Hacker-Angriffe aus Russland laut Hillary Clinton von Trump-Team geleitet

Hillary Clinton macht eine gute Figur im ersten TV-Duell mit Donald Trump (Screenshot YouTube)

Nach der Wahlkampfniederlage gegen den US-Präsidenten Donald Trump hatte sich Hillary Clinton weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Doch nun betritt die Politikerin wieder die Bühne – und erhebt schwere Vorwürfe gegen den amtierenden US-Präsidenten. Nicht nur sei sein Wahlerfolg das Ergebnis einer von Russland aus koordinierten Propaganda-Kampagne. Die Manipulationsstrategie sei gar durch Anleitung von Trumps Wahlkampfteam vonstatten gegangen. Aber auch Twitter und Facebook sieht Clinton in der Verantwortung für den Wahlausgang.

In einen Interview auf der Technologiekonferenz Code Conference hat Clinton ausführlich über ihre Wahlkampf-Niederlage gesprochen. Dabei erhebt sie schwere Vorwürfe gegen Donald Trump. Nicht nur habe dieser von der Propagandastrategie der russischen Regierung profitiert. Sie beschuldigt ihn und sein Wahlkampf-Team sogar der Komplizenschaft mit der russischen Regierung. Sie hätten Russland mit „Umfragen und Daten“ versorgt, welche die Russen ohne Anleitung nicht hätten nutzen können.

In ihrer Anschuldigung wird Clinton noch konkreter. Die Nachfrage einer Journalistin, ob Trump persönlich in der Propaganda-Kampagne involviert war, bejahte sie. Es sei ziemlich schwierig, nicht zu diesem Schluss zu gelangen .

Trump weist die Anschuldigungen zurück. Auf Twitter reagierte er empört über die Aussagen Clintons. Diese würde jedem nur nicht sich selbst für ihre Niederlage die Schuld geben. Sie weigere sich zuzugeben, dass sie „eine schreckliche Kandidatin“ war.

Facebook und Twitter: Werkzeuge der Propagandamaschinerie?

In dem rund einstündigen Gespräch beschuldigt Clinton auch soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter, für den Ausgang der Wahl mit verantwortlich zu sein. Auf ihren Plattformen wären die vielen „Lügen“ über sie verbreitet worden. Durch die Zunahme von Fake News würde eine „neue Realität“ entstehen und die Unternehmen müssten dazu beitragen, dies zu verhindern.

Clintons Beschuldigungen gegen Trump sind die bisher schwersten. Auch US-Geheimdienste gehen davon aus, dass Russland die US-Präsidentschaftswahl durch gezielte Hackerangriffe und Streuung von Fake-News manipuliert hat. Ob und in welchem Ausmaße es Verbindungen zwischen Trumps Wahlkampfteam und der russischen Regierung gegeben hat, ist derzeit Gegenstand von Untersuchungen mehrerer Ausschüsse des US-Kongresses. Außerdem befasst sich im Auftrag des Justizministeriums ein Sonderermittler mit der Russland-Affäre.

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