Nintendo Switch im Test – Der Transformer unter den Konsolen

Nintendo Switch

Nintendos letzte Konsole die Wii U war kommerziell nicht sehr erfolgreich. Mit Ihrer neuen Hybridkonsole Nintendo Switch kommt allerdings ein neuer Spieler in den Konsolenringkampf, der bislang von Sony und Microsoft dominiert wird. Ob dieser Im Konsolenkrieg mit der etablierten Konkurrenz mithalten kann, könnt ihr im folgenden Test erfahren.

Nintendo Switch

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Tabletop Modus
(Bild Übergizmo / Tim To)

 PRO

 CON

 (Bild: Übergizmo)Switch von Handheld zum TV Modus  (Bild: Übergizmo)Teures Zubehör
 (Bild: Übergizmo)DMitgelieferte Joy Cons ergeben 2 Controller  (Bild: Übergizmo)Bildschirm zu klein im Tabletop Modus
 (Bild: Übergizmo)Schlankes schönes Betriebssystem  (Bild: Übergizmo)Noch sehr wenige Spiele

Nintendos neue Konsole will mit einem neuen Konzept überzeugen. Eine Spielekonsole die im Handumdrehen zu einem Handheld wird. Man kann somit nun überall zocken. Entweder zu Hause am TV im Dock Modus oder unterwegs im Handheld oder auch Tabletop Modus.

Die Fakten

Die Nintendo Switch beherbergt einen 6.2“ kapazitiven Touchscreen, welches mit einer Auflösung von 720p aufwartet. Die Displaygröße entspricht der des Wii U Controllers, ist jedoch deutlich dünner. Angedockt an einen TV löst die Konsole bis zu einer maximalen Auflösung von 1080p auf. Im Dock angeschlossen kann die Konsole auch ein 5.1 Surround Signal per HDMI ausgeben. Unterwegs oder per angeschlossenen Kopfhörern der Sound Stereo wiedergegeben.

Die Konsole besitzt einen Speicher von insgesamt 32 GB wovon allerdings nur 24 GB zur freien Verfügung bereitstehen. Dieser kann durch eine Micro SD Karte bis zu einer Größe von 2TB aufgerüstet werden (Nintendo gibt hier wirklich 2 Terabyte an). Das Tablet verfügt ansonsten noch über einen Kopfhörerausgang und einem USB-C Anschluss. Erweitert wird die Konsole im Dock Modus um 2 zusätzliche USB Ports.

Der Tabletop Modus

Die Nintendo Switch lässt sich mit den zwei beiligenden Joy Cons steuern. Ähnlich wie bei der alten Nunchuk – Wii Mote Kombination kommt der eine Joy Con in die linke und der andere Joy Con in die rechte Hand. Um die Controller aufzuladen müssen diese seitlich an der Switch angedockt werden.

Mit einer Joy Con-halterung drin, um den Spielern zu Hause ein besseres Spielvergnügen zu vermitteln. Die Joy Cons können allerdings auch jeweils einzeln benutzt werden. Somit besitzt man ab Werk gleich die Möglichkeit Spiele zu zweit zu spielen. Zusätzlich gibt es noch einen separat erhältlichen Pro Controller. Dieser liegt deutlich besser in der Hand und die Knöpfe fallen auch deutlich größer aus. Dieser ist bei lange Spielesessions durchaus empfehlenswert.

Spiele & Zubehör

Zum Veröffentlichungswochenende war die Anzahl an im Laden erhältlichen Spielen beschränkt auf die Titel 1 2 Switch, Skylanders, Super Bomberman R, Just Dance 2017 und Zelda: Breath of the Wild beschränkt. Im hauseigenen eShop gab es dann noch zusätzliche Downloadtitel wie z. B. Shovel Knight, Snipperclips oder Metal Slug. Ausser Snipperclips sind das allerdings Ports von anderen Konsolen. Weitere AAA-Titel lassen noch auf sich warten. Mario Kart 8 Deluxe erscheint Ende April, Splatoon 2 im Sommer und für das neue Mario Jump and Run wird Ende 2017 angegeben.

So sehen die Spielekarten aus.

In Sachen Zubehör muss man nochmal tief in die Tasche greifen, denn ab werk ist außer der Konsole und Joy-Con Halterungen nichts enthalten. Falls euch das integrierte WLAN oder die beiliegende Controllerhalterung nicht ausreichen sollten, so könnt ihr einen LAN-Anschluß oder eine Controlleraufladehalterung für die Joy-Cons für knapp 30 Euro kaufen. Für die zusätzlich erwerbbaren Joy- Cons oder den Pro Controller muss man zwischen 70 und 80 Euro hinlegen. Hier ist insbesondere der Pro Controller interessant, da dieser um einiges besser in der Hand liegt.

Handhabung

Getreu dem Motto „Kaufe nie eine Konsole zum Veröffentlichungstag“ hat die Nintendo Switch auch noch einige Kinderkrankheiten zur Markteinführung. Hier sind besonders die Probleme mit dem linken Joy Con und der Docking Station zu erwähnen. Das Signal des linken Joy Cons schwächelt. Sitzt man zu weit weg von der Konsole so kann es dazu führen, dass es zu Eingabeverzögerungen kommt. Des Weiteren ist Vorsicht mit der Docking Station geboten, denn das Display des Switch Tablets lässt sich relativ leicht daran verkratzen. Im unten angehängten Foto seht ihr die Stelle bei der Ihr vorsichtig sein müsst.

An dieser Stelle ist Vorsicht geboten...

Die Probleme mindern aber nicht den Spielspaß, den man mit der Nintendo Switch haben kann. Obwohl Nintendo den Hybriden als Heimkonsole verkauft, habe ich die Konsole deutlich öfter im Handheld Modus als im TV Modus genutzt. Zelda: Breath of the Wild von überall spielen zu können ist doch zu verführerisch. Die Akkulaufzeit im Handheld Modus variierte im Test zwischen 3-6 Stunden.

Die Bildschirmgröße ist im Handheld Modus perfekt zum spielen, jedoch wirkt die Switch im Tabletop Modus zu zweit etwas klein und verloren. Man muss sich schon recht nah heransetzen, damit beide Spieler genügend auf dem kleinen Screen sehen können.

Fazit

Die Nintendo Switch bringt einen erfrischenden neuen Wind in den Konsolenmarkt. Ich persönlich bereue den Kauf der Konsole nicht. Es ist allerdings anzumerken, dass zum momentanen Zeitpunkt außer Zelda keine AAA Titel zur Verfügung stehen. Es ist somit nicht zwingend empfehlenswert die Konsole bereits zum jetzigen Zeitpunkt zu kaufen. Das hohe Potential und die Zukunft der Konsole liegt nun in der Hand der Spieleentwickler.

PS: Der Youtube Kanal CrowbCat hat ein Video zusammengestellt mit den Problemen anderer User zum Start der Nintendo Switch.

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