Bundeswehr: Online-Kommando Cyber- und Informationsraum nimmt Dienst auf

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Kriege werden heute nicht mehr nur an Land, auf Wasser und in der Luft geführt. Angriffe auf Staaten, ihre Institutionen und Gesellschaften erfolgen in Zeiten zunehmender Vernetzung auch militärischer Hardware immer mehr vom Internet aus. Um dieser Gefahr Herr zu werden, hat die Bundeswehr neben dem Heer, der Marine und der Luftwaffe eine neue Streitkraft geschaffen: den sogenannten Cyber- und Informationsraum (CIR). Die Online-Truppe nimmt am heutigen Mittwoch ihren Dienst auf.

Laut dem stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Franz Josef Jung, hat die Bundesregierung mit der neuen Streitkraft „einen historischen Schritt nach vorn“ gemacht, „um die Menschen in Deutschland zu schützen.“ Denn: „Die Frage der Sicherheit wird künftig nicht nur an realen Grenzen ausgetragen, sondern wird mit digitalen Mitteln in die Mitte unserer Gesellschaft getragen“, so Jung.

Der CDU-Politiker benennt klar die Gefahrenlage, gegen die man sich auch militärisch rüsten soll. „Es muss damit gerechnet werden, dass sich digitale Angriffe gegen die öffentliche Infrastruktur richten, z.B. gegen Krankenhäuser oder den öffentlichen Nahverkehr.“ Deutschland und seine Partner müssten sich gegen derartige Angriffe in Zukunft wappnen, so Jung.

Cyber-Angriffe auf die Bundeswehr nehmen zu

(Bild: Shutterstock)Neben diesem Gefahrenpotential und der immer größer werdenden Flut an manipulierenden Fake-News sei auch die Bundeswehr zunehmend Ziel von Angriffen aus dem Internet. Allein in den ersten neun Monaten dieses Jahres habe es bereits rund 284.000 Angriffe auf Rechner der Bundeswehr gegeben, erklärt Jung unter Berufung auf den neuen Kommandeur des CIR.

Das Kommando des Cyber- und Informationsraums (Kdo CIR), das gleichranging neben den anderen drei Streitkräften agiert, untersteht dem Generalleutnant Ludwig Leinhos. Der Einheit des in Bonn ansässigen Organisationsbereichs sollen zunächst 260 Soldatinnen und Soldaten angehören. Bis 2021 soll die Streitkraft laut der CDU/CSU-Bundestagsfraktion auf insgesamt 14.500 Männer und Frauen angewachsen sein.

Tags :Quellen:CDU/CSU-Fraktion
  1. Noch mehr Spione und Schnüffler die auch mit Cyber Angriffen offensiv gegen Zivilisten und kritisch denkende Menschen eingesetzt werden (können)

  2. Nur BND „SOLL“ deutscher Nachrichtendienst nur für Ausland sein.
    Aber
    BfV?
    IKTZ
    BKA
    LKAs
    MAD
    Amerikanische NSA als Gast-Oberschnüffler der andere Schnüffler zuliefern lässt.
    Englischer GCHQ, der Deutsche über Internet Knoten in England und Vodafone Handynetz + Kabel Deutschland kontrolliert und ausspäht
    und weitere „GEHEIME“ Dienste…

  3. Auf der einen Seite will der Staat Schutz gegen ausländische Angreifer, auf der anderen Seite spioniert diese sein Eigenes Volk aus. Welch Ironie.

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