Microsoft macht glücklosen Facebook-Konkurrenten So.cl dicht

(Bild: Microsoft)

Microsoft wollte einen Konkurrenten zu Facebook etablieren und ist damit jämmerlich gescheitert. Oder kennt von euch jemand So.cl? So hieß Microsofts Versuch. Das Experiment wird zum 15. März 2017 eingestellt.

Microsofts Gehversuch im Bereich der sozialen Medien ist zu Ende. Der Facebook-Konkurrent So.cl wird Mitte März 2017 eingestellt. 2012 wurde das soziale Netzwerk ins Leben gerufen, doch es konnte nie Fuß fassen.

Wie viele Nutzer tatsächlich das Facebook aus Redmond genutzt haben wird wohl Microsofts Geheimnis bleiben. Allerdings gibt es doch einige Kondolenz-Beiträge auf dem Forum, das im Grunde eine Mischung aus Instagram und Facebook war. Die Anwender von So.cl können nun aus einer der zahlreichen Alternativen am Markt auswählen, um sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen.

Nachdem Microsoft keine Nutzerzahlen veröffentlichte, taucht So.Cl auch nicht den Statista-Zahlen der 22 beliebtesten sozialen Netzwerke im Januar 2017 auf.

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Derzeit führt Facebook mit 1,8 Milliarden Nutzern deutlich das Feld an. Facebook Messenger und WhatsApp belegen die Ränge zwei und drei mit jeweils rund einer Milliarde Nutzern. Exoten wie Telegram, Black Berry Messenger oder Viber haben rund 100 Millionen Nutzer und die Nummer 22 ist Kakao Talk mit 49 Millionen monatlich aktiven Nutzern (MAU) im Januar 2017.

Welche Überlegungen bei Microsoft zu der Schließung geführt haben, teilt Microsoft nicht mit. Aber Microsoft erklärt auf der Abschiedsseite, das es vieles darüber gelernt habe, wie man eine “Community aufbaut und pflegt und wie man neue Wege beim Erstellen, Teilen und Sammeln von digitalen Inhalten geht, die wir lieben.”

Möglicherweise hängt das Ende von So.cl auch mit der Übernahme des Business-Netzwerkes LinkedIn (106 Millionen MAU) zusammen. Mit Skype kann Microsoft auf eine Nutzerschaft von rund 300 Millionen Anwender blicken. Da So.cl ein Projekt der Microsoft Fuse Labs war, liegt der Schluss nahe, dass Microsoft das ganze eher als Experiment betrachtete.

Tags :Quellen:Mit Material von Martin Schindler, Silicon.de

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