Galaxy S8 kommt angeblich verspätet

Das offizielle Pressebild des Samsung Galaxy S8 wurde Evan Blass zugespielt (Bild: Samsung /

Das neue Galaxy 8 und das Galaxy 8+ wird wohl nicht wie geplant auf den Markt kommen sondern erst mit einer Woche Verzögerung. Der Grund soll die schlechte Ausbeute der 10-Nanometer-Prozessoren Snapdragon 835 und Exynos 9 (8895) sein. Offiziell ließ Samsung aber nichts verlauten.

Evan Blass, der schon mehrere sehr präzise Informationen über Samsungs Produkte veröffentlicht hat, bevor sie offiziell wurden, hat erfahren, dass sich die Samsung-Smartphones Galaxy S8 und Galaxy S8+ um eine Woche auf den 28. April verzögern.

Die Gründe könnten in der schlechten Ausbeute der im 10-Nanometer-Verfahren hergestellten Prozessoren Snapdragon 835 und Exynos 9 (8895) sein. Diese werden in den Smartphones eingesetzt. Über diese Verzögerungen berichtete Digitimes ebenfalls.

Die heiß ersehnten Galaxy-S8-Modelle werden am 29. März 2017 in New York präsentiert. Ab dem 10. April sollen Vorbestellungen möglich sein. Angeblich verlangt Samsung für das kleinere Modell 799 Euro und für das Galaxy S8+ 899 Euro. Galaxy 7 und Galaxy S7 Edge waren zum Marktstart jeweils 100 Euro günstiger.

Blass, der berühmt für die Veröffentlichung von Informationen zu Produkten ist, bevor diese erscheinen, hatte kürzlich ein Pressebild des neuen Galaxy-8-Smartphones sowie technische Daten veröffentlicht. Demnach plant Samsung die Vorstellung von zwei Galaxy-S8-Varianten. Die normale Version soll über ein 5,8-Zoll-Super-Amoled-Display verfügen, während das Galaxy S8+ einen 6,2 Zoll großen Bildschirm bietet. Die Auflösung beträgt angeblich jeweils 1440 x 2960 Pixel. Damit ergibt sich ein Displayformat von 18,5:9. Das Gerät wirkt dadurch länger als Varianten, die das bisherige Standardformat 16:9 aufweisen. Auch LG verwendet beim G6 kein 16:9-Display mehr. Stattdessen kommt ein 18:9-Bildschirm und einer Auflösung von 1440 x 2880 zum Einsatz.

Beide Geräte verfügen entweder über einen Snapdragon 835 (USA) oder einen von Samsung entwickelten Exynos 9 (8895). Letzterer dürfte in den Galaxy-S8-Modellen zum Einsatz kommen, die in Europa verkauft werden. Diese Aufteilung hatte Samsung auch schon beim Vorgänger Galaxy S7 vorgenommen. Die für den europäischen Markt vorgesehenen Geräte verfügen darüber hinaus über eine Speicherkapazität von 64 GByte sowie einen 4 GByte großen Arbeitsspeicher. Gerüchten zufolge soll es für einige Märkte auch Varianten mit 128 GByte Speicher und 6 GByte RAM geben. Gegenüber den Vorgängern bieten die Galaxy-S8-Varianten einen USB-C-Anschluss und einen Iris-Scanner.
Die Hauptkamera der Galaxy-S8-Modelle soll bisherigen Informationen zur Folge mit 12 Megapixel über die gleiche Auflösung wie die in den Galaxy-S7-Modellen genutzte Variante verfügen. Für die Selfie-Kamera hat Samsung allerdings die Auflösung von 5 auf 8 Megapixel erhöht. Da die Geräte keinen physischen Home-Button mehr besitzen, befindet sich der Fingerabdrucksensor auf der Rückseite rechts neben der Kamera. LED-Blitz und Pulssensor sind nun links von der Kamera positioniert. Ansonsten ähnelt das Gehäuse mit den abgerundeten Kanten und seinem Metallrahmen dem Design des Galaxy S7 Edge. Wegen des kaum vorhandenen Bildschirmrahmens – das Display füllt fast die gesamte Vorderfläche aus – sollen die Abmessungen der Galaxy-S8-Modelle trotz größerer Bildschirme nicht über denen der Vorgänger liegen.

Samsung arbeitet außerdem an einer neuen Funktion für sein kommendes Premium-Smartphone, die das Galaxy S8 um einen Desktop-Modus erweitert. Wie All About Windows Phone berichtet, funktioniert Samsung Desktop Experience (Dex) ähnlich wie Windows Continuum: Nutzer sollen das Gerät mit einem externen Monitor verbinden und Apps im Fenstermodus ausführen können.
Ein dem Blog vorliegender Screenshot einer Präsentationsfolie beschreibt Samsung Desktop Experience als den „mobilen Arbeitsplatz“ der Zukunft. Demnach unterstützt die Funktion neben einem externen Monitor auch Eingabegeräte wie Tastatur und Maus und Multi-Tasking.

Das dargestellte Smartphone ist per Kabel mit dem externen Monitor verbunden. Maus und Tastatur werden offenbar drahtlos gekoppelt – wahrscheinlich per Bluetooth. Der Monitor, neben dem ein Android-Symbol angebracht ist, zeigt einen Desktop mit Symbolen, einem Startmenü und einer Taskleiste an. Zudem werden Anwendungen in separaten Fenstern ausgeführt. Ein Fenster spiegelt den Bildschirminhalt des Smartphones.
Continuum ist derzeit noch ein Alleinstellungsmerkmal von Windows Phone, das allerdings sehr wenigen Geräten wie dem inzwischen ausverkauften Lumia 950, dem HP Elite X3 und dem Acer Liquid Jade Primo vorbehalten ist. Ein spezielles Dock projiziert die Inhalte des Smartphone-Displays auf einen externen Bildschirm – Maus und Tastatur lassen sich ebenfalls mit dem Dock verbinden. Für die HP-Lösung existiert zudem ein Lap Dock. Dabei handelt es sich um ein Display mit Tastatur und Akku, welches zur Darstellung von Inhalten in Verbindung mit dem Elite X3 genutzt werden kann. Es bleibt abzuwarten, ob auch Samsung ähnliches Zubehör für die professionelle Nutzung des Smartphones als Laptop-Ersatz vorstellen wird.

Digitaler Assistent Bixby

Samsung wird die kommende Generation seiner Premium-Smartphonereihe Galaxy S mit einem auf künstlicher Intelligenz basierenden digitalen Assistenten ausstatten. Einem Patentantrag aus dem letzten Jahr zufolge heißt dieser Bixby. Dieser basiert einem Bericht der Agentur Reuters zufolge auf Techniken, die das von Samsung im Oktober übernommene US-Start-up Viv entwickelt hat. Viv wiederum ist das neue Unternehmen der Siri-Väter Dag Kittlaus, Adam Cheyer und Chris Brigham. Siri hatten sie 2010 an Apple verkauft. Vivs Assistenzsystem wiederum kombiniert künstliche Intelligenz mit einer Sprachsteuerung. Es soll in der Lage sein, auch komplexe und mehrschichtige Fragen korrekt zu beantworten. Bei einer Vorführung im Mai gab es auch richtige Antworten auf weiterführende Fragen, ohne dass zuvor der Zusammenhang erneut geklärt werden musste. Samsung zufolge wird der Assistent des Galaxy S8 auch Dienste von Drittanbietern nahtlos unterstützen. Zur Art der Services oder deren Anbietern machte der koreanische Konzern jedoch keine Angaben.

Intelligente Assistenten spielen zumindest bei Premium-Smartphones eine wichtige Rolle. Google führte Anfang Oktober 2016 mit dem Google Assistant einen neuen sprachgesteuerten Service für seine Pixel-Smartphones ein. Er basiert auf der Wissensdatenbank Knowledge Graph und soll sich durch maschinelles Lernen immer nützlicher machen. Google Assistant kann nicht nur Fragen beantworten, sondern auch Aufgaben für den Anwender erledigen. Nachdem Google Assistant anfangs nur für die hauseigenen Pixel-Smartphones zur Verfügung stand, hat Google die Verfügbarkeit für Smartphones mit Android 6 und Android 7 angekündigt.

Tags :Quellen:Mit Material von Kai Schmerer, ZDNet.de

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising