Space X verschiebt Mars-Mission „Red Dragon“ um zwei Jahre

(Bild: SpaceX)

Eigentlich wollte Space X im kommenden jahr eine Raumsonde auf den Mars schicken, wie Konzernchef Elon Musk bereits im April vergangenen Jahres mitgeteilt hatte. Doch nun sieht sich das Raumfahrtunternehmen gezwungen, die "Red Dragon"-Mission zu verschieben. Als nächsten Termin hat der Konzern das Jahr 2020 anvisiert.

Wie die SpaceX-Präsidentin Gwynne Shotwell am vergangenen Freitag auf einer Presssekonferenz mitteilte, wolle das Unternehmen mehr Arbeit in das bemannte „Falcon Heavy“-Programm investieren. Aus diesem Grund sei die „Red Dragon“ noch nicht bereit für den Termin im nächsten Jahr. Einen genauen Termin nannte Shotwell nicht. Die US-amerikanische Ingenieurin leitet seit 2008 als Präsidentin die operativen Geschäfte von Space X.

Mit der „Red Dragon“-Mission sollte eine unbemannte Raumsonde auf dem roten Planeten landen. Sie war als Meilenstein für weitere Projekte ausgerufen worden. Es sollten Technologien getestet werden, deren langfristiger Zweck die schrittweise Besiedlung des Planeten sei. Im Jahr 2024 sollten die ersten Pioniere, 100 Menschen, den Mars kolonisieren.

2020 ist das Jahr der Marsmissionen

Dass Space X den nächsten Termin für den Start den „Red Dragon“-Mission auf 2020 verlegt hat, hat einen Grund. In diesem Jahr ist die Entfernung zwischen der Erde und dem Mars am geringsten, sodass die Kosten für einen Flug zum roten Planeten am geringsten wären. Auch andere Raumfahrtorganisationen haben ihre Marsmissionen auf dieses Jahr terminiert, darunter die NASA.

Space X hatte am gestrigen Samstag den Start einer „Falcon 9“-Trägerrakete abbrechen und verschieben müssen. Laut Angaben der Raumfahrtbehörde NASA war ein technisches Problem Grund für die Entscheidung. Mit der Mission sollten 2,5 Tonnen Versorgungsgüter an die internationale Raumstation (ISS) geliefert werden.

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