CeBIT: Vodafone und Innogy stellen smarte Laterne vor

Bild: Nils Hendrik Müller/Vodafone

Vodafone Deutschland und Partner Innogy feilen an einer smarten Laterne, die unsere Städte nicht nur heller, sondern auch sicherer und umweltfreundlicher machen soll. Auf der CeBIT haben die beiden Unternehmen das Konzept nun vorgestellt.

Bei so viel Smartheit und Omnipotenz mancher Digitaltechnik kann man als Mensch schon mal an der eigene Intelligenz und Handlungskompetenz zweifeln. Immerhin sollen smarte Autos, smarte Wohnungen, smarte Ampeln, smarte Städte und sonst nicht was unser Leben bequem machen. Und für die gebeutelte Umwelt ist die Sache ja auch recht nützlich. Wie auch das neueste intelligente Ding zeigt, das der Telekommunikationskonzern Vodafone und der Energieversorger Innogy auf der Computermesse vorgestellt haben.

Die neuen, vernetzten Straßenleuchten versprechen echte Alleskönnern zu werden. Die Laternen der Zukunft werden nicht mehr nur unsere Straßen abends und nachts beleuchten. Dank integrierter Digitaltechnologie dienen sie etwa auch als Hot Spot, der Passanten Internetzugang per WLAN bietet. Außerdem sorgen sie für mehr Sicherheit, da sie mit einer Notrufsäule ausgestattet sind, mittels der man in Notfällen per Knopfdruck die Polizei alarmieren kann. Nicht zuletzt können mit den eingebauten Kameras öffentliche Plätze überwacht werden.

Leuchten war gestern

Während letztgenannte Technik sicher so manchen Datenschützer auf die Barrikaden rufen wird,  werden mit dem folgenden Feature die Naturschützer versöhnt. In die Laterne sind nämlich Sensoren eingebaut, die permanent Umweltwerte wie den Feinstaubgehalt in der Luft messen. Anhand der gesammelten Daten haben die Behörden einen genauen Überblick über die Umweltsituation in den Städten. Bei zu hohen Werten können sie entsprechende Maßnahmen einleiten.

„Mit unserem Partner Innogy machen wir Deutschlands Städte smart und verbessern dank unserer Highspeed-Netze die Mobilität, Sicherheit und Lebensqualität der Menschen weiter“, erklärt Hannes Ametsreiter, CEO Vodafone Deutschland, in einer Pressemitteilung. Der Telekommunikationskonzern und die Tochtergesellschaft von RWE werden gemeinsam geeignete Geschäftsmodelle für das Produkt ausgeloten. Die Arbeit wollen sie sich dabei aufteilen. Innogy übernimmt die Entwicklung und den Betrieb der Hardware. Vodafone sorgt für die Vernetzung und intelligente Kommunikationstechnologie. Noch in diesem Jahr sollen die ersten Pilotprojekte an den Start gehen.

Tags :Quellen:Presseportal
  1. Die Verkabelung unter der Straße zu den meisten Straßenlaternen ist nicht für größere Stromentnahmen ausgelegt.
    Eine Tankstelle für nur ein E-Auto braucht 50 kW Stromanschluss. Tankstellen für 10 E-Autos schon 500 kW.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Combined_Charging_System#CCS_und_Typ-2-Stecker_.28Europa.29
    Es müssten schon die Straßen aufgerissen werden um die Durchmesser der Stromkabel erheblich zu vergrößern. Auch die Einspeisepunkte müssten verstärkt werden. Oder ist geeignet nur für Neubauten bei den von Anfang an dicke Kabel eingeplant und verlegt werden.

    Das mit dem Cams hat Pro + Contra: Gut für Sicherheit aber schlecht für Datenschutz.
    Damit könnten die Anlieger permanent überwacht werden zu welchen Tageszeiten, wie oft und mit wem die Haus verlassen und betreten, woraus sich vieles ableiten lässt…

    Würde mich nicht wunden, wenn besorgte Datenschutz- Bürger- Initiativen solche Cams sabotieren. Z.B.: die Cams z.B. mit stärkeren Laserstrahl dauerblenden, oder die Linse mit Farbe zusprühen bzw. mit in Farbe getauchten Pinsel zupinseln. Wenn die Cams zu hoch angebracht sind, das ganze mit kleinen Drohne, oder mit einer langen Teleskopstange (5 Meter Besenstielprinzip…) Vielleicht könnte man auch Vögel oder Affen dafür konditionieren?

    Der Rest ist bei der ersten Betrachtung OK.
    Man könnte unten noch einige USB- Buchsen, besser Magnet-Buchsen, zum Handy nachladen anbringen…
    Cams könnten freie Parkplätze erkennen und via App visualisieren.
    Optional das ganze ohne E- Tankstelle und ohne Strom-Kabel, nur mit Solarzellen + Akku und LED-Leuchten, die zum Energiesparen nur dann angehen wenn ein Bewegungsmelder Bewegung feststellt. (Bei Straßenbeleuchtung sind Kabelverlegungsarbeiten das teuerste!)

  2. Nach genaueren Betrachtung, ist das mit den Vodafone- Cams sehr bedenklich, für Datenschutzinteressen der Bürger :
    Den die deutsche Vodafone GmbH (und auch auch Kabel- DE) wird durch englische Vodafone Group Plc kontrolliert, die der britischer Geheimdienst (GCHQ) kontrolliert, der öfter für Vasallendienste an die NSA bekannt ist.
    Es ist also gut möglich das Vodafone Cam- Bilder (und auch jede Kommunikation über Vodafone) direkt zu NSA weitergeleitet werden…

    Dafür spricht auch, dass der damals im Jahr 2000 extrem hoher Preis (190 Milliarden €),
    für Übernahme von Vodafone Vorläufer „D2 Mannesmann“ kaum wirtschaftliche Gründe haben konnte,
    was auf strategische Finanzierung und Kontrolle durch fremde Staaten deutet…
    Es war mit Abstand die teuerste Übernahme der Welt!!!
    (Diese 190 Milliarden € wurden als Verlustvortrag mit Gewinnen der Folgejahren verrechnet, und sind als Steuereinnahme weggefallen!)
    https://de.wikipedia.org/wiki/Mannesmann#.C3.9Cbernahme_durch_Vodafone

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