Sengled Snap Review: Die Überwachungs-Glühbirne

(Bild: Übergizmo / Jake Pietras)

Sengled hat es sich als Smart Lighting-Anbieter zur Aufgabe gemacht, schnöde Leuchtmittel mit cleveren Features zu ergänzen. Die gehen über das Ein- und Ausschalten per App hinaus und münden bei der Sengled Snap in einer Überwachungskamera in einer Flutlicht-Birne. Wir haben uns von der Snap beobachten lassen und sagen euch im Test, wie gut sie funktioniert.

Sengled Snap im Test

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Sengled Snap
(Bild: Übergizmo / Jake Pietras)

 PRO

 CON

 (Bild: Übergizmo)Videoqualität in Full HD ist gut  (Bild: Übergizmo)Kein automatisches Licht bei Bewegung
 (Bild: Übergizmo)Nachtsichtmodus  (Bild: Übergizmo)Nur Abomodell für Videospeicherung möglich
 (Bild: Übergizmo)App aufgeräumt und benutzerfreundlich  (Bild: Übergizmo) Gewicht und Größe kann für einige Fassungen zu viel sein
 (Bild: Übergizmo)Einfache Installation und Einrichtung  (Bild: Übergizmo)„Echtzeitaufnahmen“ haben deutliche Verzögerungen
 (Bild: Übergizmo)Keine IFTTT-Anbindung, Stringify funktionierte im Test nicht

Sengled Snap: Glühbirne und Überwachungskamera

Wie auch schon die Sengled Pulse Solo fällt auch die Snap durch ihr überraschend hohes Gewicht auf. Rund 600 Gramm wiegt die Birne und ist aufgrund ihrer „Lampenfläche“ von rund 120 Millimetern auch optisch ein echter Brocken. Dafür steckt aber auch eine Reihe Technik unter dem Gehäuse.

(Bild: Übergizmo / Jake Pietras)

Die Sengled Snap fasst Lampe, Infrarotleuchte, Kamera, Mikrofon und Lautsprecher ein (Bild: Übergizmo / Jake Pietras)

Zur außerordentlich großen Überraschung besitzt die Snap eine LED-Leuchte mit 850 Lumen Leuchtkraft bei 14 Watt Verbrauch und einer angenehm warmweißen Farbtemperatur von 3000 Kelvin. Dazu gesellt sich eine mit Full HD auflösende Kamera, die je nach Lichtverhältnis mit bis zu 24 Bildern pro Sekunde aufzeichnet. Sprich: Ist das Licht gut, streamt die Snap eine fast flüssige Aufnahme, bei schwächerem Licht geht dieser Wert auch schon mal auf zehn Bilder pro Sekunde runter.

Nachts sind alle überwachten Katzen grau

Das kann der Fall sein, wenn die Snap bei Dämmerung ohne Beleuchtung durch die verbaute LED aufnimmt oder im Nachtmodus. Dank der verbauten Nachtsichtkamera und einem selbst erzeugten, schwachen Licht filmt die Snap nämlich auch im Dunkeln und das erstaunlich gut. Auf einer Höhe von zwei Metern in meinem Flur hängend ist ein Bereich von einem Quadratmeter darunter stark ausgeleuchtet. Graduell nach außen hin wird es dann etwas dunkler.

Die Überwachungskamera filmt auch im Dunkeln (Bild: Übergizmo / Jake Pietras)

Die Überwachungskamera filmt auch im Dunkeln (Bild: Übergizmo / Jake Pietras)

Im Außeneinsatz sind die Ergebnisse nachts ebenfalls gut brauchbar. Trotz IP54-Zertifizierung weiss ich aber nicht, ob ich die Snap ohne zusätzlichen Schutz einem Regenschauer aussetzen würde. IP54 soll zwar vor Spritzwasser schützen, ausprobiert habe ich das aber zugegebenermaßen nicht. Unter einem Lampenschirm würde ich die Snap aber ohne große Sorgen einsetzen.

Einfache Inbetriebnahme und App

Das ist auch der große Vorteil der Snap, denn im Gegensatz zu normalen Überwachungskameras ist keine Verkabelung oder Montage notwendig. Einfach in eine standardmäßige E27-Fassung schrauben, mit dem WLAN verbinden und über die App konfigurieren. Von jetzt an habt ihr weltweit Zugriff auf die Aufnahmen der Snap, wenn auch nur über Mobilgeräte und nicht im Web.

(Bild: Übergizmo / Jake Pietras)

In der App könnt ihr euch Live- oder aufgezeichnete Aufnahmen ansehen (Bild: Übergizmo / Jake Pietras)

Schön ist, dass die Snap dank einem Bewegungsmelder Videos aufzeichnet, wenn deutliche Bewegung im Bild ist. „Deutlich“ heißt in dem Fall, dass die Snap eine oder zwei vorbeihuschende Katzen im Garten erkennt, ein paar umherfliegende Blätter aber zum Glück nicht.

Wer auf Nummer sicher gehen will, kann bestimmte Zonen einstellen, die die Snap überwachen und erst dann aufzeichnen soll. Das spart eine Menge Zeit, wenn man sich die Ereignisse nachher in der App ansieht.

Fehlende Features und Mankos

Die ist sehr übersichtlich und aufgeräumt und ihr könnt hier das Licht steuern, dimmen oder nach einem bestimmten Zeitplan Ein- oder Ausschalten lassen. Das macht natürlich im Outdoor-Einsatz am meisten Sinn. Wünschenswert wäre aber noch gewesen, wenn die Snap nach eingestelltem Zeitplan angeht, falls Bewegung im Bild ist. Quasi die Funktion, die jede Lampe mit Bewegungsmelder hat. Etwas unverständlich warum Sengled das Feature nicht verbaut oder per Softwareupdate nachgeschoben hat.

(Bild: Übergizmo / Jake Pietras)

Trotz Sensor kann die Snap kein Licht bei Bewegung einschalten (Bild: Übergizmo / Jake Pietras)

Was außerdem ärgerlich ist, ist die Tatsache, dass die Aufnahmen nur in Sengleds Cloud gespeichert werden können. Beim Kauf ist ein kostenloses Abo dabei für 90 Tage dabei, das Videos 24 Stunden lang verfügbar macht. Danach wird ein kostenpflichtiges Paket notwendig. Das kostet für 24-stündige Speicherung 3,50 Euro im Monat, für siebentägige Aufzeichnung 6,50 Euro und für 30 Tage 18,50 Euro.

Videoaufzeichnung im kostenpflichtigen Abo

Ich will an dieser Stelle nicht anmosern, dass sich Sengled die notwendigen Serverkosten bezahlen lässt, sondern vielmehr, dass es keine Möglichkeit zur privaten Speicherung beispielsweise auf einem NAS gibt. Wer also sehen will, wer in der Nacht den Garten umgegraben hat, hat besser ein Abo.

Ansonsten gibt es nämlich nur Echtzeitaufnahmen, die den Begriff „Echtzeit“ ein wenig strapazieren: Man merkt teils 10 Sekunden oder längere Verzögerungen, da die Daten natürlich erstmal an Sengleds Cloudserver und dann wieder zurück gestreamt werden müssen. Je nach Verbindung dauert das merklich lange.

(Bild: Übergizmo / Jake Pietras)

Die Aufnahmen werden nur im kostenpflichtigen Abo auf dem Cloud-Server gespeichert (Bild: Übergizmo / Jake Pietras)

Dafür zeichnet die Snap aber auch Ton auf und hat einen Lautsprecher verbaut, mit dem man im Zweifel auch mal Nachbarskatzen erschrecken kann, die an fremden Futternäpfen naschen. Oder bei weniger persönlichen Szenarien Einbrecher oder sonstige Unerwünschtheiten.

Fazit

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Von der Idee her wäre die Snap eine gute Alternative zu anderen Überwachungskameras, da sie sehr einfach per Lampenfassung installiert werden kann – wenn sie denn aufgrund ihrer Größe passt. Den kostenpflichtigen Cloudspeicher für Videos vorausgesetzt ist das System nämlich durchaus gut brauchbar.

Keine kostenlose Variante anzubieten, weder auf einem privaten Server, noch in der Cloud ist aber leider ein echtes No-Go. Zumal ich für rund 200 Euro auch fast eine dedizierte Überwachungskamera wie die Arlo von Netgear bekomme, die kostenlos bis zu einer Woche Aufnahmen speichert. Ohne Abo sehe ich eben nur „Echtzeitaufnahmen“ mit der Snap.

Wer das Feature aber nicht braucht und die Lampe beispielsweise nur zur direkten Überwachung oder vor der Haustüre nutzen will, bekommt zumindest eine gute Leuchte mit anständiger Videoqualität und Lautsprecher.

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  1. So ein „Alufolienhut“ hat eher nur symbolische Wirkung.
    Es gibt aber Leute die vor Hochfrequenz- Strahlen richtigen panischen Paranoia haben.
    Um die wenigstens etwas zu Beruhigen gibt es spezielle Schutzkleidung mit ca. 60 dB HF- Dämpfung: http://ul-we.de/neuer-strahlenschutzanzug/
    Z.B. der Typ im Link haust in Wald in Wohnwagen, weit weg von Handymasten und sonstigen Sendeanlagen… lol
    Andere lassen in der Wohnung die Wände mit Kupfer-Tapeten bekleben und die Fensterscheiben mit feinmaschigen Kupfernetz. (Faradayscher Käfig)
    Es gab u.a. Gummihosen mit eingearbeiteten Metallstaub. Ähnlich wie die Bleigummischürze beim Röntgen.
    Die Leute glauben fest dran, und sind bereit dafür auch fünfstellige Beträge auszugeben.

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