Twitter an alle Politiker: Zwitschert bitte wie Donald Trump!

Donald Trump

Wer hat nicht schon mal den einen oder anderen Eintrag von Donald Trump auf Twitter gelesen. Sei es direkt auf der Plattform des Kurznachrichtendienstes oder vermittelt über diverse Medien. Ja, der Mitteilungsdrang des US-Präsidenten sorgt für weltweite Aufmerksamkeit und Twitter bekommt einiges vom Scheinwerferlicht ab. Die Verantwortlichen in den Chefetagen von Twitter Inc. sehen das nicht ungern und hoffen, dass möglichst viele Staatenlenker es Trump nachtun.

„Wir fänden es großartig, wenn jeder Führer der Welt Twitter als primäre Plattform benutzen würde, auf der sie ihre Wähler ansprechen“, sagte Anthony Noto, leitender Geschäftsführer von Twitter Inc. in einem Fernsehinterview mit dem Finanznachrichtendienst Bloomberg. „Je öfter das passiert, je mehr können wir zeigen, was auf der Welt vor sich geht“, so der Unternehmer.

Das Bisschen Idealismus, das sich in der letzten Äußerung Notos bemerkbar macht, verdeckt allerdings nur notdürftig die pragmatische Seite seines Wunsches. Schließlich dürfte Trumps Twitter-Tätigkeit mit ein wesentlicher Grund dafür sein, dass Twitter zuletzt einen enormen Kundenzulauf erfahren hat. Wie aus dem vor wenigen Tagen vorgelegten Quartalsbericht hervorgeht, hat der Dienst im ersten Vierteiljahr 2017 rund neun Millionen neue aktive Nutzer gewinnen können. Das entspricht einem Anstieg von um 14 Prozent. Insgesamt zählt Twitter etwa 328 Millionen aktive Nutzer.

Twitter wieder auf der Erfolgsspurt – dank Trump?

Den Erfolg will der Konzern einigen entscheidenden Umstrukturierungsmaßnahmen verdanken, die seinen Kurznachrichtendienst nutzerfreundlicher gemacht hätten. Vielleicht sollten die Verantwortlichen aber auch ins Weiße Haus eine freundliche Grußkarte schicken.

Zwischen Twitter und der US-Regierung respektive Trump hat es in den vergangenen Monaten aber auch immer wieder Spannungen gegeben. So reichte das Unternehmen Anfang April Klage gegen die US-Regierung ein, weil das US-Heimatschutzministerium die Daten eines regierungskritischen Accounts in Erfahrung bringen wollte. Ein Tag später zog Twitter die Klage wieder zurück, nachdem die Regierung zuvor ihre Forderung fallen gelassen hatte.

Tags :Quellen:Bloomberg

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