Apple schnappt sich 80 Prozent der Smartphone-Gewinne

(Bild: Apple)

Apple ist zwar nicht Marktführer bei Smartphones, verdient damit aber von allen Marktteilnehmern am meisten Geld. 80 Prozent der Gewinne, die mit Smartphone gemacht werden, fließen Apple zu, danach folgt Samsung mit 15,5 Prozent.

Was macht Apple so erfolgreich? Die Zahl der verkauften iPhones ist sehr hoch, doch das dürfte angesichts der Android-Konkurrenz allein noch nichts nutzen. Das Unternehmen ist schlichtweg hochprofitabel und verdient viel Geld mit jedem verkauften iPhone. Bei der Konkurrenz sieht das nicht so aus.

Apple heimst 80 Prozent aller weltweit anfallenden Smartphone-Gewinne ein. Auf Samsung entfallen rund 15,5 Prozent. Zusammen erwirtschaften Apple und Samsung damit 99 Prozent der weltweiten Smartphone-Profite. Die größten chinesischen Anbieter kommen zusammen nur auf weniger als 5 Prozent, da Xiaomi und ZTE defizitär arbeiten.

Apple hat sich Schätzungen von Strategy Analytics zufolge im vergangenen Jahr 83,6 Prozent der weltweiten Smartphone-Gewinne gesichert. Wie der Korea Herald berichtet, soll die Branche 2016 einen operativen Profit von 53,7 Milliarden Dollar generiert haben. Der iPhone-Hersteller soll 44,9 Milliarden Dollar dazu beigetragen haben. Auf Apples größten Konkurrenten Samsung sollen 8,3 Milliarden Dollar oder 15,5 Prozent entfallen. Zusammen wären beide Unternehmen für 99 Prozent der Smartphone-Gewinne verantwortlich.

Auf Samsung entfallen rund 15,5 Prozent. Zusammen erwirtschaften Apple und Samsung damit 99 Prozent der weltweiten Smartphone-Profite. Die größten chinesischen Anbieter kommen zusammen nur auf weniger als 5 Prozent, da Xiaomi und ZTE defizitär arbeiten.

Die meisten Smartphones lieferte jedoch Samsung im vergangenen Jahr aus. Lediglich im vierten Quartal lag Apple vor dem südkoreanischen Unternehmen, dessen Absatz unter dem Rückruf des Galaxy Note 7 und dem damit verbundenen Image-Verlust litt.

Huawei, der größte Smartphonehersteller in China, meldete dem Bericht zufolge im vergangenen Jahr einen Überschuss von 929 Millionen Dollar aus dem Verkauf von Mobiltelefonen, was 1,6 Prozent der weltweiten Profite entspricht. Dessen Konkurrenten Oppo und Vivo hätten 1,5 beziehungsweise 1,3 Prozent der weltweiten Gewinne erzielt. Der gemeinsame Anteil der drei chinesischen Anbieter liege damit unter 5 Prozent.

Xiaomi, eigentlich die Nummer drei im chinesischen Markt, habe indes mit dem Verkauf von Smartphones 2016 kein Geld verdient. Gegenüber TechCrunch räumte Hugo Barra, zu dem Zeitpunkt Vice President und für das globale Geschäft verantwortlich, ein, man könne auch 10 Milliarden Smartphones verkaufen und würde trotzdem keinen Cent verdienen. Inzwischen hat Barra das Unternehmen verlassen.

Auch ZTEs Smartphonegeschäft war zuletzt defizitär. Grund dafür war allerdings eine Geldstrafe, die das Unternehmen in den USA aufgrund von Verstößen gegen US-Sanktionen zahlen musste. Die 892 Millionen Dollar fraßen den erwarteten Überschuss von rund einer halben Milliarde Dollar auf, sodass die Bilanz letztlich einen Fehlbetrag von 342 Millionen Dollar auswies.

Die Zahlen von Strategy Analytics lassen die jüngsten Erfolge der chinesischen Smartphonehersteller im Wettbewerb mit Apple in einem anderen Licht erscheinen. Zwar sanken Apples Absatzzahlen in der Volksrepublik zuletzt deutlich, chinesische Verbraucher scheinen aber statt iPhones günstigere Smartphones zu kaufen, die deren Herstellern geringe oder gar keine Profite bescheren. Sinkende Verkäufe belasten zwar auch Apples Gewinnmarge, trotzdem arbeitet das Unternehmen aus Cupertino weiterhin deutlich profitabler als seine Konkurrenz.

Die Zahlen von Strategy Analytics sind lediglich Schätzungen. Samsung und Apple veröffentlichen zwar Umsatzzahlen ihrer Smartphone-Abteilungen, zu deren operativen Gewinnen äußern sie sich jedoch nicht. Samsung liefert zumindest einen Anhaltspunkt, denn es macht das operative Ergebnis der Mobilsparte öffentlich. Darin sind allerdings auch Profite anderer Produkte wie Tablets und Smartwatches enthalten.

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Tags :Quellen:Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de

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