Honor 8 Pro im Test

beitragsbild honor 8 pro

Bisher bediente die Huawei-Tochterfirma Honor vor allem das günstige Einstiegs- und Mittelklassesegment. Mit dem Honor 8 Pro steigt das chinesische Unternehmen nun in die Highend-Klasse ein - und bleibt dabei verhältnismäßig günstig.

Honor 8 Pro

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 PRO

 CON

 (Bild: Übergizmo)Sehr gute Verarbeitung  (Bild: Übergizmo)Etwas einfallsloses Design
 (Bild: Übergizmo)Gute Kamera…  (Bild: Übergizmo)… aber mit Schwächen bei Dunkelheit
 (Bild: Übergizmo)Tolle Performance  
 (Bild: Übergizmo)Lange Akkulaufzeit  
 (Bild: Übergizmo)Sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis  

Design

Optisch erinnert das Honor 8 Pro ein wenig an das iPhone 6 Plus. Es ist 5.7 Zoll groß, besitzt einen Aluminium-Body und verfügt über ziemlich markante Antennenstreifen an der Rückseite. Die Bedienelemente, also An/Aus-Knopf sowie Lautstärkewippe, befinden sich auf der rechten Seite des Geräts, auf der Rückseite prangt der Fingerabdrucksensor in gut erreichbarer Position. Unser schwarzes Testgerät ist in einem matten Farbton gehalten und kann sich durchaus sehen lassen. Ein kleines Manko ist allerdings, dass das Gerät ein wahrer Staub- und Fingerabdruckmagnet ist. Möchte man es stets sauber und ansehnlich halten, ist es gut, immer ein Brillenputztuch oder Ähnliches bei sich zu haben.

Honor 8 Pro

Das Design erinnert stark an das iPhone 6 Plus. (Bild: Übergizmo / Stephan Kemp)

Verarbeitung und Lieferumfang

Das Honor 8 Pro ist sehr gut verarbeitet. Es wirkt robust und hochwertig, Grate, Kratzer oder sonstige Macken waren nicht zu finden. Auch der restliche Lieferumfang war vollständig und absolut fehlerfrei. Es befinden sich ein USB-Type-C-Kabel, das Netzteil sowie eine Kurzanleitung in der blauen Pappschachtel, in der das Gerät kommt. Ein besonderes Schmankerl ist die Packung zudem: Man kann aus ihr mit Hilfe eine VR-Brille basteln. Haben wir natürlich auch gleich ausprobiert, dazu aber später mehr.

Honor 8 Pro Lieferumfang

Im Lieferumfang ist auch eine Papp-VR-Brille zum Selberbasteln enthalten. (Bild: Übergizmo / Stephan Kemp)

Die inneren Werte

Es kommt nicht nur auf die Optik an, insbesondere bei Technik trifft dies zu. Die inneren Werte sind wichtig – und beim Honor 8 Pro sehr sehenswert. Insgesamt betrachtet schlägt allein das Datenblatt die teureren Brüder Huawei P10 und Mate 9. Das ist beachtlich, denn das Honor 8 Pro ist mit 549 Euro deutlich günstiger.

Als Prozessor kommt der Kirin 960 mit satten 6 GB RAM zum Einsatz. Das Display löst in 2560 x 1440 Pixeln auf (WQHD) und kommt knackscharf zur Geltung. Spiele, Filme und Bilder wirken sehr scharf und farblich gut austariert auf dem Gerät. Auch grafiklastige Spiele wie Real Racing 3 laufen problemlos und rucklerfrei, im direkten Vergleich sogar noch einen kleinen Tacken sauberer als auf dem Huawei P10.

Akku

Hinter jedem guten Smartphone steht ein starker Akku – so sollte es zumindest sein. Im Fall des Honor 8 Pro wirkt ein 4000 mAh starker Akku für heutige Verhältnisse schon fast Wunder. Bei ganz normaler, alltäglicher Nutzung mit wenig Spielen, Messaging-Diensten, Telefonie und Emailverkehr kommt man locker auf zwei Tage Nutzungszeit! Spielt man natürlich die Energiefresser Ingress oder Pokémon Go kommt man am Abend an die Grenzen des Machbaren, aber das ist mehr als verschmerzbar. Insgesamt liefert Honor in Puncto Batterie also sehr ordentlich ab.

Kamera

Ohne Frage: Die Kameras des Honor 8 Pro sind sehr ordentlich. Die Frontkamera macht schicke Selfies mit 8 MP, die Hauptkamera ist ein Dual-Modell mit jeweils 12 Megapixeln pro Linse. Die Fotos werden gut, auch bei schlechteren Lichtbedingungen ist die Qualität gerade noch so in Ordnung, ein starkes körniges Rauschen lässt sich aber kaum vermeiden. Farben werden naturnah wiedergegeben und auch der Autofokus funktioniert tadellos und recht schnell. Kleinere Schwächen zeigen sich in der Schärfe, wenn das Motiv in der Ferne liegt.

Der Profimodus der Kamera-Software macht Spaß, allgemein sind die Features, die man mit einem Wisch nach links auswählen kann, reichlich und gut. Mit dem Monochrom-Modus kann man sehr gute, pointierte schwarz-weiß-Bilder aufnehmen, Schmink-Feature und Beauty-Funktionen für Selfies sind natürlich auch wieder mit an Bord.

Software

Von Haus aus kommt das Honor 8 Pro mit Android 7.0 auf den Markt. Als User Interface kommt EMUI 5.1 zum Einsatz, genauso wie bei den Huawei-Topgeräten. Schön ist, dass das etwas aktualisierte Interface nun sehr viel aufgeräumter und schlanker wirkt als noch beim Vorgängermodell. Die Bedienung sollte vor allem Leuten, die sich schon einmal mit einem iPhone beschäftigt haben, leicht fallen, da die Optik und die Anordnung der Icons doch sehr ähnlich ist. Bloatware ist nur wenig vorinstalliert, zudem lässt sie sich gut entfernen, wenn man sie nicht benötigt.

Im Geekbench 4 Benchmark schneidet das Honor 8 Pro sehr gut ab. In seiner Preisklasse liegt es ganz weit vorn, im direkten Vergleich zu den Highend-Boliden der Konkurrenz muss es sich keine Butter vom digitalen Brot nehmen lassen und liegt gleichauf mit dem Huawei P10 und übertrifft das OnePlus 3, Samsung Galaxy Note 7 und das Galaxy S4 um einige Punkte. Es liegt allerdings hinter dem neuen Samsung Galaxy S8, kostet aber auch längst nicht so viel. Die Performance ist, wie beim Punkt Hardware schon besprochen, einwandfrei. Alle Apps starten ordentlich schnell und lassen sich sehr gut bedienen.

Screenshot Honor 8 Pro

Das Honor 8 Pro schneidet bei Geekbench 4 gut ab. (Bild: Übergizmo / Stephan Kemp)

Spielerei: VR-Brille zum Selberbasteln

Die Bastelwastel und VR-Fans unter uns wird’s freuen: Mittels Verpackung und mitgeliefertem Papierbauteil kann man sich in Nullkommanichts eine eigene kleine Honor-VR-Brille bauen. Diese funktioniert sogar ganz gut, mit den geeigneten Apps macht die Nutzung Spaß, auch wenn die Sache aufgrund der etwas fummeligen Handhabung nicht viel mehr als ein Partygag bleibt. Mit ein wenig mehr Geschick als ich es besitze, kann man sich aber sicherlich eine etwas bequemere Version der Brille basteln und sie öfter nutzen, um zum Beispiel zu spielen oder sich schöne Landschaften anzuschauen.

Fazit

Mit dem Honor 8 Pro hat die chinesische Firma ein relativ günstiges aber starkes Gerät auf den Markt gebracht. Es ist sowohl hübsch anzusehen und gut verarbeitet, als auch im Inneren sehr ordentlich ausgestattet. 64 GB interner Speicher sollte für die meisten Leute vollkommen ausreichen, die DUAL-SIM-Funktion ist praktisch und funktioniert einwandfrei. Die Performance ist erfreulich und auch der Akku hält sehr lang durch. Insgesamt eine feine, runde Sache!

Einziges kleines Manko ist vielleicht, dass die Kamera zwar sehr stark ist, aber nicht ganz an die des Huawei P10 herankommt. Die Aufnahmen bei schlechten Lichtbedingungen sind hier nicht vergleichbar. Eine ausführlichere Betrachtung der Kameraleistung könnt ihr in Kürze hier bei uns lesen. Das Design ist zwar hübsch, in Anbetracht der Tatsache, dass es unglaublich stark an das iPhone 6 Plus erinnert, aber doch etwas einfallslos.

Das Honor 8 Pro kostet 549 Euro und ist seit dem 24. April bei den üblichen Stores käuflich zu erwerben. Als Farben stehen schwarz, blau und gold zur Wahl.

(Bild: Übergizmo)

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