Lieber Smartphone als Sex: So tickt die Generation der Millennials

(Bild: Shutterstock)

Als Millennials werden jene junge Menschen genannt, die zwischen 1981 und 1998 geboren wurden und einen Großteil ihres Leben mit digitalen Technologien verbringen. Die Digitalagenturgruppe SYZYGY hat die erste Generation der sogenannten Digital Natives nun in einer Studie unter die Lupe genommen. Das Ergebnis der Untersuchung: Die Millennials zeichnet eine dominierende Charaktereigenschaft aus: Sie haben einen besonderen Hang zum Narzissmus.

Grundgedanke der Untersuchung ist die Erkenntnis, dass Technologien nachweislich das Denken und Verhalten der Menschen prägen. Das trifft wesentlich auch auf das Internet- und Smartphone-Zeitalter zu, in der es einen klaren Zusammenhang zwischen digitalen Technologien und der Narzissmus-Ausprägung der Nutzer gibt. Denn durch die häufige Nutzung von Smartphones, On-Demand-Apps und sozialen Netzwerken werden Charaktereingenschaften wie Egozentrik, Autorität, Eitelkeit und Überlegenheitsgefühl maßgeblich gefördert.

Es besteht demnach ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen der Selbstdarstellung mittels Selfies, die auf Social-Media-Plattformen wie Facebook und Instagram eine Bühne finden, und dem Narzismus-Level der Nutzer. Aber auch Sofort-Dienstleister wie Uber, Lieferheld und Netflix geben der 2.0- und 4.0-Generation das Gefühl, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen und damit Anspruch auf die besten Dienstleistungen zu haben. Nicht zuletzt ist die Nutzung von Fitness-Trackern und sprachgesteuerten Assistenten wie Siri und Alexa nicht nur Symptom, sondern zugleich Motor einer narzisstischen Charakterveranlagung.

Wenn die digitale Welt wichtiger wird als die analoge

Laut der Studie, an der im Januar dieses Jahres 1.024 deutsche Männer und Frauen im Durchschnittsalter von 28 Jahren teilgenommen haben, sind die Millennials 13 Prozent narzisstischer veranlagt als ältere Generationen. Wie sehr digitale Technologien das Leben dieser Menschen prägt, verdeutlichen weitere Studienschwerpunkte. So würden rund die Hälfte der Befragten lieber einen Monat auf Frühstück verzichten, als das Smartphone aus der Hand zugeben. Und 28 Prozent von ihnen würden sogar lieber auf Sex denn auf das Handy verzichten.

Tags :Quellen:SYZYGY

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