E-Auto: 500 km Reichweite nach 5 Minuten laden

(Bild: StoreDot) E-Auto Akku

Ein israelisches Start-up verspricht bis zu 500 Kilometer Reichweite nach nur fünf Minuten Ladezeit. Wenn dem so ist, wäre eines der großen Probleme von elektrischen Fahrzeugen gelöst.

Das Start-up StoreDot setzt die sogenannte Flashbattery-Technologie ein. Kürzlich präsentierte man die Innovation auf der Cube Tech Fair in Berlin und lud den Akku dort binnen drei Minuten auf knapp über 60 Prozent. Mehr Zeit wurde der Demonstration (leider) nicht eingeräumt, doch 100 Prozent Ladezustand, so heißt es, wären tatsächlich schon nach fünf Minuten erreicht.

Zum Vergleich: das Tesla Model S ist aktuell ein verhältnismäßig schnell geladenes E-Auto, braucht aber dennoch 75 Minuten für einen vollständigen Ladevorgang. StoreDot verwendet für die Akkus Nanomaterialien, die mit speziellen organischen Verbindungen geschichtet werden. Das soll nicht nur die Ladezeit erhöhen, sondern auch mehr Sicherheit bieten als die übliche Lithium-Ionen-Technologie. Durch die verwendeten Materialien bestehe schließlich keine Feuergefahr.

E-Auto in wenigen Minuten laden? Trotzdem ist Geduld gefragt

Wie zu erwarten war, sind die Akkus von StoreDot so schnell nicht marktreif. Dem Hersteller zufolge befindet man sich aktuell „im fortgeschrittenen Stadium“ der Entwicklung. Der Einsatz in Serienfahrzeugen ist in spätestens drei Jahr geplant.

Ob die Akkuladung dann tatsächlich für 500 Kilometer reicht, wird sich zeigen – und sicher auch von weiteren Faktoren, beispielsweise dem Fahrzeuggewicht, abhängen. Entsprechende Innovationen verdeutlichen indes, dass Elektroautos vermutlich nicht mehr allzu lange ein Nischendasein fristen müssen.

Tags :Via:elektroauto-news.netBildquelle :StoreDot
  1. um einen Elektro Kleinwagen mit einer 30 KWh Batterie ( vgl Tesla 60 bis 90 KWh) aufzuladen braucht man bei 400V (Hausanschluss Drehstrom) und 5 Minuten Ladezeit 900A Ladeleistung ,
    das durchschnittliche Einfamilenhaus ist mit 35A ans Netz angeschlossen ,dürfte wohl keine Leitung hergeben ,
    das Typische Haushaltskabel ist für 16 A ausgelegt also muss das Ladekabel mindestens 60 mal dicker sein , viel Spass beim einstecken ( Liebe Elektriker und Physiker, Mantelstrom und andere Späße wie Verlustleistung der Leitung , sowie Batterieverluste sind nicht enthalten).

    Wer Spass am Rechnen hat kann ja mal ausrechnen wieviel Sprit im Jahr in D verkauft wird,
    mal Energiegehalt und das mit der gesamten Stromproduktion pro Jahr in D vergleichen
    da müßen die Kraftwerkskapazitäten um mindestens 50% erhöht werden um alles auf Elektroauto umzustellen

    also träumen wir mal alle weiter

    1. @Hannes
      Gut beobachtet das es so nicht funktioniert kann.

      Bei 16 A: Drehstrom liefert 3 mal 400 VAC x 16 A. Also 3 * 400 * 16 = 19,200 kW / h. Bei nur 5 Minuten Ladezeit / 12 = 1,6 kW
      Bei 32 A: Drehstrom liefert 3 mal 400 VAC x 32 A. Also 3 * 400 * 16 = 38,400 kW / h. Bei nur 5 Minuten Ladezeit / 12 = 3,2 kW
      Bei 64 A: Drehstrom liefert 3 mal 400 VAC x 32 A. Also 3 * 400 * 16 = 76,800 kW / h. Bei nur 5 Minuten Ladezeit / 12 = 6,4 kW

      Davon muss man noch u.a. die Verluste durch Wirkungsgrad der Akkus abziehen.

      Wahrscheinlich ist in dem Artikel der israelischer Konzept mit Austauschakku gemeint. Dabei wird der Akku in speziellen Tauschstationen in 5 Minuten unten herausgenommen und durch vollen Akku ersetzt.Das erfordert aber riesige Anzahl von Tauschstationen, was unrealistisch teuer wäre. (Wie früher mit Wechselpferden für Kutschen und Postreiter…)

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