Breitband: Hier ist das Internet am schnellsten. Und hier nicht

Internetanbieter müssen ihre Kunden künftig genau über die tatsächliche Bandbreite aufklären.

Unzufrieden mit der eigenen Internet-Geschwindigkeit? Da seid ihr wahrscheinlich nicht die einzigen, denn nur jeder zweite Breitband-Anschluss in Deutschland überträgt mehr als 10 MBit/s. Im europäischen Vergleich ist das Mittelmaß.

14,6 MBit/s bieten die Breitbandanschlüsse im Bundesgebiet durchschnittlich. Im europäischen Vergleich landet Deutschland damit auf Platz 15, weltweit gesehen auf Platz 25. Dabei hat sich die Geschwindigkeit relativ  zum Vorjahresquartal sogar um 13 Prozent erhöht. Die Ergebnisse stammen aus Akamais  State-of-the-Internet-Bericht für das vierte Quartal 2016.

50 Prozent der Bundesbürger erhielten im Dezemberquartal von ihrem Internetanbieter eine Bandbreite von mindestens 10 MBit/s. Immerhin 30 Prozent der Anschlüsse bieten mehr als 15 MBit/s. Aus der Statistik geht auch hervor, dass 11 Prozent der deutschen Internetanschlüsse weniger als 4 MBit/s bieten – was Platz 33 im weltweiten Vergleich entspricht.

Damit belegte Deutschland im vierten Quartal weltweit nur Platz 25. Den ersten Platz sicherte sich erneut Südkorea mit 26,1 MBit/s (minus 2,4 Prozent) vor Norwegen mit 23,6 MBit/s (plus 26 Prozent), Schweden mit 22,8 MBit/s (plus 20 Prozent) und Hongkong (21,9 MBit/s). Mit der Schweiz, Dänemark, Finnland und den Niederlanden finden sich weitere vier europäische Länder in den Top Ten.

(Bild: Akamai)

Im europäischen Vergleich liegt Deutschland mit 14,6 MBit/s auf Platz 15, weltweit auf Platz 25 (Bild: Akamai)

Mobil sind deutsche Nutzer jedoch schneller unterwegs. Hier weist die Statistik einen Durchschnittswert von 22,4 MBit/s aus. Höhere Durchschnittsgeschwindigkeiten erreichen in Europa nur Briten (26,8 MBit/s) und Schweizer (31,1 MBit/s). 19 europäische Länder verfügten bei Mobilfunkverbindungen über eine Geschwindigkeit von mindestens 10 MBit/s, im Vergleich zu 16 im dritten Quartal 2016.

Breitband: Große Ziele bis 2018

Bei der IPv6-Einführung ist zudem weiterhin Europa führend. In den Top Ten finden sich sechs europäische Länder, darunter Belgien mit einem Anteil von 47 Prozent auf Platz eins, Griechenland mit 30 Prozent auf Platz zwei und Deutschland mit 25 Prozent auf Platz fünf. Hierzulande treiben vor allem Kabel Deutschland und die Deutsche Telekom die Umstellung auf IPv6 voran.

Akamai geht davon aus, dass die durchschnittlichen Verbindungsgeschwindigkeiten weiter zunehmen werden. Die EU-Kommission habe den Europäischen Breitbandfonds beschlossen, um bis 2025 alle Privathaushalte mit 100 MBit/s und alle Unternehmen mit 1 Gbit/s zu versorgen. Die deutsche Regierung wolle das Gigabit-Ziel bis 2025 mit einem Vier-Phasen-Plan erreichen. Die erste Phase sehe bis 2018 eine generelle Abdeckung mit 50 MBit/s vor.

Tags :Via:Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de
  1. ich bin echt verdammt froh das ich hier eine 100k/20k vdsl leitung habe von denen immer 95k/19k ankommen allerdings hab ich ein paar verbindungsabbrüche im monat welche ich mit 16k dsl nicht hatte

  2. Hier im Wendland habe ich nicht einmal eine Leitung! Die Telekom sagt das kein Port frei ist, es ist nur LTE möglich 😭😭😭 naja damit können die auch mehr verdienen

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising