Die unverwüstliche Soundbombe: UE Wonderboom im Test

(Bild: Übergizmo / Jake Pietras)

Zugegebenermaßen leidet die Gadget-Welt nicht gerade darunter, dass es zu wenige Bluetooth-Lautsprecher gibt. Die Logitech-Tochter Ultimate Ears schafft es dennoch mit jeder neuen Version einen Speaker herauszubringen, der auffällt. Der neuste Streich heißt Wonderboom, den wir einem Hörtest unterzogen haben.

Ultimate Ears Wondeboom im Test

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Ultimate Ears Wonderboom
(Bild: Übergizmo / Jake Pietras)

 PRO

 CON

 (Bild: Übergizmo)Ausgezeichneter 360°-Klang  (Bild: Übergizmo)Keine Freisprechfunktion
 (Bild: Übergizmo)Laut… BOOM BOOM BOOM!  (Bild: Übergizmo)Öse zum Aufhängen klein
 (Bild: Übergizmo)Wasserdicht (30 Minuten in einem Meter Tiefe)
 (Bild: Übergizmo)Sehr robust und dreckabweisend
 (Bild: Übergizmo)Sehr guter Preis

UE Wonderboom: Der Auffällige

Ultimate Ears war ja schon immer für seine farbenfrohen und ausgefallenen Designs bekannt und da macht der Wonderboom auch keine keine Ausnahme. Er sieht ein wenig so aus, als ob man den UE Roll aufgepumpt und dafür leider die handliche Schlaufe verkleinert hätte.

(Bild: Übergizmo / Jake Pietras)

Unterscheidet sich angenehm von anderen „Soundröhren“: Der UE Wonderboom (Bild: Übergizmo / Jake Pietras)

Somit ist der Wonderboom nicht mehr ganz so kompakt und lässt sich auch nicht mehr so einfach aufhängen, wobei da ein handelsüblicher Karabinerhaken aushelfen kann. Das ist aber schon fast der einzige Kritikpunkt, denn ansonsten überzeugt der Wonderboom in jeder Hinsicht.

Er ist wie die anderen Ultime Ears Modelle robust verbaut und hält jetzt nicht nur Stürze aus bis zu zwei Metern Höhe aus, sondern ist auch komplett wasserdicht. Das sind andere Bluetooth-Speaker zwar auch, der Wonderboom hat aber die nette Eigenschaft an der Wasseroberfläche zu schwimmen. Ultimate Ears gibt an, dass der Speaker bis zu 30 Minuten in einer Tiefe von einem Meter dicht hält. Falls man ihn denn so lange unter Wasser tauchen will.

Robuste und laute Klangkugel

Im hochwissenschaftlichen Badewannentest hat er schwimmend aber auch länger überlebt. Den Micro-USB-Anschluss zum Laden schützt dabei eine Gummikappe, die beim Gehäuse für Staub- und Wasserschutz nach IP67-Zertifizierung sorgt. Der Dreck, der sich nach ausgiebigen Wurftests auf dem Stoffüberzug angesammelt hatte, ließ sich tatsächlich ganz einfach abwaschen und der Wonderboom sah wieder aus wie neu.

(Bild: Übergizmo / Jake Pietras)

Der Micro-USB-Anschluss wird mit einer wasserdichten Gummikappe geschlossen (Bild: Übergizmo / Jake Pietras)

Das wirkliche Highlight ist aber, was für einen vollen und klaren Sound Ultimate Ears dem Wondeboom verpasst hat. Für mich persönlich ist es klanglich der beste portable Bluetooth-Speaker, der zudem auch noch für relativ günstige 100 Euro zu haben ist. Die zwei Lautsprecher und zwei Passivstrahler sind dabei unter dem Gehäuse verbaut und wirken insgesamt wie ein 360°-Lautsprecher, den man entsprechend überall hinstellen kann und immer gleich guten Sound hat.

In der Mitte des Wohnzimmers aufgestellt, reicht ein Wondberboom tatsächlich um eine ganze Party zu beschallen. So laut und dennoch verzerrungsfrei ist die kleine Soundbombe. Lediglich am Anschlag mit mit tiefen Bässen, zerrt es ein wenig, aber das tun auch deutlich teurere Speaker. Der Wonderboom ist dabei so laut, dass ich das Klopfen meiner Nachbarn an der Tür aufgrund der Lautstärke schon gar nicht mehr hören konnte.

Zwei Booms sind besser als eine

Wem das noch nicht reicht, der kauft sich eine zweite Wonderboom und kann dann beide Boxen gleichzeitig mit einem Smartphone ansteuern. Auch wenn sich das übertrieben anhört, reicht das tatsächlich, um sogar eine größere Wohnung komplett mit Sound einzudecken. Und das mit einer Akkulaufzeit von etwa zehn Stunden bei mittlerer, partytauglicher Hintergrundlautstärke.

(Bild: Übergizmo / Jake Pietras)

Simple Steuerung: Bluetooth (oben), Einschalter (unten), Lautstärkeregelung auf dem Gehäuse (Bild: Übergizmo / Jake Pietras)

Zwei Features hat Ultimate Ears beim Wondeboom aber gestrichen. Zum einen fehlt leider die Freisprechfunktion, was bei eingehenden Anrufen ein wenig nervig ist. Zum anderen gibt es diesmal keine App, was für mich persönlich vollkommen OK ist. Bisher konntet ihr mit den Ultimate Ears-Apps eine Reihe von Geräten koppeln und ansteuern. Für mich ist das aber kein Ohrbruch, wenn ich den Wonderboom einfach schnell per Bluetooth kopple und mich einfach auf den Sound freuen kann. Wenn der Wegfall der App für den günstigen Preis gesorgt hat, soll mir das sogar mehr als Recht sein.

Fazit

(Bild: Übergizmo)

Der Ultimate Ears Wonderboom ist ein Bluetooth-Lautsprecher, der durch sein Design und den Klang auf jeden Fall auffallen will und das ausgezeichnet macht. In sechs Farbkombinationen erhältlich dürfte da für jeden etwas dabei sein und transportabel ist er mit etwas mehr als 400 Gramm auch.

Mit dem Wonderboom müsst ihr euch nicht darum sorgen, ob der Speaker auf der nächsten Party durch die Gegend getreten und in den Pool gekickt wird, so robust ist er. Und für 100 Euro verzeiht man auch die fehlende Freisprecheinrichtung und die etwas zu klein geratene Schlaufe. Mit dem Sound und für den Preis macht ihr mit einem Kauf alles richtig.

Tags :Bildquelle :Jake Pietras
  1. Das Design mit dem großen Kreuz erinnert eher an ein Grabstein oder als religiöse Paffen- Requisite für Veranstaltung von Gehirnwäsche Messen in den Kirchen…

    1. Einen ähnlichen Gedankengang hatte ich auch – meine erste Idee – Ne Urne mit Musik – aber es war dann doch ‚nur Musik :)

      1. So eine Graburne müsste aber mindestens IP68 wasserfest sein, damit es auch nach Regen den Friedhof beschallen kann.
        D ist aber ein Korinthenkackerstaat, der nach der Friedhofsordnung, sehr wahrscheinlich Musik verbietet.
        Ggf. nur bei Bestattungen, dann könnte es sogar günstiger sein als eine amtliche Friedhofskapelle.

        Man könnte damit auch die Friedhofsbesucher erschrecken, indem man via Bluetooth „Geisterstimmen“ der Verstorbenen abspielt.

    1. Beide Hersteller haben auch gute Boxen, ja. Für 100 Euro ist für mich der Wonderboom aber gerade unschlagbar. Wenn ma mit dem Design was anfangen kann natürlich. Das WILL ja geradezu auffallen.

  2. Also schon der Vorgänger war robust, der ist nur die kompakte Version. Bei dem Vorgänger habe ich Logitech (die Mutti von UE) nach der Temperaturen gefragt. Also dazu findet man keine Angaben im Datenblatt. Wollte es in der Sauna benutzen um Entspannungsmusik hören. Leider ist es laut Logitech nicht erlaubt. Also doch nicht so Robust und Unverwüstlich wie gedacht…. Dieser Punkt ist für mich ein CON.

    1. Ich denke, Logitech gibt das aus guten Gründen nicht an, da in Saunen 1. eh immer Ruhe angesagt ist und zweitens ist der Anwendungsfall prozentual wohl gering. Ich gebe natürlich keine Garantie oder hafte für irgendwas oder so, aber probiers doch einfach mal aus. Ich könnte mir vorstellen, dass die Wonderboom es auch in einer Dampfsauna aushält. In einer finnischen mit 90° wirds eventuell zu viel für die Elektronik :P

      1. Ich denke der Elektronik macht es noch garnicht sooo viel aus, aber dem Akku…

        Würde ich nicht ausprobieren, da so ein Lithium Akku bei höheren Temperaturen schon mal labil werden kann (man erinnere sich an Samsung) ;-)

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