MWC: Netflix-Chef Reed Hastings spricht über Zukunft des Fernsehens

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Die großen Streaming-Dienste wie Netflix und Amazon bieten ihre Inhalte heutzutage auf vielen Abspielgeräten an - angefangen mit dem Fernseher über Notebooks bin hin zu Smartphones. Doch wie sieht die Zukunft des Streamings resp. Fernsehens aus? Darüber hat Netflix-CEO Reed Hastings auf der diesjährigen Mobilfunkmesse MWC auf einer Podiumsdiskussion gesprochen. Das Fazit: Das Fernsehen der Zukunft verspricht fantastischer zu werden, als es sich die künhsten Sci-Fi-Autoren je hätten ausdenken können.

Wie Hastings auf der Mobile World Congress erkennen ließ, ist Netflix gegenüber jeder erdenklichen Entwicklung der Fernseh- und Videotechnologie aufgeschlossen. Egal ob in Zukunft das Konzept der Virtual Reality zum Standard werden wird oder Inhalte auf Kontaktlinsen gestreamt werden, der Streaming-Dienst wäre bereit, sich an jede Technik anzupassen.

Netflix 2017

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Bild: Netflix
BoJack Horseman Season 3 premiering on Netflix on July 22, 2016. The series stars Will Arnett, Aaron Paul and Amy Sedaris. (Photo Netflix)

„Sollte sich Virtual Reality durchsetzen, dann werden wir uns anpassen“, so Hastings bei der Podiumsdiskussion in Barcelona. „Sollten Kontaktlinsen stark genug werden, dann werden wir uns auch daran anpassen.“ Er wisse zwar noch nicht, welche Plattformen in fünf oder zehn Jahren Standard werden, eines sei aber sicher: „Die Qualität von Netfllix wird  auf jedem Gerät unglaublich“ sein.

Was die Kontaktlinsen-Technologie angeht, so hat Netflix kürzlich mit einem Werbeclip zu der Serie „Black Mirror“ eine ambivalente Haltung zu dem Thema zum Ausdruck gebracht. In Anlehnung an die dritte Episode der ersten Staffel von „Black Mirror“, „The Entire History of You“, zeigt der Spot eine Wirklichkeit, in der das Phänomen Virtual Reality einen festen Platz in unserer Gesellschaft eingenommen hat.

VR-Brille oder Kontaktlinsen – Fernsehen wird Science-Fiction sein

Der Nutzer, so die düstere Vision von Netflix in dem Clip, taucht in Zukunft nicht mittels VR-Brillen in die virtuelle Realität ein. Vielmehr benutzt er dafür Kontaktlinsen, die er über ein Implantat am Nacken jederzeit ein- und ausschalten kann. „What if the things you love could always be with you“, fragt der Streaming-Anbieter und verweist damit auf eine Wirklichkeit in einem schon jetzt um sich greifenden Smart-Zeitalter.

Ob die Zukunft des Streamings so radikal ausfallen wird, wie in dem Spot dargestellt, bleibt abzuwarten. Eines ist für Hastings klar: Egal welche Technik sich durchsetzen wird, auf die Ästhetik des Erzählens wird sich diese nicht auswirken. Man werde keine Geräte-spezifische Inhalte produzieren. Das Augenmerk werde auch in Zukunft auf das Geschichten-Erzählen liegen, egal ob die Inhalte auf kleineren oder größeren Geräten, auf VR-Brillen oder Kontaktlinsen abgespielt werden. Von zentraler Bedeutung werde auch morgen das Band zwischen dem Zuschauer und dem Inhalt sein.

Tags :Quellen:Mashable

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