Google Jamboard – riesiges interaktives Whiteboard mit 4K kostet 5.000 Euro

(Bild: Google)

Google hat nun die Preise für sein hochauflösendes Whiteboard Jamboard bekannt gegeben. Das 55-Zoll-Modell mit 4K-Auflösung soll 5000 Euro kosten. Es konkurriert mit Microsofts Surface Hub und Ciscos Sparkboard.

Google hatte sein interaktives Whiteboard schon vor einziger Zeit vorgestellt, doch nun sind die Preise und weitere technische Details bekannt gegeben worden. Das Board soll in den USA nun 5000 US-Dollar kosten, was einer Preisreduktion von 1000 US-Dollar entspricht. Das ist ein Kampfpreis. Microsofts Surface Hub kostet bei gleicher Größe das Doppelte. Bei Google zahlt der Nutzer jedoch jährlich noch 600 US-Dollar Nutzungsgebühren.

Google vermarktet unter der Bezeichnung Jamboard nicht nur die Hardware, sondern auch die zugehörige Software für Meetings, es in die G Suite integrieren will. Damit sollen Anwender Dokumente, Tabellen, Präsentationen und in Google Drive gespeicherte Fotos nutzen können. Die zugehörigen G-Suite-Apps werden nicht direkt auf der Jamboard-Hardware ausgeführt, sondern über Companion-Apps für Smartphones und Tablets, die Google für Android, Chrome OS und iOS anbieten wird. Die als „Jams“ bezeichneten Konferenzen mittels Jamboard werden durch Google Hangouts und Google Cast unterstützt.

Beim Jamboard handelt sich um einen 55 Zoll großen Touchscreen mit 4K-UHD-Auflösung mit 60 Hz Bildwiederholrate und 120 Hz Scan-Rate für die Berührungserkennung. Der Touchscreen erkennt bis zu 16 gleichzeitige Berührungspunkte, unterstützt Handschriftenerkennung und kann darauf platzierte Formen erkennen. Das Jamboard lässt sich wahlweise an der Wand befestigen oder auf einem optional verfügbaren Rollwagen montieren.

Jamboard kommt mit einer Weitwinkelkamera, Mikrofonen und Lautsprechern. Um Geräte mit den Companion-Apps mit dem Jamboard zu verbinden stehen WLAN (802.11ac), NFC, HDMI 2.0, USB Type C und zweimal USB 3.0 zur Verfügung. Desweiteren sind ein Audio-Ausgang und ein Gigabit-Ethernet-Port an Bord. Zum Lieferumfang gehören zwei passive Stifte zum Schreiben auf der Bildschirmoberfläche sowie ein digitaler Radiergummi.

Die Hardware-Ausstattung des Jamboard ist der des Microsoft Surface Hub ähnlich, übertrifft es aber bei der Auflösung. Bei Microsoft kommt allerdings natürlich andere Software zum Einsatz, darunter die Microsoft-Office-Suite und Skype for Business für die Konferenzfunktionen. Außerdem ist eine umfangreiche Integration in andere Microsoft-Software im Unternehmen möglich, beispielsweise können in einem Meeting erstellte Unterlagen allen Teilnehmern am Ende direkt zur Verfügung gestellt werden.

Während das Jamboard mit 55-Zoll-Touchscreen kommt, wird das Surface Hub in zwei Displaydiagonalen angeboten. Im 55-Zoll-Modell steckt ein Intel-Core-i5-Prozessor samt integrierter Intel HD 4600 Grafik. Die 84-Zoll-Variante arbeitet mit einer Core-i7-CPU und Nvidias Workstation-Grafik Quadro K2200. Beide Geräte sind mit 8 GByte Arbeitsspeicher und einer 128 GByte großen SSD ausgerüstet. Das kleinere Gerät löst 1920 mal 1080 Bildpunkte (Full-HD) auf, das größere 3840 mal 2160 Pixel (Ultra-HD).

Auch das Surface Hub ist mit WLAN (802.11ac), Gigabit-Ethernet, HDMI und USB-Ports ausgestattet und hat darüber hinaus aber auch noch Bluetooth 4.0 LE, DisplayPort und VGA an Bord. Beide Ausführungen des Surface Hub besitzen eine duale Kamera mit 1080p für Videokonferenzen, die ein horizontales Sichtfeld von 100 Grad abdeckt, sowie ein Mikrofon und Stereo-Lautsprecher. Für die 55-Zoll-Version des Surface Hub liegt die unverbindliche Preisempfehlung in Deutschland bei 7896 Euro, für das 84-Zoll-Modell bei 22.449 Euro fällig.

Tags :Quellen:Mit Material von Peter Marwan, silicon.de

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