Notebooks sollen auf Flügen von Europa in die USA verboten werden

(Bild: Lufthansa)

Bald werden auch Flugreisende von Europa mit Ziel USA ihre elektronischen Geräte abgesehen vom Smartphone ins Aufgabegepäck geben müssen. Im Handgepäck sollen Notebooks, Kameras, DVD-Player und ähnliches verboten werden.

Nach Angaben des US-Heimatschutzministerium DHS gibt es entsprechende Pläne. Das Verbot könnte heute ankündigt werden. Es werde für alle elektronischen Geräte gelten, die größer als Mobiltelefone sind, heißt es.

Das US-Heimatschutzministerium plant angeblich eine Ausweitung des Verbots bestimmter elektronischer Geräte im Handgepäck. Es soll künftig auch für Flüge von Europa in die USA gelten, wie The Daily Beast berichtet. Mobiltelefone wären von dem Verbot jedoch nicht betroffen.

Im März hatte das Department of Homeland Security angekündigt, dass Reisende aus acht Ländern im Mittleren Osten und Afrika Geräte wie Laptops, Tablets, DVD-Player, Digitalkameras und tragbare Spielkonsolen nicht mehr als Handgepäck mit in die Kabine nehmen dürfen. Stattdessen müssen alle Geräte, die eine bestimmte Größe überschreiten, mit dem übrigen Gepäck aufgegeben werden.

Die Ausweitung des Verbots soll das Heimatschutzministerium dem Bericht zufolge im Lauf des heutigen Tages ankündigen. Als Quelle werden Vertreter europäischer Sicherheitsbehörden genannt. Die USA befürchten demnach, Terroristen könnten Möglichkeiten entwickeln, Bomben beispielsweise in Laptops zu verstecken. Derzeit werden solche Geräte schon vor dem Abflug zusammen mit dem Handgepäck durchleuchtet. Unter Umständen müssen Reisende zudem ihre elektronischen Geräte einschalten und deren Funktion demonstrieren.

Das Department of Homeland Security bestätigte gegenüber The Daily Beast entsprechende Pläne. „Es gibt noch keine abschließende Entscheidung zur Ausweitung der Einschränkungen für große elektronische Geräte in Flugzeugkabinen“, sagte ein Vertreter der Behörde. „Das DHS prüft weiterhin die Sicherheitslage und wird falls notwendig Änderungen einführen, um die Sicherheit von Flugreisenden zu gewähren.“

Die Fluglinien lehnen ein Laptop-Verbot indes ab. Sie befürchten unter anderem, dass als Folge Vorfälle mit überhitzenden und in Brand geratenden Lithium-Ionen-Akkus unentdeckt bleiben, wenn die Geräte im Frachtraum im Koffer transportiert werden. 2016 habe die US-Flugsicherheitsbehörde 33 Fälle dokumentiert, in denen persönliche elektronische Geräte in der Kabine in Brand gerieten, darunter drei Laptops und zwei Tablets, heißt es weiter in dem Bericht. Zudem habe schon 2015 eine Untersuchung der FAA ergeben, dass die an Bord von Flugzeugen eingesetzten Halon-Feuerlöschsysteme bei brennenden Lithium-Ionen-Akkus unwirksam seien.

Tags :Quellen:Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de

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