Apple investiert 1 Milliarde US-Dollar in US-Produktion

iTunes Movies und iBooks in China gesperrt (Bild: News.com)

Mit einem geradezu winzigen Betrag von einer Milliarde US-Dollar will Apple eine Produktion in den USA anschieben. Gemessen an den Umsätzen und dem Gewinn des Unternehmens ist das nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Nach einem Bericht der Fernsehsendung „Mad Money“ hat Apple-Chef Tim Cook angekündigt, einige Arbeitsplätze in der Fertigung in den USA zu schaffen. Dazu soll eine Milliarde US-Dollar ausgegeben werden.

Noch im Mai 2017 will Apple seine erste Investition in ein noch nicht genanntes Unternehmen ankündigen, die in diesem Zusammenhang erfolgt. Darüber hinaus sind weitere Initiativen angedacht. So könnten die eigene Belegschaft aufgestockt oder Menschen Kenntnisse in der Computerprogrammierung vermittelt werden.

Das gab CEO Timothy D. Cook öffentlichkeitswirksam in der TV-Sendung Mad Money des Aktien-Tippgebers Jim Cramer bekannt, dessen dauererregte Präsentation ohnehin Einschaltquoten garantiert. „Indem wir das tun, können wir die Welle im Teich sein“, sagte der Apple-Chef und legte damit nahe, dass die Schaffung von Fabrikjobs zugleich die Entstehung neuer Dienstleistungen im Umfeld anstoßen könnte.

„Viele fragen mich, ob ich es für die Aufgabe eines Unternehmens halte, Arbeitsplätze zu schaffen“, erklärte Cook. „Und meine Antwort lautet, dass ein Unternehmen Werte haben sollte, weil ein Unternehmen sich aus Menschen zusammensetzt. Menschen sollten Werte haben, und daher auch ein Unternehmen. Und das Zurückgeben gehört zu den Dingen, die man tun sollte.“

Zurückgeben will Apple demnach durch den Einsatz für die Umwelt, indem es das eigene Unternehmen mit erneuerbaren Energien betreibt. „Wir geben durch die Schaffung von Jobs zurück“ fügte der Apple-Chef hinzu.

Die Ankündigung wirkt aber auch wie eine Antwort auf ein Angebot von Donald Trump. Nach seiner Wahl zum Präsidenten hatte dieser Ende letzten Jahres steuerliche Anreize in Aussicht gestellt, sollte Apple einen Teil seiner Produktion in die Vereinigten Staaten verlagern. „Wir machen eine riesige Steuersenkung für Unternehmen, die Sie glücklich machen wird“, sagte er und versprach zugleich, für Unternehmen lästige Regulierungen zu beseitigen.

Auf eine Absenkung der in den USA nominell hohen Unternehmenssteuern wartet der iPhone-Hersteller schon lange. Geschätzte 90 Prozent seines Barvermögens von inzwischen 257 Milliarden Dollar hat er im Ausland gebunkert, um Steuerzahlungen in den Vereinigten Staaten zu vermeiden. 2013 musste Cook vor dem US-Senat aussagen und sich gegen Vorwürfe der massiven Steuerflucht wehren. Er forderte seinerseits eine radikale Steuervereinfachung und wünschte sich konkret eine „einstellige Steuer“, was multinationale Unternehmen zur Rückführung von Auslandsgewinnen motivieren könnte.

Mit Apple steht zudem schon länger ein Unternehmen in der öffentlichen Kritik, das seine eigene Produktion fast vollständig nach Asien ausgelagert hat. Bei einem Treffen mit Größen im Silicon Valley hatte Präsident Obama vor Jahren den damaligen Apple-Chef Steve Jobs gefragt, warum iPhones nicht auch in den USA hergestellt werden könnten. Nach einem Bericht der New York Times erhielt er vom damaligen Apple-CEO Steve Jobs im Februar 2011 die kategorische Antwort: „Diese Jobs kommen nicht zurück.“

Tags :Quellen:Mit Material von Bernd Kling, ZDNet.de
  1. Ist wohl ein Anfüttern und sehr kleines Tribut an Trump.
    Apple CEO Cook wartet auf Trumps- Steuergeschenke für das im Ausland gehortetes Vermögen von 257 000 000 000 $. Wenn Apple es zu Zeit nach USA transferiert würde, müsste Apple ca. 30 % an Steuer nachentrichten. Das wären 856 000 000 000 $ Steuer die Apple dem verarmten USA Volk und Staat vorenthält.

    1. Ach, wie viele schöne Panzer und Kampfjets könnten die dann dafûr kaufen, die das verarmte Volk beschützen, seufz … ?
      So ungefähr 10-11 Jets. Natürlich ohne Bewaffnung. Eine Sidewinder kostet ja auch ne bischen wat.

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