Auto der Zukunft: Volkswagen stellt Konzeptauto Sedric vor

Volkswagens Beitrag zur vollautomatisierten Mobilität: das Konzeptauto Sedric

Während Volkswagen noch immer mit den Folgen des Abgasskandals kämpft, blickt der Wolfsburger Konzern gleichzeitig in die Zukunft. Auch beim traditionellen Autohersteller wird das Thema autonome Mobilität großgeschrieben. Sein erstes Konzept für ein selbstfahrendes Auto hat der Konzern nun anlässlich des Autosalons in Genf vorgestellt. Der Name des Projekts: Sedric.

Sedric steht für „self driving car“ und ist Teil eines „integrierten Mobilitätskonzept für den Straßenverkehr der Zukunft“, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Während der Konzern im vergangenen Jahr mit dem Konzeptauto I.D. bei der Pariser Automesse noch ganz auf Elektromobilität gesetzt hatte, liegt der Fokus nun auf dem autonomen Fahren. „Mit Sedric unterstreicht der Volkswagen Konzern die zentrale Bedeutung des vollautomatisierten Fahrens in der Zukunftsstrategie des Unternehmens“, heißt es weiter in der Pressemitteilung.

Volkswagen Konzeptauto Sedric

Bild 1 von 6

DB2017AL00176

Die autonome Mobilität der Zukunft benötige weniger Fläche und Energie und sei wesentlich sicherer und nachhaltiger als das traditionelle Autofahren, so Volkswagen. Auch wird sich das Autofahren künftig weitaus demokratischer gestalten als heute. Sedric werde „maßgeschneidert sein für jedermann.“ Sowohl Erwachsene als auch Kinder könnten das Auto benutzen. Aber auch „Senioren und Menschen mit körperlichen Einschränkungen“ sowie „Stadtbewohner, die nicht über ein eigenes Auto oder eine Fahrerlaubnis verfügen“, werden davon Gebrauch machen können. Darüber hinaus ist Sedric sowohl für den Eigenbesitz als auch für Carsharing vorgesehen.

Demokratisierung des vollautomatisierten Autofahrens bedeutet für Volkswagen aber nicht nur universelle Nutzbarkeit. Sedric soll seine Kunden auch mit einem „intuitiv verständlichen Bedienkonzept“ überzeugen. Auf Knopfdruck, per Sprachbefehl oder mit einer Smartphone-App werde das Auto die Order seiner Nutzer entgegennehmen und Aufgaben eigenständig erledigen können. Es werde nach Befehl selbstständig zum Nutzer kommen, Parkplätze finden, bestellte Einkäufe abholen oder des Fahrens nicht mächtige Nutzer wie Kinder und Blinde befördern.

Die Kommunikation mit dem Fahrzeug im Innern erfolgt über Sprache wie mit einem „persönlichen Assistenten“. Beim Transport können die Passagiere die Zeit nach belieben gestalten, sie können sich entspannen und sogar die Augen schließen. Auch für Unterhaltung ist gesorgt. Die Windschutzscheibe ist auch als OLED-Bildschirm einsetzbar, auf dem neben Kommunikationselementen auch Entertainmentinhalte projiziert werden können.

Sedric ist ein Auto, sieht aber nicht so aus

Äußerlich weist Sedric kaum mehr Ähnlichkeiten mit einem „nomalen“ Auto auf, da man hier auf klassische Elemente wie Motorhaube und Kofferraum verzichtet hat. Ermöglicht wird dieser „monolithische Grundkörper“ durch technische Innovationen. Angetrieben wird das Fahrzeug elektrisch. Das Akkupack befindet sich flach zwischen den Achsen, während der Elektromotor auf Höhe der Räder angebracht ist.

Volkswagen hat Sedric in Zusammenarbeit mit dem Future Center Europe und der Volkswagen Konzernforschung entwickelt und gebaut. Das Konzeptauto ist Bestandteil des Zukunftsprogramms „Together – Strategie 2025“, das Volkswagen als „größten Veränderungsprozess in der Geschichte“ des Konzerns bezeichnet. Die neue Strategie schließe die „Transformation des Kerngeschäfts“, nämlich Design, Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Fahrzeugen, ebenso mit ein wie die Fokussierung auf das neue Geschäftsfeld „smarte Mobilitätslösungen“. Wann das mit dem Sedric vorgestellte Konzept Wirklichkeit werden wird, steht noch nicht fest.

Tags :Quellen:Volkswagen
  1. Wird ja doch nie gebaut wie immer.
    Baut bezahlbare autos lasst diese unnützen studien sein; fragt eure Käufer was sie haben wollen.

    1. Konzeptautos sollen die Phantasie der potenziellen Käufer beflügeln. Einer der im alten VW Käfer oder Golf sitzt, soll sich in seinen Träumen näher an einem futuristischen Auto fühlen…
      Ist ähnlich wie in der Werbung auf Messen und in Medien. Die Modell- Frauen die dort Autos anfassen, sollen den Eindruck vermitteln, Männer die so ein Auto kaufen, werden auch so angefasst. Und Millionen fallen drauf rein. Wie die Fliegen auf Klebefallen. Extremer Beispiel ist die Essener Autozubehör – Verkaufsmesse.
      Und immer lockt das Weib… Und bei Frauenautos der Dollboy… Letzterer besonders in China.
      Ähnlich, als Boris Becker für D gewann, trugen verstärkt immer mehr Proleten Tennissocken. Die wollten den Erfolgreichen etwas näher sein.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising