KI: DeepMind zeigt erstmals menschenähnliches Lernverhalten

Bild: DeepMind

Britische Wissenschaftler bringen DeepMind das Atari-Spielen bei. Ein neuer Algorithmus ermöglicht es der künstlichen Intelligenz, erlernte Strategien auf neue Spielsituationen zu übertragen – ein Durchbruch in der KI-Forschung.

Google DeepMind macht bereits seit dem Jahr 2014 Schlagzeilen. Auch damals schon hatten Forscher der künstlichen Intelligenz das Zocken von Atari Games beigebracht. Menschliche Kontrahenten hatten das Nachsehen.

Künstliche Intelligenz verfügt nun über ein Gedächtnis

DeepMind besiegte menschliche Spieler mühelos, verfügte allerdings noch nicht über die Fähigkeit, erlernte Strategien von einem Game auf ein anderes zu übertragen. Für jedes Spiel musste ein eigenes künstliches neuronales Netz angelegt werden. Deep Mind verfügte in dem Sinne noch über kein Gedächtnis. Das hat sich nun geändert.

Laut den Forschern vom Imperial College London kann die KI nun erlernte Strategien etwa vom Game Space Invaders problemlos auf Breakout oder andere übertragen. James Kirkpatrick, Wissenschaftler bei DeepMind und Autor einer gerade neu veröffentlichen Studie zum Thema künstliche Intelligenz zeigt sich begeistert:

DeepMind zeigt ungeahnte Transferleistungen

„Bisher hatten wir ein System, das in der Lage war jedes denkbare Spiel zu erlernen, aber es konnte immer nur dieses eine spielen. Jetzt zeigen wir ein System, das mehrere Games nacheinander spielen kann.“ Kirkpatricks Arbeit, die im Journal Proceedings of the National Academy of Sciences erschienen ist, zeigt, wie DeepMinds künstliche Intelligenz Lernleistungen erbringt.

Kirkpatricks Team hält das beständige Erlernen von nacheinander gestellten Aufgaben ohne das Gelernte wieder zu vergessen, für einen Kernbestandteil biologischer wie künstlicher Intelligenz. Diese Transfer- und Gedächtnisleistung sei DeepMind nun in der Lage zu erbringen, so die britischen Wissenschaftler.

 

Tags :Quellen:Wired UKVia:DeepMindBildquelle :DeepMind

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