Apple verliert in China den Boden unter den Füßen

iPhone 8 mit drei Modell- und Displayvarianten?

Apples iPhone hat in China nur noch einen Marktanteil von 10 Prozent. Die Smartphone-Verkäufe des Anbieters im Reich der Mitte sind um 26,7 Prozent eingebrochen. Es handelt sich dabei um den fünften Rückgang im zweistelligen Prozentbereich in Folge.

Apple ist in China zum Außenseiter geworden. Nach Angaben der Marktforscher von IDC kommt das Unternehmen mit dem iPhone nur noch auf einen Anteil von 10 Prozent. Erst das Jubiläums-iPhone („iPhone 8“) im Herbst soll eine Kehrtwende mit sich bringen.

Apple hat laut IDC im ersten Quartal 26,7 Prozent weniger iPhones in China verkauft als im Vorjahreszeitraum. Als Folge sank der Marktanteil des Unternehmens aus Cupertino auf unter 10 Prozent – 9,6 Millionen verkaufte iPhones entsprechen einem Anteil von 9,2 Prozent. Zwischen Januar und März 2016 kontrollierte Apple 12,7 Prozent des Markts.

„Apple erlebt im fünften Quartal in Folge einen zweistelligen Rückgang“, sagte Tay Xiaohan, Senior Market Analyst bei IDC für den asiatisch-pazifischen Raum. „Aber wir glauben, dass chinesische Verbraucher auf den Start von Apples Jubiläums-iPhone Ende des Jahres warten und dass das Apple helfen wird, im chinesischen Smartphonemarkt eine Wende zu erreichen.“

Insgesamt hat Apple laut der in der vergangenen Woche veröffentlichten Bilanz im ersten Quartal 10,726 Milliarden Dollar in China umgesetzt, 14 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die iPhone-Verkäufe gingen weltweit um ein Prozent zurück – die iPhone-Umsätze legten sogar um ein Prozent zu.

Die Statistik von IDC zeigt auch, dass der Smartphonemarkt in China im ersten Quartal deutlich langsamer gewachsen ist als der weltweite Markt. In der Volksrepublik fanden im ersten Quartal 2017 104,1 Millionen Smartphones einen Käufer, was einem Plus von 0,8 Prozent entspricht. Weltweit wurden jedoch 347,4 Millionen Einheiten abgesetzt, 4,3 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Chinesischer Marktführer ist derzeit Huawei, das seinen Anteil dank 20,8 Millionen ausgelieferter Smartphones (plus 25,5 Prozent) um vier Punkte auf 20 Prozent steigerte. Mit einem Wachstum von 19,5 Prozent verteidigte Oppo zumindest im Jahresvergleich seinen zweiten Platz – im vierten Quartal 2016 lag Oppo noch knapp vor Huawei.

Den dritten Platz sicherte sich Vivo mit 14,6 Millionen Einheiten und einem Anteil von 14,1 Prozent. In der weltweiten Statistik belegen Huawei, Oppo und Vivo aktuell die Ränge drei bis fünf – hinter Samsung und Apple.

In China schaffte es der koreanische Weltmarktführer indes erneut nicht in die Top 5. Dort ist Xiaomi mit 9,3 Millionen verkauften Einheiten (minus 7,5) und 9 Prozent Marktanteil das „Schlusslicht“. Die Kategorie Andere schrumpfte indes um 9,6 Prozent auf 30,8 Millionen Einheiten oder 29,6 Prozent – die fünf führenden Anbieter kontrollieren also mehr als 70 Prozent des chinesischen Markts. Weltweit kommen die fünf größten Smartphonehersteller indes nur auf einen gemeinsamen Anteil von 60 Prozent.

Tags :Quellen:Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising