Bosch will Auto zum persönlichen Assistenten machen

(Bild: Bosch)

Bosch zeigt mit seinem neuen Konzeptfahrzeug, wie sich der Zulieferer die Zukunft des Autofahrens vorstellt. Das Auto soll sich intuitiv bedienen lassen, ist immer online, mit seiner Umgebung vernetzt und natürlich automatisiert unterwegs.

„Die Vernetzung des Autos mit seinem Umfeld und dem Internet wird eine Schlüsselaufgabe zukünftiger Mobilität“, so Dr. Dirk Hoheisel von Bosch. Automatisierte und vernetzte Funktionen im Auto sollen das Fahren sicherer machen. Doch was macht der „Fahrer“ dann? Bosch meint, dass er einen digitalen Assistenten benötigt, der im Auto arbeitet.

Das Konzeptfahrzeug von Bosch soll zeigen, wie das geht. Die Driver Monitor Camera erkennt den Fahrer beim Einsteigen und stellt Lenkrad, Spiegel und Wunschtemperatur individuell ein. Auch die nächsten Termine, die Lieblingsmusik, neuste Podcast-Folgen und die Navigation, die der Fahrer noch Zuhause programmiert hat, werden ins Auto geladen.

(Bild: Bosch)

Eine Kamera überwacht den Fahrer und soll Übermüdung und Sekundenschlaf erkennen und warnt den Fahrer bei Bedarf.

Das sind aber Sicherheits- und keine Assistentenfunktionen. Letztere sollen den Fahrer im richtigen Moment mit den wichtigen Informationen versorgen. Das Konzeptfahrzeug zeigt hierfür beispielsweise eine Gestensteuerung mit haptischem Feedback. Sie nutzt Ultraschallsensoren, die einen spürbaren Widerstand erzeugen, wenn der Fahrer eine Geste in genau dem Bereich ausführt, der von der Kamera erfasst wird. Die Gestensteuerung wird dadurch noch einfacher nutzbar und der Fahrer ist weniger abgelenkt, wenn er ganz ohne Berührung die Anzeige auf dem Display wechselt, ein Telefonat annimmt oder eine neue Playlist aufruft.

(Bild: Bosch)

Dazu kommt ein Tauchdisplay mit haptischen Feedback. Der Fahrer ertastet dadurch auf einer eigentlich ebenen Oberfläche unterschiedliche Strukturen, die sich wie echte Knöpfe anfühlen.

Wenn das Konzeptfahrzeug autonom fährt, erlaubt es dem Fahrer, Emails ins Büro zu schreiben oder ein Video-Chat mit Freunden abhalten.

Sogar die Planung des Abendessens vom Auto aus will Bosch realisieren – natürlich mit Bosch-Küchentechnik. Der Bosch-Küchenassistent Mykie kann im Fahrzeug online Rezeptvorschläge machen. Ob zu Hause die erforderlichen Zutaten vorrätig sind, zeigt dann der Blick vom Fahrzeug in den vernetzten Kühlschrank.

Die Vernetzung des Autos mit dem Smart Home beginnt sogar bereits morgens vor dem Losfahren: Wenn der Fahrer ins Fahrzeug steigt, wird der Status der eigenen vier Wände auf einem Display angezeigt. Steht noch ein Fenster offen? Ist die Tür verschlossen? Eine Geste oder ein Fingertipp auf das Display im Fahrzeug genügt, damit sich das Zuhause automatisch abschließt und seinen Status überwacht.

Auch mit der Werkstatt ist das Auto der Zukunft verbunden. Es informiert den Fahrer rechtzeitig vor der nächsten Inspektion, vereinbart auf Wunsch einen Termin in der Werkstatt, und die erforderlichen Ersatzteile sind dort beim Eintreffen bereits vorrätig.

Um im ganz normalen Alltag soll das Community-based Parking helfen. Autos melden selbst mithilfe der Sensoren des Parkassistenten freie Lücken am Straßenrand. Die Informationen werden per Cloud in eine digitale Parkplatzkarte eingetragen und anderen Fahrzeugen zur Verfügung gestellt.

Wir sind gespannt, was solche Autos dann kosten werden, aber das steht auf einem anderen Blatt.

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