Sengled Element im Test: Smartes Licht zum smarten Preis

(Bild: Übergizmo / Jake Pietras)

Während Philips mit seinen Hue-Birnen den Smart Lighting-Markt populär gemacht hat, gibt es mittlerweile eine Vielzahl Anbieter, die ähnliche Lösungen für weniger Geld anbieten. Sengled ist einer von ihnen, von denen wir bereits einige Modelle getestet haben. Jetzt hat der Hersteller aus Shanghai ein Set heraus gebracht, das technisch, als auch preislich attraktiv ist. Wir haben uns mal heim leuchten lassen.

Sengled Element im Test

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Sengled Element
(Bild: Übergizmo / Jake Pietras)

 PRO

 CON

 (Bild: Übergizmo)Gute Leuchteigenschaften von kalt- bis warmweiß  (Bild: Übergizmo)Optisch so mittel, also besser unauffällig installieren
 (Bild: Übergizmo)Funkt im störungsarmen ZigBee-Netzwerk  (Bild: Übergizmo)Keine IFTTT-Unterstützung und Stringify funktioniert nicht
 (Bild: Übergizmo)Ein- und Ausschaltpläne in der App möglich
 (Bild: Übergizmo)Gutes Preis- / Leistungsverhältnis
(Bild: Übergizmo)Ein gepflanzter Baum pro Leuchte… save the whales!

Sengled Element: Smart Lighting mit ZigBee

Während viele Smart Lighting-Anbieter ihre Birnen mit WLAN oder Bluetooth ausstatten, hat sich Sengled bei den Element für einen anderen Standard entschieden. Die Birnen funken also nicht im hauseigenen Netz, sondern über ZigBee. Das sorgt dafür, dass die Birnen weniger störanfällig für die vor allem in Großstädten arg strapazierten 2,4-Gigahertz WLAN-Netzwerke sind.

Die beiden Leuchten im Set erhalten ihre Signale von einem Hub, den ihr per WLAN oder Kabel mit dem heimischen Router verbindet. Letztere Variante ist natürlich etwas stabiler. Wo der Hub steht ist tatsächlich fast egal, denn das Signal funkt dank des nahezu ungestörten ZigBee-Netzes sehr weit weit und nahezu störungsfrei.

(Bild: Übergizmo / Jake Pietras)

Das Sengled Element-Set enthält einen Hub und zwei Leuchten (Bild: Übergizmo / Jake Pietras)

Im Test kam es in rund zwei Monaten vielleicht ein Mal vor, dass das Signal mal nicht funktionierte. An der Stelle genügt ein Reset am Hub. Das sollte zwar nicht passieren, ist meiner Erfahrung nach aber noch bei allen Smart Home-Devices so. Und auch noch bei einigen Routern und Switches. Die erste Frage eines IT-Support-Mitarbeiters „Have you tried turning it off an on again?“ hilft hier also Wunder.

Leuchteigenschaften und Design

Die Leuchten selbst leuchten im Gegensatz zu Philips Hue nicht in bunten Farben, strahlen ihr Licht aber in frei wählbaren Farbtemperaturen zwischen 2700 und 6500 Kelvin aus. Von kühlem weiß bis Edison-Glühbirnen-warm ist für jede Tageszeit und persönliche Stimmung etwas dabei und auch die Helligkeit könnt ihr natürlich dimmen.

Dabei solltet ihr beachten, wo ihr die Birnen anbringt, denn sie sehen leider relativ geekig aus. Der Schutz über den LEDs ist durchsichtig und offenbart das „technische“ Innenleben. In einem Lampenschirm an der Decke hängend ist also der Installation in einer durchsichtigen Designleuchte vorzuziehen.

Neben Stromverbrauch, Konnektivität und den Leuchteigenschaften steht und fällt jede Smart Lighting-Lösung natürlich mit der Companion App. Die ist bei der Element gut gelungen und erlaubt nach Erstellung eines Sengled-Kontos die weltweite Steuerung der Leuchten.

Bedienung über die App

Wie bei anderen Lösungen auch, weist ihr die Birnen bestimmten Zimmern zu und könnt diese dann mit einem Tap ein und ausschalten. Sengled hat auch bei dem Element-Set schon wieder eine eigene App im Store, wie für jedes seiner Modelle. Hier wäre es ganz toll, wenn Sengled seine Apps in einer zusammenführt, damit ich bei Nutzung einer Pulse Solo oder der Kamera-Leuchte Snap nicht ständig wechseln muss. Keep it simple und so.

Schön wäre auch ein Widget für den Android-Homescreen gewesen. LIFX und Wemo und andere Hersteller bieten jeweils eins an, mit dem ihr die Leuchten dann mit einem Tap ein- oder ausschaltet, ohne in die App abtauchen zu müssen. Die Bedienung in der App funktioniert mit ein paar Schritten mehr aber natürlich auch.

Neben der reinen Steuerung der Leuchten könnt ihr zudem noch Zeitpläne erstellen. Im Schlafzimmer installiert, geht die Element so beispielsweise mit einer warmen Farbtemperatur zu eurer Aufwachzeit an. Oder ihr stellt sie im Wohnzimmer so ein, dass sie automatisch aus geht, wenn ihr euch ins Bett begeben solltet.

Hier könnten die Leuchten übrigens etwas dunkler sein, wenn sie auf 1% Leuchtkraft eingestellt sind. Die Element wirken recht hell dafür, dass sie fast aus sein sollten. Wären sie etwas dunkler, könnten sie sanfte mit langsam heller werdendem Licht aufwecken. Diese Funktion bieten die Element aber leider auch nicht.

Strom und CO2 sparen

Sengled erlaubt dagegen nicht nur die Programmierung von Uhrzeiten, sondern auch Tagen, so dass die Leuchten am Wochenende auch ausbleiben können. Darüber hinaus möchte Sengled ein bisschen Bewusstsein für die Umwelt schaffen und zeigt euch nicht nur an, wieviel Strom und Dublonen ihr dank den LED-Leuchten gespart habt.

(Bild: Übergizmo / Jake Pietras)

Die Snegled Element sind nicht unbedingt schick, aber technisch überzeugend (Bild: Übergizmo / Jake Pietras)

Sondern auch wieviel kleiner euer CO2-Fußabdruck im Gegensatz zur Nutzung anderer Birnen ist, die gleich helles Licht produzieren. Welche die Vergleichsbirnen genau sind, wird leider nicht klar, aber bei rund zehn Watt Verbrauch könnt ihr euch in etwa ausrechnen, wieviel weniger Strom ihr verbraucht.

Daumen hoch dafür und auch für die Aktion, dass Sengled für jede verkaufte Birne einen Baum pflanzt. Es wäre noch cool gewesen, zu erfahren, wo dieser Baum steht und wieviele bisher schon gepflanzt wurden, aber zumindest kann man dieses To Do von der altehrwürdigen Liste von Dingen streichen, die ein Mann mal getan haben muss.

Fazit

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Sengleds Element-Set ist dank des Preises von rund 90 Euro eine echte Alternative zu Philips Hue. Unter der Voraussetzung, dass ihr keine fancy-bunte Partybeleuchtung, sondern schlichtes weiß in mehreren Farbtemperaturen wollt. Die Leuchten sind ausreichend hell, dimmbar und der Hub hat eine gute Reichweite, um alle Birnen im Haus abzudecken. Das Starter-Kit mit zwei Birnen könnt ihr natürlich um weitere ergänzen.

Die Einrichtung der Leuchten und die Bedienung der App funktionieren einwandfrei und die programmierten Zeitpläne schalten die Leuchten zuverlässig ein oder aus. Schade ist, dass Sengled nicht mit IFTTT funktioniert, dafür aber bei der Konkurrenz Stringify registriert ist.

Leider gab es dauernd technische Probleme, so dass ich Stringifiy nicht nutzen konnte, um die Sengled Element in mein Smart Home-Ökosystem zu integrieren. Hier sollte Sengled schleunigst für Abhilfe sorgen, denn die Anbindung zumindest an einen der Dienste ist eigentlich Pflicht für jeden Smart Home-Anbieter.

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