MWC: HTC U Ultra & Play: Mit Glas-Phones zu neuem Glanz? [Videos]

(Bild: Übergizmo/Andreas Fuchs)

Mitte Januar zeigte HTC zum ersten Mal die neuen Smartphones U Ultra & Play. Nun haben wir uns die Geräte auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona noch einmal ansehen können. Hier die Bilder sowie Videos.

HTC U Ultra&Play

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HTC U Ultra & Play
(Bild: Übergizmo/Andreas Fuchs)

Mit einer gänzlich neuen Smartphone-Reihe will HTC wieder an Bedeutung im Smartphone-Markt gewinnen. Die ersten beiden U-Geräte fallen schon einmal auf: das U Play und U Ultra kommen mit gläserner Vorder- und Rückseite, einem Dual-Display und KI-Features.

Das HTC U Ultra kommt mit einem großen 5,7 Zoll Display, das 1.440 mal 2.560 Pixel auflöst. Je nach Ausführung wird das Gerät von Corning Gorilla Glass 5, oder Sapphire Crystal Glass geschützt. Letzteres kommt in der Variante mit 128 GByte internen Speicher zum Einsatz, ersteres Displayglas in der Variante mit 64 GByte internen Speicher. Eine Besonderheit des U Ultra-Smartphones: ein zweites 2,05 Zoll-Display (160 mal 1.040 Pixel) über dem eigentlichen Bildschirm und neben der Frontkamera. Darin werden sich mitunter Benachrichtigungen anzeigen lassen, ohne die Wiedergabe des Haupt-Screens zu beeinträchtigen.

HTC Sense mit künstlicher Intelligenz

Außerdem wurden vier Mikrofone in der Front verbaut. Sie sollen permanent empfangsbereit sein und der Stimmerkennung dienen. Der Grund: das Smartphone soll sich optional via Stimmerkennung entsperren lassen. Alternativ geht das Entsperren auch mit der virtuellen, KI-gesteuerten Assistenz oder dem Fingerabdrucksensor.

(Bild: Übergizmo/Andreas Fuchs)

Der zweite Bildschirm über dem ersten Bildschirm. (Bild: Übergizmo/Andreas Fuchs)

Die Stimmerkennung ist Teil des HTC Sense Companion, also einer persönlichen Assistenz auf Basis künstlicher Intelligenz. Die Software lernt dabei den oder die Nutzende/n kennen und gibt entsprechende Tipps, die sich zum Beispiel am Wetter oder dem Verkehr orientieren. Per Spracheingabe sollen sich auch Navigationsbefehle, Anrufe oder Alarme tätigen lassen.

HTC U Ultra im Unboxing-Video

Im Inneren taktet ein Qualcomm Snapdragon 821 auf vier Kernen (2×2.15 GHz Kryo & 2×1.6 GHz Kryo) und wird begleitet von 4 GByte RAM sowie der Adreno 530 Grafikeinheit. Als Betriebssystem ist Android Nougat 7.0 vorinstalliert. Zur Kommunikation dienen Dual-Band-WLAN a/b/g/n/ac, Bluetooth 4.2, GPS oder NFC sowie eine USB 3.1-Schnittstelle mit Typ-C-Anschluss. Ein klassischer Kopfhöreranschluss fehlt im U Ultra, stattdessen wird der Ton über den USB-Typ-C-Anschluss übertragen.

Vielversprechende Kamera

Viel Technik steckte HTC auch in die Kameras. Rückseitig fotografiert man beim U Ultra mit einer 12 MP-Knipse. Dank der f/1.8-Blende könnten auch bei schlechten Lichtverhältnissen gute Bilder gemacht werden. Außerdem hat der Hersteller einen optischen Bildstabilisator, Laser- und Phasenerkennungs-Autofokus und Dual-LED-Blitz integriert. Videos lassen sich bei 30 Bilder pro Sekunde mit 2.160p aufzeichnen (schärfer als Full-HD) und bei 120 Bilder pro Sekunde (für Slow-Motion-Aufnahmen) in HD-Qualität speichern. Die Frontkamera löst sogar mit 16 Megapixel auf und filmt mit bis zu 1.080p (Full-HD).

(Bild: Übergizmo/Andreas Fuchs)

(Bild: Übergizmo/Andreas Fuchs)

Das 170 Gramm schwere U Ultra misst in der Dicke acht Millimeter. HTC hat einen nicht wechselbaren 3.000 mAh-Akku in das Smartphone verbauen können. Bei der Größe des Mobilgeräts hätte wir uns an dieser Stelle etwas mehr erhofft, wobei die tatsächlichen Laufzeiten des Geräts sich ohnehin noch beweisen müssen.

LTE-fähig (Cat 12) ist das U Ultra natürlich auch, außerdem lassen sich zwei SIM-Karten ins Smartphone legen. Wem der interne Speicher nicht genügt, der oder die kann den zweiten SIM-Kartenslot auch als Speichererweiterung verwenden und eine MicroSD-Karte (mit bis zu 2 TByte) einsetzen.

(Bild: Übergizmo/Andreas Fuchs)

(Bild: Übergizmo/Andreas Fuchs)

Auch rein äußerlich macht das U Ultra durchaus etwas her. Außergewöhnlich ist das Glasgehäuse wegen einer speziellen Fertigungstechnologie, bei der Glas unter hohem Druck und großer Hitze dreidimensional gebogen wird. Im resultierenden „Liquid Surface“ lagern letztlich verschiedene Mineralien, die einen Tiefeneindruck erzeugen. Lichtreflexionen sollen die Rückseite wie eine Flüssigkeit erscheinen lassen. Die Geräte werden in Schwarz, Weiß, Rosa oder Blau angeboten. Die seitlichen Rahmen bestehen aus Aluminium und bieten Platz für die haptischen Tasten.

HTC U Ultra vs. HTC U Play – Design und Unterschiede

Der Preis des HTC U Ultra wird bei 749 Euro bzw 849 Euro für die Variante mit 128 GByte internen Speicher und Saphir-Glas liegen.

HTC U Play: die Unterschiede zum U Ultra

Mit mindestens 449 Euro ist das U Play ein ganzes Stück günstiger als das U Ultra. Der Unterschied macht sich auch in den technischen Spezifikationen bemerkbar, so misst das U Play noch 5,2 Zoll Bildschirmdiagonale und löst dabei 1.080 mal 1.920 Pixel auf. Der Akku schrumpft auf 2.500 mAh (erste Tests zeigen hier ein vergleichsweise schlechtes Ergebnis) und das Gewicht gleichzeitig auf 145 Gramm. Die beiden Speicherausstattungen wurden ebenfalls reduziert und betragen 32 GByte oder 64 GByte.

(Bild: Übergizmo/Andreas Fuchs)

(Bild: Übergizmo/Andreas Fuchs)

Immerhin, LTE und Dual-SIM findet man auch im U Play. Als Displayschutz gibt es ausschließlich Corning Gorilla Glass und als Betriebssystem ist vorerst nur Android 6.0 Marshmallow vorinstalliert. Anstelle einer Qualcomm-CPU wurde im U Play überdies die Mediatek MT 6755 Helio P10-CPU integriert, die auf acht Kernen taktet (4×2.0 GHz Cortex-A53 & 4×1.1 GHz Cortex-A53). Hinzu kommt eine Mali-T860 Grafikeinheit sowie, je nach Ausstattung, 3 oder 4 GByte Arbeitsspeicher.

(Bild: Übergizmo/Andreas Fuchs)

(Bild: Übergizmo/Andreas Fuchs)

Die rückseitige Kamera unterscheidet sich ebenfalls zum Kamera-Sensor des U Ultra. So löst die Kamera des U Play mit 16 (statt 12) Megapixel auf, ist lichtundurchlässiger (f/2.0) und filmt maximal in Full-HD bei 30 Bildern pro Sekunde. Die Frontkamera ist dafür identisch mit der Kamera des U Ultra.

(Bild: Übergizmo/Andreas Fuchs)

(Bild: Übergizmo/Andreas Fuchs)

Die Anschlüsse sowie Schnittstellen zur Drahtlosverbindung sind bei beiden Smartphones gleich – mit der Ausnahme des USB-Anschlusses, der beim U Play nur den USB2.0-Standard unterstützt, allerdings ebenfalls als USB-Typ-C-Anschluss. Ein Fingerabdrucksensor ist ebenfalls an Bord. Der zweite Bildschirm neben der Frontkamera fehlt dem U Play allerdings auch.

Das KI-Feature des HTC Sense Companion wird indes erst im zweiten Quartal als Software-Update auf die beiden U-Geräte aufgespielt werden. Also noch keine Künstliche Intelligenz  zum Start. Gefallen euch die beiden Smartphones trotzdem?

 

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