AMD: Ryzen ohne grundsätzliche Performance-Probleme bei Games

AMD Ryzen 7 (Bild: AMD)

AMD kann bei der CPU Ryzen keine Probleme bei Games unter Windows erkennen. Auch Leistungsdifferenzen zwischen Windows 7 und Windows 10 seien aufgrund des Prozessors nicht zu erwarten.

AMD meint, dass es bei Games keine Performanceprobleme mit dem neuen Ryzen-Prozessor gibt. Zuvor war mutmaßt worden, dass der Prozessor hier deutlich langsamer sein könnte als Intel-Modelle.

Die veröffentlichten Tests führten zu Berichten über fehlerhaftes Thread-Scheduling durch den Windows-Scheduler als Ursache für verringerte Performance. AMDs Überprüfung stützte jedoch keinen solchen Zusammenhang. Dabei stellte sich zugleich heraus, das eine veraltete Version des Coreinfo-Tools falsche Topologie-Daten ausgab, die Anlass für Medienberichte waren – während Coreinfo ab Version 3.31 korrekte Ergebnisse liefert.

AMD Ryzen 5 wird es in vier verschiedenen Varianten geben. Zwei sind mit vier Kernen ausgestattet und zwei mit sechs. Die Preise liegen zwischen 169 und 249 Dollar. Das Spitzenmodell Ryzen 5 1600X ist im Cinebench 69 Prozent schneller als ein Intel Core i5-7600K.

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Auch Hinweise auf deutliche Leistungsdifferenzen zwischen Windows 7 und Windows 10 beim Einsatz der Ryzen-CPU erwiesen sich laut AMD als unzutreffend. Unterschiede könnten allerdings abhängig von den Einstellungen in der Energieverwaltung der Betriebssysteme entstehen. Der Chiphersteller empfiehlt deshalb, für bestmögliche Performance den Energiesparmodus „Höchstleistung“ statt „Ausbalanciert“ zu wählen, um unter anderem Core-Parking zu vermeiden. Es könnte Leistung kosten, wenn vorübergehend nicht genutzte Rechenkerne bei höherer Last wieder zu aktivieren sind.

Diese Empfehlung ist offenbar insbesondere für Windows 10 relevant, wie ausführliche Tests von Computerbase ergaben. Bei Windows 7 wirkte sich hier die Ausbalanciert-Einstellung nicht negativ aus, während bei Windows 10 der Wechsel zu „Höchstleistung“ bei Spielen eine durchschnittlich um 2 Prozent höhere Leistung ergab – in einem besonderen Fall sogar fast 20 Prozent Zugewinn. Grundsätzlich nahmen sich Windows 7 und 10 bei den getesteten Spielen nicht viel – Windows 10 war aber in der Tendenz etwas schneller.

AMD attestiert vielen Anwendungen, dass sie die Cores und Threads in Ryzen bereits gut nutzen. Mit gezielten Optimierungen könnten andere Anwendungen besser von Topologie und Fähigkeiten der neuen CPU profitieren.

„Die Beziehung zwischen Software und Hardware ist komplex“, heißt es in einem Blogeintrag für die Gaming-Community. „Zusätzliche Ebenen entstehen, wenn vorhandene Software auf eine völlig neue Architektur stößt. Wir sehen bereits, dass kleine Veränderungen die Ryzen-Performance in bestimmten Anwendungen erhöhen können. Und wir sind optimistisch, was vorteilhafte Optimierungen in derzeitigen und künftigen Anwendungen angeht.“

Tags :Quellen:Mit Material von Bernd Kling, ZDNet.de

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