Carrier für mobile Datenübertragung auf. Im Vorfeld des Mobile World Congress (MWC) in Barcelona gab man nun in London die zentralen Themen der eigenen Zukunft bekannt.

Zhilei Zou, Präsident der Huawei Carrier Business Group, sagte, man „wolle die Betriebseffizienz und Netzwerkgelegenheiten verbessern, damit die Bedürfnisse der Endnutzer befriedigt werden können.“ Solange die Möglichkeit solcher Verbesserungen besteht, könne man auch ein gutes Wachstum erreichen, so Zou.

Konkret macht Huawei die Anforderungen vor allem an drei Bereichen fest: eine schnelle 5G-Datenverbindung, All-Cloud-Dienste und der starke Fokus auf Video-Inhalte. 

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Schon in der Vergangenheit hatte man den Video-Bereich als großes Wachstumspotential wahrgenommen. Angesichts der enormen Datenmengen, die durch Streaming-Dienste wie Maxdome oder Netflix verursacht werden, verwundert diese Haltung kaum.

Kunlong Li, Direktor von Huawei´s Carrier Video Business, erwähnte einen Vermittler in Südkorea, dessen Video-Einkünfte sich mit den Breitband-Einkünften bereits die Waage halten. In den USA seien außerdem die Box Office-, also Kinokarteneinnahmen, mittlerweile gleich auf mit den Video-On-Demand-Einnahmen.

Netzneutralität als Hürde?

Huawei denkt natürlich darüber nach, wie sich der Transport von Videodaten am meisten lohnen kann. Dies beginne mit der Monetarisierung von Breitbandkapazität. Als nächste Stufe ließe sich die Video-Erfahrung monetarisieren, also beispielsweise 4K-Inhalte  zusätzlich mit Gebühren versehen.

Beim Satellitenfernsehen ist es bereits Gang und Gäbe, für höher auflösende Programme mehr zu bezahlen. Bei Internetübertragungen könnte die von Geld abhängige Benachteiligung bzw. Bevorzugung einzelner Daten hingegen unter Umständen die Netzneutralität verletzen.

Bestätigt: Huawei zeigt P10 und Watch 2 auf dem MWC

Und natürlich will Huawei auf dem MWC in Barcelona auch über 5G sprechen. 2018 sollen schließlich die ersten kommerziellen Produkte verfügbar sein. Die Unternehmen müssen sich dabei laut Ken Wang von Huawei vor allem an drei Fronten auf die neue Technologie vorbereiten: in der Netzwerkarchitektur, dem Spektrum sowie dem Geschäft.

5G soll insgesamt die Breitbandverbindung von Haushalten verbessern, also entweder neu ermöglichen oder bestehende Breitbandverbindungen beschleunigen. „Um 5G-orientierte Dienste zu entwickeln, müssen wir aber nicht warten, bis 5G Netzwerke bereit sind“, meint Zhou. Unternehmen können schon jetzt die 4.5G-Technologie nutzen. Bislang seien dies 68 Firmen, im Laufe des Jahres wird sich die Zahl nahezu verdoppeln.

Huawei setzt den Fokus auch auf „All Cloud“

Sieben neue „All Cloud“-Produkte und -Lösungen will Huawei auf dem MWC präsentieren. In den nächsten zwei bis drei Jahren möchte das chinesische Unternehmen laut Libin Dai schließlich „Verfechter, Vermöglicher und Führer“ in dieser Hinsicht sein.

Ähnlich markige Worte hat Huawei zuletzt auch bezüglich der eigenen Position auf dem Smartphone-Markt geäußert. Dort möchte man in wenigen Jahren Apple als zweitgrößten Hersteller überholt haben. Ob das rasante Wachstum anhält, wird sich aber noch zeigen.

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