Samsung-Chef bekommt Haftbefehl

(Bild: ZDNet.com)

Samsung-Chef Lee Jae-Young hat einen Haftbefehl wegen eines Bestechungsskandals um die südkoreanische Präsidentin Park Geun-Hye erhalten. Das kann für den Manager sehr schiefgehen.

Der Manager Lee Jae-Young hatte sich vor einem Monat 15 Stunden lang Ermittlern Fragen beantwortet. Doch nun sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft Beweise gefunden worden, die strafbare Handlungen aufzeigen könnten, teilte Bloomberg mit. Das Unternehmen hat angeblich Gewinne verschleiert und Vermögenswerte im Ausland versteckt.

Schon im Januar hatte die Staatsanwaltschaft nach einem rund 22-stündigen Verhör einen Haftbefehl gegen Lee erwirkt, den ein Gericht jedoch kurz darauf aus Mangel an Beweisen wieder aufhob. Die Ermittler kündigten daraufhin an, weitere Belege für die Verwicklung des Managers in den Skandal vorzulegen.

Hintergrund ist eine umstrittene Firmenübernahme. Samsung soll einer Vertrauten der Präsidentin rund 40 Millionen Dollar gezahlt haben, um die Zustimmung der Regierung beziehungsweise des staatlichen Rentenfonds zu erhalten. Die Fusion der beiden zur Samsung-Holding gehörenden Unternehmen sollte die Kontrolle der Familie Lee über den Konzern stärken.

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Die Staatsanwaltschaft unterstellt, dass Lee nicht nur von der Schmiergeldzahlung wusste, er soll die 40 Millionen Dollar aus Firmenvermögen bezahlt und damit unterschlagen haben. Gegenüber den Ermittlern erklärte er, er sei von der südkoreanischen Präsidentin Park genötigt worden. Die Vertraute der Präsidentin, über die die Zahlung angeblich abgewickelt wurde, bestreitet indes, in den Firmenzusammenschluss verwickelt zu sein.

Vater bleibt an der Spitze

Offiziell steht weiterhin Lees Vater Lee Kun-Hee an der Unternehmensspitze. Aufgrund gesundheitlicher Probleme leitet jedoch Lee Jae-Young die Geschäfte. Im Herbst 2016 wurde er zudem zum Inside Director ernannt. Ihm stehen mit den Chefs der Chipsparte, der Mobilsparte und des Geschäftsbereichs Consumer Electronics drei weitere „interne Direktoren“ zur Seite. Lee ist zudem seit 2008 das erste Mitglied der Gründerfamilie, das den Posten eines Inside Direktors bekleidet.

Tags :Quellen:Mit Material von Stefan Beiersmann, Zdnet.de
  1. Wir sollten nicht immer mit dem Finger auf andere Zeigen, hier läuft der goldene Esel auch am Finanzamt vorbei, direkt nach Holland um von dort auf Holdings oder in Hilfsorganisationen wie die von Bill Gates oder der Clinton Foundation, dort ist es schön sicher vor der Steuer ;-) Denn bei diesen riesigen Summen an Geld die solche Organisationen verwalten wundert mich deren stille und die wenigen Projekte die an die Öffentlichkeit kommen.

    Aber zurück zur Art und Weise wie die Steuerngelder der Großkonzerne hierzulande verschwinden.

    Hier wird es sehr schön beschrieben—>https://www.youtube.com/watch?v=nuZMSWDIdD0

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  3. Bei den subjektiven empfinden der Koreaner, ist der „Gesichtsverlust“ der bei polizeilichen Ermittlungen entsteht eine sehr harte Strafe.
    Es ist oft schlimmer als Geld oder Knast- Strafe.
    Interessant auch die langen Verhörzeiten von 15 und 22 Stunden.
    Wenn die ohne Schlafpausen erfolgten dann ist es Folter durch Schlafentzug!
    Das ganze riecht nach Parteispenden / Politikerfinanzierung mit politischen Hintergrund…

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