AMD Threadripper: Desktop-CPU mit 16 Kernen

(Bild: AMD)

AMD hat mit Threadripper eine neue CPU-Architektur für Desktop-Rechner vorgestellt. Sie verfügt über 16 Kerne und kann 32 Threads parallel ausführen. Damit sollen nach Darstellung von AMD besonders schnelle Rechner ausgestattet werden.

Der High-End-Desktop-Prozessor Threadripper stammt aus der Ryzen-Reihe und soll im Sommer 2017 in den Handel kommen. Er verfügt über 16 Prozessorkerne . Da er 32 Threads gleichzeitig ausführen soll, wäre es die erste echte 16-Core-CPU für Consumer.

Per Twitter verteilte AMD-CEO Lisa Su ein Foto von AMDs Analystenkonferenz, das Jim Anderson, Senior Vice President und General Manager des Geschäftsbereichs Computing und Graphics, bei der Vorstellung von Ryzen Threadripper zeigt. Demnach positioniert AMD den Chip als neue High-End-Desktop-Plattform für die „weltweit schnellsten Ultra-Premium Desktop-Systeme“.

Weitere Details zu Threadripper könnte AMD während der Computermesse Computex bekanntgeben, die am 30. Mai in der taiwanischen Hauptstadt Taipeh beginnt. Dort soll Intel Gerüchten zufolge ebenfalls einen neuen High-End-Prozessor präsentieren, und zwar ein mit 12 Kernen und Hyperthreading ausgestattetes Modell, für das das Unternehmen sogar eine neue Modellreihe einführen soll. Wie PC World berichtet, soll der neue Intel-Chip nicht unter der Bezeichnung Core i7 angeboten werden, sondern als Core i9.

Sollte Threadripper an die Leistung anknüpfen können, die die seit Anfang März erhältlichen Ryzen-7-Prozessoren bieten, sollte die 16-Kern-CPU in der Lage sein, Intels aktuellen Flaggschiff-Prozessor Core i7-6950X in die Schranken zu weisen. Dem Chip stehen „lediglich“ 10 bis zu 3,5 GHz schnelle Broadwell-Kerne zur Verfügung.

Darüber hinaus bestätigte AMD, dass ab Ende Juni die erste Grafikkarte erhältlich sein wird, die auf der neuen Grafikarchitektur Vega basiert. Allerdings richtet sich die Radeon Vega Frontier Edition nicht an Computerspieler, sondern Computerwissenschaftler und –ingenieure sowie Produktentwickler, unter anderem für den Bereich Mixed Reality. Weitere Details zum Polaris-Nachfolger Vega sollen in den kommenden Wochen folgen.

In der zweiten Jahreshälfte soll zudem eine mobile Version der Ryzen-Prozessoren erscheinen, die für 2-in-1-Computer, Ultrabooks und Gaming-Laptops gedacht ist. Sie soll als erste APU des Unternehmens die Zen-Architektur mit einem Vega-Grafikchip auf einem Die vereinen.

Das Low-End-Segment will AMD zudem ab dem dritten Quartal mit Ryzen-3-Prozessoren bedienen. Auch ein für den Einsatz in Workstations optimierter Ryzen Pro mit zusätzlichen Sicherheits- und Management-Funktionen ist in Arbeit, der ebenfalls in der zweiten Jahreshälfte verfügbar sein soll. Im ersten Quartal 2018 soll eine mobile Version des Ryzen Pro das Sortiment abrunden.

Tags :Quellen:Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de

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